Wasserwerke heben die Gebühr für Entsorgung an

Zweckverband plant Investitionen in Höhe von 20,7 Millionen Euro

Stollberg.

Die Entsorgung von Fäkalschlamm ist für die Kunden des Zweckverbandes Wasserwerke Westerzgebirge (ZWW) seit Januar teurer. Das hat die Verbandsversammlung entschieden. Die Gebühr wurde auf 31,84 Europro Kubikmeter festgelegt. Zuvor wurden 27,32 Euro fällig. Der Verband begründet das mit der Verringerung der Gesamtanzahl an Kleinkläranlagen und der daraus resultierenden verlängerten Transportwege. Die Gebühren für Kunden mit einem zentralen Trink- und Abwasseranschluss bleiben jedoch stabil.

Im kommenden Jahr plant der Verband mit Investitionen in Höhe von knapp 20,7 Millionen Euro. Rund 15,2 Millionen Euro sollen in das Abwassernetz fließen. "Ziel der Wasserwerke ist es, in etwa zwei Jahren einen abwassertechnischen Anschlussgrad größer 90 Prozent zu erreichen", sagt Geschäftsführer Frank Kipping. Weitere 5,5 Millionen Euro sind für den Bereich Trinkwasser vorgesehen.

Schwerpunkte im Bereich Abwasser bilden der Aufbau der Schmutzwasserdruckentwässerung in der Zwönitztalstraße im Burkhardtsdorfer Ortsteil Kemtau und der Oberen Hauptstraße in Burkhardtsdorf. Zudem sollen Abwassersysteme für den Turnerweg und Am Lehngericht in Auerbach aufgebaut werden. Gleiches ist für die Stollberger Straße in Pfaffenhain, die Heinrich- und Schulstraße sowie die Gartenstraße in Thalheim und die Wehrgasse in Zwönitz vorgesehen. Fortsetzen will der ZWW die Abwasserkomplexmaßnahme in der Hauptstraße in Oberneukirchen, die 2020 fertiggestellt werden soll. Mit dem Abwasserkanalbau erneuert der ZWW in den meisten Baubereichen zeitgleich die Trinkwasserleitung. Zusätzlich zum Leitungsbau wollen die Wasserwerke zur Erhöhung der Versorgungsstabilität oberhalb des Auer Krankenhauses einen weiteren Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von zweimal 600Kubikmetern errichten.

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