Weihnachtsmarkt sonntags länger

Stadtverwaltung lehnt Ausdehnung der Öffnungszeit über das Fest hinaus ab

Mitten im Mai wird sich der Stadtrat in seiner bevorstehenden Sitzung auch mit dem diesjährigen Chemnitzer Weihnachtsmarkt beschäftigen, der vom 27. November bis zum 23. Dezember geplant ist. Denn nachdem das Gremium die Verwaltung im Dezember vergangenen Jahres beauftragt hatte, Möglichkeiten für nutzerfreundlichere Öffnungszeiten und die Einbeziehung von in der Innenstadt ansässigen Händlern und Gastronomen zu prüfen, legt die zuständige Abteilung des Ordnungsamtes jetzt das Ergebnis vor - als reine Information ohne Einflussmöglichkeit für die Räte.

Einzige Änderung bei den Öffnungszeiten wird demnach sein, dass die Buden nicht nur freitags und samstags, sondern auch sonntags bis 21 Uhr geöffnet bleiben dürfen. An allen anderen Wochentagen soll auch weiterhin 20 Uhr Schluss sein. Verriegelt werden müssen die Hütten aber erst 15 Minuten später, nachdem die letzten geleerten Glühweintassen abgegeben wurden.

Ein späterer Beginn des Weihnachtsmarktes als 10 Uhr und damit eine Verlängerung montags bis donnerstags nach hinten komme für das Ordnungsamt nicht in Betracht. Denn viele Besucher würden schon ab 10 Uhr Erzgebirgsschmuck kaufen und die Imbissstände müssten ab dieser Zeit das Mittagsgeschäft vorbereiten, heißt es zu Begründung. Bei Umfragen habe sich ein Großteil der Händler gegen längere Öffnungszeiten ausgesprochen. Von der Schließzeit 20 Uhr profitierten zudem die Gastronomen in der Innenstadt, da Weihnachtsmarktbesucher dann noch bei ihnen einkehren würden. Das sei nach 21 Uhr nicht mehr der Fall.

Auch eine Verlängerung des Marktes über Weihnachten hinaus lehnt das Amt ab. Denn das widerspreche der erzgebirgischen Tradition und es fehle an Händlern, die dazu bereit seien. Denn diese hätten Zweifel an der Wirtschaftlichkeit. Der Betrieb einer Eislaufbahn sei schon 2015 geprüft worden und rechne sich nicht. (mib)

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