Wechsel auf der Position des Friedensrichters

Ein Mitarbeiter der Chemnitzer IHK soll künftig Konflikte in Niederfrohna schlichten. Laut seinem Vorgänger geben nicht selten Bäume Anlass für Streitigkeiten.

Niederfrohna.

Maik Kästner heißt der neue Niederfrohnaer Friedensrichter. Der Gemeinderat hat den 42-Jährigen gewählt. Der gebürtige Freiberger, der bis 2015 in Baden-Württemberg lebte und vor drei Jahren in Niederfrohna ein neues Zuhause gefunden hat, will sich mit der Tätigkeit in die Gemeinde einbringen, wie er sagt. "Ich möchte einen Dienst für die Gemeinschaft tun und finde das Aufgabenfeld eines Friedensrichters total spannend", erzählt Kästner, der verheiratet ist und zwei Töchter hat. Er selbst habe zwar noch nie einen Friedensrichter in Anspruch genommen, doch da er auch im Job Menschen zusammenführe, traue er sich dieses Amt zu. Maik Kästner war 15 Jahre lang in Baden-Württemberg im Außendienst tätig. "Schon dort hatte ich ständig mit unterschiedlichen Menschen zu tun", sagt er. Heute arbeitet er bei der Industrie- und Handelskammer Chemnitz im Wissens- und Technologietransfer und stellt Verknüpfungen zwischen Hochschulen und Unternehmen her. Engagiert hat sich der Niederfrohnaer auch schon im Rahmen einer Bürgerinitiative: Er war einer der Initiatoren einer Unterschriftensammlung für Lärmschutzwände an der A72, um den Geräuschpegel im Ort zu reduzieren. Das Ansinnen wurde allerdings abgelehnt.

Maik Kästner löst Uwe Wilske ab, der zehn Jahre lang als Niederfrohnaer Friedensrichter fungierte. Im Durchschnitt hatte Uwe Wilske einen Fall im Jahr, den er bearbeiten musste. Das spreche dafür, dass die Anwohner in Niederfrohna eher wenig streiten - und wenn, dann in erster Linie über überhängende Bäume oder unerwünschtes Laub, das auf Nachbargrundstücke fällt. "Skandale gab es hier keine, Redebedarf hingegen schon", stellt Wilske klar. Auch wenn es in den zehn Jahren wenige Streitfälle zu schlichten gab, so kam es doch häufiger vor, dass bei ihm einfach nur ein offenes Ohr gesucht wurde. "Die Leute sollten auch weiterhin zum Friedensrichter gehen, um Probleme direkt anzusprechen", wünscht sich Uwe Wilske.

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