Welche Umleitungen der Bau der Auerswalder Hauptstraße erfordert

In dem Lichtenauer Ortsteil müssen Autofahrer und Fußgänger bis weit in den Spätherbst dieses Jahres einige Umwege in Kauf nehmen. Der Grund: Auf einem Teilabschnitt der Ortsdurchfahrt muss gebaut werden.

Lichtenau.

Wenn eine Straßensperrung zumeist nur Einschränkungen für den Straßenverkehr bedeutet, so ist das im Falle der Baumaßnahme im Lichtenauer Ortsteil Auerswalde etwas anders. Denn da führt die Sperrung eines Teilabschnitts der Auerswalder Hauptstraße nicht nur zur Umleitungen für Auto-, Motorrad- und Radfahrer, sondern auch Fußgänger müssen sich auf einen Umweg einstellen.

Grund für die Straßensperrung ist, dass eine neue Brücke und die dazu gehörenden Stützwände gebaut werden. Dadurch müsse die Auerswalder Hauptstraße im Abschnitt zwischen den Häusern 134 und 185 für mehrere Monate gesperrt bleiben, erläuterte Bauamtsleiter Kersten Pilz. Wie das für den Bau zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr mitteilt, dauert die Maßnahme voraussichtlich bis zum 22. November. Allerdings kam es beim geplanten Ablauf schon zu Verzögerungen. So hatte die Gemeinde eigentlich schon eine Woche früher mit der Sperrung gerechnet. Wie Pilz sagte, ist jedoch zuvor die Baustelle in Oberlichtenau zwischen Simmel und Amtmannstraße aufgehoben worden. Mit diesem Abschnitt ist nach Angaben der Bauverwaltung das gesamte Straßenbauprojekt vom Gasthof Oberlichtenau bis zur Amtmannstraße nun bis auf kleine Restarbeiten abgeschlossen. Dort rollt der Verkehr seit dem 11. Juni wieder.


Für die örtlichen Umleitungsstrecken im gesperrten Abschnitt der Auerswalder Hauptstraße ist nach Angaben von Bürgermeister Andreas Graf (CDU) überdies viel Aufwand betrieben worden. "Straße zu und fertig ging nicht", sagte er. Unter anderem habe man sich im Vorfeld Gedanken über die Zufahrt zu Schule, Hort und Kindertagesstätte, um den Rettungsverkehr und die Belange der Anlieger machen müssen, erläuterte der Bauamtschef Pilz. Für Pkw und Motorräder ist nördlich des Baustellenbereiches eine Umfahrung geschaffen worden. Südlich gibt es eine kürzere Umgehung nur für Fußgänger.

Die Umfahrung zweigt laut Bürgermeister Graf an der Straße Am Kirchberg nahe der Schule sowie am anderen Ende der Baustelle gegenüber der Straßen Am Erlbach und Lichtenauer Weg ab und verläuft parallel zur Auerswalder Hauptstraße. An der Umleitungsstrecke für Pkw sei das Maximale für den Verkehrsfluss und zugleich für die Sicherheit der Fußgänger getan worden, betonte der Ortschef. An zwei Engstellen, die Begegnungsverkehr nicht zulassen, wurden Ampeln aufgestellt. Eine Ampel für die gesamte Strecke hätte längere Wartezeiten zur Folge gehabt, erklärte Bauamtsleiter Pilz. Zudem haben Anwohner einige Flächen von ihren Grundstücken zur Verfügung gestellt, die für eine Verbindung zwischen den vorhandenen öffentlichen Verkehrswegen nötig waren und die separate Fußgängerbereiche neben der Fahrbahn sowie den Begegnungsverkehr zwischen den Abschnitten mit Ampelregelung möglich machen. "Es mussten Hecken und Gartenzäune verrückt und die Straße über eine Wiese geführt werden", schilderte Pilz. Nicht alles konnte asphaltiert werden. Es gebe eine scharfe S-Kurve, unebene Stellen und Geschwindigkeitsbegrenzungen. An manchen Stellen sei nur Tempo 20 oder 10 erlaubt. Zusätzlich sollen Querschwellen auf der Fahrbahn zu schnelles Fahren unterbinden. "Im Bereich sind viele Kindergarten-, Schul- und Hortkinder sowie weitere Fußgänger unterwegs, das erfordert besondere Rücksichtnahme", sagte Graf. Die Umleitungsstrecke sei andererseits breit genug für Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge.

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