Was die Burgstädter in diesem Jahr erwartet

Der Kulturverein organisiert viele Veranstaltungen - vor allem Open-Air-Konzerte. Für eine bekannte Band gibt es für 2021 bereits eine Vorreservierung.

Burgstädt.

So ein Jubiläum wie 130 Jahre Park Wettinhain gibt es 2020 in Burgstädt nicht. Aber die Einwohner und Besucher erwartet trotzdem ein abwechslungsreiches Programm, sagte Bürgermeister Lars Naumann zum Neujahrsempfang. "Freie Presse" gibt einen Überblick.

Open-Air-Konzert: Wer glaubt, dass es um die Band Spider Murphy Gang ruhig geworden ist, der irrt, sagt Jürgen Gehrke vom Kulturverein-Vorstand. Die Band aus München, die durch Rock-'n'-Roll-Musik mit Texten in bayerischer Mundart bekannt wurde, tourt dieses Jahr durch Deutschland und Österreich. Dabei macht sie am 6. Juni Station im Wettinhain. "Wir versuchen, jedes Jahr ein Open Air für Leute im mittleren Alter und älter zu organisieren", sagt Gehrke. 1977 hatte sich die Band gegründet. Mit "Skandal im Sperrbezirk" eroberten die sechs Musikern 1981 Platz eins der Charts im deutschsprachigen Raum. Karten zum Preis von 46,50 Euro gibt es auch in allen "Freie-Presse"-Shops. "Open Air im Wettinhain kommt immer gut an", sagt Gehrke. So seien voriges Jahr 1200 Besucher zum Konzert mit City gekommen. Und Gehrke verrät, dass die Planungen für 2021 bereits laufen. Dann soll am 12. Juni die Rockband Karat im Wettinhain auftreten.

House im Hain: Der Kulturverein organisiert mehrere Open-Air-Konzerte: Weiter geht es am 13. Juni mit "House im Hain". Getreu dem Titel sind Klänge verschiedener DJs der Musikrichtungen House, Electro und ähnlicher Genres zu hören. Noch stehen die Teilnehmer nicht fest, erwartet werden aber meist einige überregionale DJs und Lichteffekte. Im September 2014 war die Veranstaltung erstmals auf der sanierten Freilichtbühne im Wettinhain organisiert worden. Die beiden Discjockeys David Michel und Markus Semper hatten die Idee zu diesem Projekt.

Musiknacht: Immer am letzten Freitag im August organisiert der Kulturverein eine Musiknacht, die in der Innenstadt stattfindet. "Dort haben vor allem regionale Bands eine Chance", sagt Gehrke. "Das ist immer eine tolle Sache", fügt er hinzu. Mit dabei sei meist auch die Burgstädter Rock- und Pop-Band Rosebeef, die sich vor neun Jahren gegründet hat. "Die Idee für unsere Band wurde in der Nachbarschaft geboren", sagt Sängerin Susann Engelmann. Zu den sechs aktiven Mitgliedern gehören Uwe Hölzel (Gitarre, Gesang), Benjamin Hölzel (Schlagzeug, Gesang), Monty Börner (Bassgitarre, Gesang), Kay Franz (Gitarre, Gesang) und sie. Neben der Musiknacht am 28. August gibt es weitere Auftritte von Rosebeef - so als Vorband der Spider Murphy Gang. "Da sind wir total happy, dabei zu sein", sagt Engelmann.

Vortragsreihe: Der prominente Dresdner Politikwissenschaftler Werner Patzelt ist einer von fünf Rednern in der Veranstaltungsreihe "30 Jahre Deutsche Einheit". Der in Bayern aufgewachsene Professor wird am 7. Mai um 19.30 Uhr einen Vortrag mit der Frage "Heißt ,konservativ' sein auch ,rechts' sein?" im Kirchgemeindehaus halten. Die Evangelisch-Lutherische Kirche setzt gemeinsam mit der Stadt eine Vortragsreihe vom Vorjahr fort, als es um die Friedliche Revolution vor 30 Jahren ging. Die Vortragsreihe beginnt am 23. Januar. Im Kirchgemeindehaus wird um 19.30 Uhr der Bonner Publizist und Politikwissenschaftler Andreas Püttmann erwartet. Er spricht über die Entchristlichung Deutschlands.

Museumsnacht: Auch in diesem Jahr soll es wieder eine Museumsnacht geben. Der Termin steht mit dem 9. Mai fest. "Wir planen zurzeit die Details", sagt Gabi Köllner vom Kulturverein. Neu ist der Titel "Burgstädter Nachtansichten". Wie Bürgermeister Naumann sagt, wolle man auch im Hinblick der Kulturhauptstadt-Bewerbung von Chemnitz mit der City näher zusammenarbeiten, beispielsweise durch Werbung. Ein Ergebnis könnte jetzt sein, dass die Burgstädter ihre Museumsnacht eine Woche vor der in Chemnitz organisieren, um sich nicht gegenseitig die Besucher wegzunehmen. Zuletzt war die Anzahl der Besucher in Burgstädt rückläufig, nur vier Einrichtungen hatten sich zudem voriges Jahr beteiligt. 2015 fand die Museumsnacht erstmals statt. Jährlich hatten sich zwischen 12 und 15 Einrichtungen beteiligt. Die Historische Arztpraxis im Albertinum ist stets dabei. Dort finden zurzeit Bauarbeiten statt. Im Oktober soll im Haus ein neues medizinhistorisches Museum öffnen.

Stadtfest: Traditionell am ersten Oktoberwochenende feiert Burgstädt Stadtfest - dieses Jahr vom 2. bis 4. Oktober. Bühnenprogramme werden im Festzelt am Markt, auf dem Brühl und auf dem Rathausvorplatz angeboten. Voriges Jahr gab es den Lebendigen Fürstenzug mit einem Theaterauftritt. Das ist dieses Jahr nicht geplant. "Vielleicht gibt es aber wieder ein Theaterstück", sagt Bürgermeister Naumann. Er wisse, dass Hobbyautor Wolfgang Scheffel darüber nachdenke. Außerdem wird eine Delegation aus Ahnatal erwartet. Seit 30 Jahren besteht die Städtepartnerschaft mit der Stadt in Hessen mit knapp 8000 Einwohnern.

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