Weg an Bruno-Granz-Straße soll wieder geöffnet werden

Abrissarbeiten, die einen Bauzaun erfordern, sind nahezu abgeschlossen. Die nächste Sperrung ist aber schon angekündigt.

Morgenleite.

Viel Verärgerung im angrenzenden Wohnviertel hat die Sperrung eines Verbindungsweges an der Bruno-Granz-Straße ausgelöst. Dabei hatten die Anwohner jahrelang darauf gewartet, dass die zum Schandfleck verkommenen Überreste eines Einkaufszentrums endlich beseitigt werden. Doch für die Abrissarbeiten sei die Sperrung des Weges unvermeidlich, der zudem über das Privatgrundstück führe, hatte die Unternehmensgruppe K&S im Februar erklärt. Das Familienunternehmen aus Niedersachsen hat das Grundstück mit dem früheren Edeka-Markt im vergangenen Jahr gekauft, um das Gebäude abzureißen und an seiner Stelle eine neue Wohnanlage mit 100 seniorengerechten Apartments zu errichten.

Diese Abrissarbeiten, die ursprünglich nur bis Ende März dauern sollten, stehen nach Angaben von K&S unmittelbar vor dem Abschluss. "Dann wird auch der Bauzaun entfernt, da von dem Grundstück keine Gefahren mehr ausgehen werden", sagte Unternehmenssprecherin Sabrina Häsing der "Freien Presse" auf Anfrage. Das Grundstück sei dann wieder für Fußgänger und Radfahrer passierbar -allerdings nur auf eigene Gefahr, da es sich nach wie vor um ein Privatgrundstück handle. Darauf würden auch Schilder hinweisen. Damit will sich der Eigentümer vor Haftungsansprüchen absichern, falls etwa jemand auf dem Weg stürzt und sich dabei verletzt oder seine Kleidung beschädigt.

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Der Weg, der unter anderem für viele Kinder die kürzeste Verbindung zur Schule darstellt, werde aber nur vorübergehend wieder passierbar. Denn mit Beginn des Neubaus, dessen Zeitpunkt noch nicht benannt werden könne, müsse er erneut durch einen Bauzaun gesperrt werden. Dann soll auch das restliche Pflaster auf dem Privatgrundstück entfernt werden, so die Sprecherin.

K&S schließe jedoch nicht aus, dass der Weg nach Abschluss der Bauarbeiten wieder freigegeben und sogar als öffentlicher Weg gewidmet wird. Im Hinblick darauf befinde sich das Unternehmen nach wie vor im Austausch mit der Stadtverwaltung. "Wir sind dem gegenüber aufgeschlossen; wo und in welcher Form Grundstücksquerungen möglich sein werden, ist derzeit jedoch noch offen", so Sprecherin Sabrina Häsing. Aus ihrer Sicht ließe sich vielleicht auch für die Bauzeit eine Möglichkeit zum vorübergehenden Überqueren des Geländes über ein Grundstück finden, das einem anderen Eigentümer gehört.

Zum Bauzeitraum könne K&S bisher noch keine Aussagen machen, da zunächst bis zum diesjährigen Sommer ein Neubau an der Winklerstraße auf dem Schloßberg fertiggestellt werden soll.

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