Weiterer Mieter für früheres Technisches Rathaus

Für die leerstehende Immobilie konnte zuletzt die Krankenkasse IKK gewonnen werden. Nun zieht dort auch noch eine Bundesbehörde ein.

Jahrelang waren hier Mitarbeiter verschiedener Ämter der Stadtverwaltung tätig. Seit diese vor fast zwei Jahren in das neue Technische Rathaus - errichtet auf dem Gelände des einstigen Conti-Lochs an der Bahnhofstraße - zogen, stand der sechsgeschossige Gebäudekomplex an der Annaberger Straße 89-91 weitgehend leer.

Das ändert sich nun. Seit einigen Tagen richten sich die rund 200 Mitarbeiter der Chemnitzer Niederlassung der IKK Classic in dem Haus ein. Die Krankenkasse, mit 3,2 Millionen Versicherten eine der größten in Deutschland, verlässt ihr bisheriges Domizil an der Brückenstraße aus Platzgründen. Das bislang dort ansässige Servicecenter und eine Reihe weiterer Abteilungen aus zentralen, sachsen- und bundesweiten Fachbereichen werden an dem neuen Standort in Altchemnitz konzentriert. Wegen des Umzugs bleibt die Geschäftsstelle am Montag geschlossen. Ab Dienstag gelten wieder die gewohnten Öffnungszeiten am neuen Standort.

Mit rund 5000 Quadratmetern Mietfläche ist die IKK der neue Ankermieter des 1997 errichteten Büroparks. Dem folgt demnächst ein zweiter großer Mieter. Das teilt der Immobilieninvestor DVI aus Schönefeld bei Berlin mit, dem das Haus seit Mitte dieses Jahres gehört. Er hat nach eigenen Angaben einen langfristigen Mietvertrag mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben abgeschlossen. Die Behörde mietet demnach 4200 Quadratmeter - rund ein Fünftel der Gesamtfläche.

Schlussendlich einziehen werden der Pressestelle der Behörde zufolge aber Abteilungen des Bundesverwaltungsamtes und des Bundesamtes für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen. Zu den Aufgaben des Bundesverwaltungsamtes gehört unter anderem der Betrieb des Ausländerzentralregisters, die Vergabe von Bildungskrediten und der Einzug von Bafög-Darlehen. Das Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensanfragen befasst sich mit Entschädigungen für Vermögensverluste während des Nazi-Regimes und in der sowjetischen Besatzungszone beziehungsweise der DDR.

Mietbeginn und Aufnahme des Betriebs ist für März kommenden Jahres vorgesehen. Mit dem Einzug der IKK und der Bundesbehörden ist knapp die Hälfte des Gebäudekomplexes wieder belegt.

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