Was aus den Plänen für eine Moschee wurde

Eine islamische Gemeinde hatte vor einigen Jahren angekündigt, in Chemnitz ein eigenes Gotteshaus errichten zu wollen. Das Projekt liegt auf Eis - doch es gibt neue Überlegungen.

31Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    5
    Konda
    01.08.2019

    Nehmen wir an ich gehörte zu einer Glaubensgemeinschaft und erlebe folgendes: Teile der Gesellschaft um mich herum...
    ... meinen, dass ich kriminell sei
    ... wollen mir vorschreiben, was ich anzuziehen habe
    ... wollen mir verbieten, ein Gotteshaus zu errichten
    ... beschimpfen mich auf der Straße ohne mich zu kennen
    ... bedrohen mich und meine Kinder
    ...

    Ich würd mich da ziemlich scheiße und hilflos fühlen. Ich hätte bestimmt keine Lust, mich zu "integrieren". Vor allem nicht, wenn Integration bedeuten soll, dass ich meinen Glauben ablege.

    Muslime sind übrigens nicht alle geflüchtete, sondern leben zum Teil schon seit Generationen in Deutschland. Zu fordern, sie sollten "nach Hause" gehen ist da ziemlich lächerlich.

  • 5
    3
    Hinterfragt
    01.08.2019

    "...Keiner von uns muss sich an die Regeln halten, die der Ahmadiyya-Gemeinde wichtig sind...."

    Ooopsssssss!
    Komisch, an anderer Stelle wird das für eine davon allerdings gerade diskutiert ...

  • 3
    8
    Distelblüte
    01.08.2019

    @Hinterfragt: Es ist richtig, all diese Bedenken zur Sprache zu bringen.
    Und ich sehe noch eine Menge Luft nach oben, was das Verständnis von Gleichberechtigung und dem Wörtlichnehmen der koranischen Texte und der Hadithen betrifft.
    Trotz all dem spricht nichts gegen einen Moscheebau in Chemnitz.
    Keiner von uns muss sich an die Regeln halten, die der Ahmadiyya-Gemeinde wichtig sind.

  • 3
    3
    gelöschter Nutzer
    01.08.2019

    Wolfgang p...befassen sie sich mit dem Thema dann wissen sie es.

  • 3
    3
    gelöschter Nutzer
    01.08.2019

    Distel..: wachen sie auf...

  • 1
    2
    Hinterfragt
    01.08.2019

    @Distelblüte; Sie sind doch sonst nicht so "männerfreundlich ...

    https://www.deutschlandfunk.de/necla-kelek-ueber-die-ahmadiyya-alles-andere-als-weltoffen.886.de.html?dram:article_id=394068

    http://nrw-direkt.net/warum-die-ahmadiyya-nicht-anerkannt-werden-sollte/

  • 4
    7
    Distelblüte
    01.08.2019

    @Hinterfragt: Ich finde es schäbig, die Ahmadiyya-Gemeinde mit Worten wie Ihren in die Nähe von Islamisten und Kriminellen zu rücken.
    Im übrigens sind einige Kirchgemeinden ebenfalls von Hausdurchsuchungen betroffen gewesen - es ging um Kirchenasyl. Später stellte sich heraus, dass die Hausdurchsuchungen rechtswidrig waren. Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/trier/Rechtsstreit-um-Kirchenasyl-Hausdurchsuchungen-bei-Pfarrern-im-Hunsrueck-waren-rechtswidrig,hausdurchsuchungen-pfarreien-100.html

  • 3
    4
    WolfgangPetry
    31.07.2019

    Was für Sorgen haben Sie denn?

  • 8
    7
    Hinterfragt
    31.07.2019

    @Distelblüte; im Gegensatz zu Moschee,n sind mir keine Durchsuchungen der Polizei von Kirchen bekannt, evtl. können Sie da ja weiterhelfen ...

  • 6
    6
    gelöschter Nutzer
    31.07.2019

    Distel...: Das bereitet mir auch keine Sorgen. Mir bereiten ganz andere Dinge Sorgen

  • 8
    5
    Distelblüte
    31.07.2019

    @th: Im oben genannten Fall fordert keiner den Bau von Moscheen, sondern es ging um einen Bauvorantrag. Wenn ich alles richtig verstanden habe, übernimmt die Ahmadiyya-Gemeinde die Finanzierung komplett selbst.
    Das sollte also keinem Sorgen bereiten.

  • 6
    8
    gelöschter Nutzer
    31.07.2019

    Diestel...: Natürlich hat niemand etwas dagegen wenn Muslime in Ruhe ihren muslimischen, wie unsere vietnamesischen Mitbürger, ihren buddhistischen glauben nachgehen. Ich habe allerdings noch nie gehört dass mitbürger buddhistischen glaubens den Bau von Tempeln gefordert haben.

  • 9
    5
    Distelblüte
    31.07.2019

    @Olaf: Ihr erster Satz ist vollkommen richtig. Es steht in Deutschland jedem Menschen frei, seine Religion auszuüben und zu glauben, was immer er möchte. Auch Muslimen.
    Damit haben so einige im Forum und in Sachsen allgemein ein Problem. Ich bin mir sicher, das es eine Menge Unwissenheit und auch Ignoranz bezüglich verschiedener Glaubensrichtungen gibt; was mich wirklich stört ist, dass mit dieser "Wissenslücke" und bruchstückhaft vorgebrachtem Viertelwissen Vorurteile befeuert oder, im Fall des chrsitlichen Glaubens, Legitimationen für die eigene populistische Politik erfunden werden.
    Keinem scheint der Gedanke gekommen zu sein, dass es auch muslimische Migranten zu schätzen wissen, dass in Deutschland kein Glaubenszwang besteht, wie das oftmals in den Herkunftsländern der Fall ist. Sonst wäre der Fluchtweg eher in Richtung Saudi-Arabien gegangen.

  • 8
    1
    OlafF
    31.07.2019

    Gottloser Osten ? Religionsfreiheit bedeutet für mich auch an alles glauben oder auch nicht glauben zu können. Wenn der Glauben den Charakter einer Ideologie annimmt, kann er gefährliche Auswirkungen haben. Mit ständiger Verharmlosung darüber hinwegzutäuschen, dass islamischer Fundamentalismus auf dem Vormarsch ist, kann jedoch Niemand helfen, schon gar nicht den Integrationswilligen. Auch in der Türkei hatte vormals das Christentums in seiner vollen Blüte gestanden. Später dann, nach Ausgrenzung und Vertreibung der Christen, wurde es fast ausschließlich muslimisch geprägt. Staatsgründer Kemal Atatürk war seiner damaligen Zeit weit voraus, auf dem richtigen Weg. Er erkannte die Notwendigkeit der staatlichen Kontrolle darüber:
    Dass der Einfluss der Religion auf den Staat getrennt wird und dies kontrolliert wird.
    Die Religionsausübung selbst, wenn sie in den Gemeinden oder in der Wohnung ausgeübt wird, ist Privatangelegenheit. Es sei denn, man predigt Hass und Gewalt! Wer die Türken kennt, hat eventuell herausgefunden, wie entspannt es die meisten, sofern sie überhaupt religiös sind, die Religionsausübung in ihrer Heimat handhaben.

  • 7
    10
    Nixnuzz
    31.07.2019

    Was ist das hier eigentlich für eine "Geisterdiskussion"?? Hiesige Staatsbürger islamischen Glaubens wollen die ihnen zugehörende Grundrechte durch den Bau einer Moschee in Anspruch nehmen. Wird hier Bundesbürgern ihre Rechtmäßigkeit abgesprochen?? Und was spricht dagegen, wenn Flüchtlinge dieses Glaubens die Möglichkeit eines Moscheebesuchs zwecks Gottesdienst nutzen würden?

  • 9
    11
    gelöschter Nutzer
    31.07.2019

    Distel...: Trotz der überwiegend konfessionslose Bevölkerung im Osten wird und wurde auch zu DDR Zeiten Weihnachten und Ostern gefeiert. Deutschland ist ein christlich geprägtes Land und Gäste haben sich, wie überall auf der Welt, anzupassen.

  • 7
    10
    Distelblüte
    30.07.2019

    @th: christliche Ausprägung? Im gottlosen Osten Deutschlands? Dass ich nicht lache.Viel wichtiger ist: In Deutschland herrscht Religionsfreieheit. Einfach mal zur Kenntnis nehmen.

  • 7
    7
    Nixnuzz
    30.07.2019

    @Interessierte: Die Geschichte des Islams in Deutschland beginnt im 18. Jahrhundert mit der dauerhaften Etablierung erster islamischer Gemeinden. Kontakte zwischen der islamischen Welt und dem Römischen Reich deutscher Nation begannen jedoch schon mit einem Besuch muslimischer Gesandter beim Frankenherrscher Karl in Aachen 788. Der Nachfolger Friedrich Wilhelms I., Friedrich der Große, bekannte sich in seiner Antwort auf eine Anfrage der Stadt Frankfurt am Main aus dem Jahre 1740, ob ein Katholik das Bürgerrecht in einer evangelischen Stadt erwerben dürfe, umfassend zur Religionsfreiheit:
    „Alle Religionen seindt gleich und guht, wan nuhr die Leute, so sie profesieren (= ausüben), erliche Leute seindt, und wen Türken und Heiden kähmen und wolten das Land pöbplieren (= bevölkern), so wollen wier sie Mosqueen und Kirchen bauen.“
    Am 31. Oktober 1932 gründete sich der Verein Islamischer Weltkongress/Zweigstelle Berlin, der am 31. Mai 1933 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Berlin-Lichterfelde eingetragen wurde. Dieser Verein schuf mit einem „Islam-Kolloquium“ die erste moslemische Bildungseinrichtung auf deutschem Boden, welches heute zum Zentralinstitut Islam-Archiv Deutschland gehört.
    Heute leben schätzungsweise über 4 Millionen Muslime in Deutschland, das entspricht etwa 5 % der Bevölkerung[..[https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Islams_in_Deutschland]
    Andererseits: "4 077 937 Einwohner lebten am 31. Dezember 2018 im Freistaat Sachsen, davon 198 558 Ausländer." (https://www.statistik.sachsen.de/html/358.htm) Sogesehen steht 1 Sachse 1 Muslim gegenüber... Diese Menge hat wohl ihre Rechte gemäß Besatzungsstatut genannt Grundgesetz...

  • 7
    7
    gelöschter Nutzer
    30.07.2019

    Distel...: Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, christliche Ausprägung, Ordnung, Sauberkeit, Pünktlichkeit, Fleiß, reicht das für den Anfang?

  • 6
    8
    Distelblüte
    30.07.2019

    @Interessierte: Was sind denn "hiesige Gepflogenheiten"?

  • 7
    5
    Interessierte
    30.07.2019

    Denen kann man die Kaufhalle Waisenstraße anbieten , die steht seit Jahren leer , das sind zwei Etagen , da kann man viel draus machen .. ..

    Alternativ :
    Man kann dort auch einen Kindergarten ´rein machen , vielleicht noch die Hintergebäude abreißen für einen Spielplatz ...
    Oder man kann dort auch wieder eine Konsum-Kaufhalle einrichten , die Anwohner in der Umgebung würden sich freuen ; wohin gehen die denn einkaufen , dort ist doch nichts ...

  • 8
    8
    Interessierte
    30.07.2019

    Wir brauchen ´hier` keine Moschee , da komme ich mir ´hier´ vor , als würde ich nicht mehr im eigenen Land wohnen , diese Menschen sollten sich integrieren und sich den hiesigen Gewohnheiten anpassen und ihr eigenes Leben ´privat´ leben - oder zurück in ihr Land gehen ...

  • 6
    7
    Nixnuzz
    30.07.2019

    @Franziskamarcus: Moscheen bauen: weil es noch Menschen gibt, die ein "geordnetes Verhältnis zu ihrem Glauben" haben. Sie müssen da ja nicht reingehen! Ob Kirchen neu gebaut werden - keine Ahnung. Aber "entweiht" und danach umfunktioniert oder abgerissen häufig. Und das nicht nur im Bereich der Kohleförderung...

  • 7
    8
    Franziskamarcus
    30.07.2019

    Warum Moscheen bauen? Kirchen werden doch auch keine neuen gebaut. Beides Relikte aus einer alten Zeit. Rückwärtsgewandt.
    Und Ikea is mir Wurscht.

  • 9
    6
    WolfgangPetry
    29.07.2019

    Und ich bin dafür dass überall in Ländern wie im Nahen Osten oder Asien wo Christen traditionell in der Minderheit sind keine Kirchen mehr gebaut werden und die bestehenden zerstört werden. Das wäre genauso behämmert wie Moscheen pauschal abzulehnen, ohne Ansehen welche Ausrichtung dort predigen wird und in welcher Sprache.

  • 17
    10
    gelöschter Nutzer
    29.07.2019

    CPärchen: Und bitte nicht nur das Minarett weglassen!
    Konda: wenn ich mir Moscheen ansehen will fahre ich in die Türkei
    Maresch: ich bin FÜR den Bau von IKEA Möbelhäusern.

  • 10
    11
    Nixnuzz
    29.07.2019

    Bevor eine Moschee gebaut wird, wird in der Regel ein Plan gemacht und dann das Umfeld dazu herangezogen. Eine Moschee muss nicht unbedingt ein Minnarett haben. Aber ein gepflegt-integriertes Gebäude in der Fluchtlinie dürfte für alle besser sein als ein ausgeräumtes, vermurkstes Fabrikgebäude oder alte vergammelte Gemüseumschlaghallen. Und wenn dann noch der Vorbeter aus der regionalen Sammelbewegung bezahlt und in deutsch den Koran zitiert wird - und ohne der sonst üblichen "männlein-weiblein-Trennung" - sollte es machbar sein.

  • 11
    15
    Maresch
    29.07.2019

    Ich bin ohne Wenn und Aber gegen den Bau von Ikea Möbelhäusern in Deutschland.

  • 12
    13
    Konda
    29.07.2019

    Ich selber war schockiert, als ich 2017 zum ersten Mal in Deutschland in einer Moschee war. Die war nämlich genau wie die meisten Deutschen Moscheen irgendwo in einem Gebäude untergebracht, das von außen nicht als Moschee zu erkennen war. Hatte ich mir vorher keine Gedanken zu gemacht. Ohne selber religiös zu sein würde ich mir für die Gläubigen einen schöneren Ort zur Ausübung ihrer Religion wünschen. Wenn die Raumsuche dann auch noch an einer Angst vor Anschlägen scheitert, finde ich das doppelt traurig.
    Ich halte Gotteshäuser für eine architektonische Bereicherung. Auf Reisen schaue ich mir gerne Kirchen, Tempel, Synagogen oder Moscheen an. Es sind eben ganz besondere Gebäude. Wenn eine der islamischen Gemeinden es schaffen sollte, einen Bau zu finanzieren, fände ich das nicht verkehrt.

  • 27
    12
    ralf66
    29.07.2019

    Ich bin ohne wenn und aber gegen den Bau von Moscheen in Deutschland.

  • 14
    13
    CPärchen
    29.07.2019

    Bitte das Minarett weglassen. Das sorgt definitiv für Streit.
    Oder sich einfach einen großen Raum mieten, der nicht nach Moschee von außen aussieht.



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