Wie es mit dem Stadion weitergehen könnte

Die Rathausspitze will den Pachtvertrag mit dem CFC kündigen und die Arena anschließend an die GGG verpachten - doch was bedeutet das?

Das Rathaus will dem Chemnitzer FC den Stadion-Pachtvertrag bereits Ende Juni kündigen. "Freie Presse" beantwortet hierzu die wichtigsten Fragen.

Wie ist die derzeitige Situation?

Der CFC ist pleite, von der Dritten Profi-Liga in die Amateur-Regionalliga abgestiegen und kann deswegen in der nächsten Saison die Pacht fürs Stadion (180.000 Euro pro Jahr) und die jährlichen Betriebskosten (rund 500.000 Euro jährlich) wahrscheinlich nicht mehr aufbringen.

Welche Pläne hat das Rathaus?

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und Kämmerer Sven Schulze (beide SPD) wollen den Pachtvertrag mit dem CFC kündigen, die Arena im Anschluss an die GGG verpachten - allerdings zu deutlich geringeren Konditionen (30.000 Euro Pacht jährlich). Die GGG wiederum soll das Stadion spieltagsweise an den CFC vermieten; die Kosten dafür sollen bei 4000 bis 6000 Euro pro Heimspiel liegen. Außerdem soll die GGG die Stadion-Betriebskosten übernehmen, wird sie aber höchstwahrscheinlich nicht refinanzieren können und daher auf einem jährlichen Defizit von 250.000 Euro bis 350.000 Euro sitzenbleiben. Das sei für die städtische Tochtergesellschaft wirtschaftlich vertretbar, sagen Ludwig und Schulze.

Was ist, wenn der CFC auf das Angebot nicht eingeht?

Dann müsste sich der Verein eine neue Heimspielstätte suchen. Ein Angebot des BSC Rapid liegt bereits vor: Der CFC könnte das Stadion an der Irkutsker Straße nutzen, BSC-Präsident Christian Scharf kündigt an, dass dies zu deutlich geringeren Konditionen möglich wäre. In das Stadion passen insgesamt 3000 Zuschauer. Das Stadion an der Gellertstraße stünde dann leer, weil es in Chemnitz wohl keinen Fußballverein geben wird, der sich eine Spieltagsmiete von 4000 bis 6000 Euro leisten kann.

Was würde passieren, wenn das Stadion leer steht?

Die Frage lässt sich zurzeit nicht umfassend beantworten. Zunächst einmal müssten die Verantwortlichen im Rathaus mit dem öffentlichen Spott leben, für 27 Millionen Euro Steuergeld ein Stadion errichtet zu haben, das nun leer steht. Das jährliche finanzielle Risiko des Leerstands beziffert die Rathausspitze auf "mindestens 200.000 Euro". Allerdings ist die Rechtslage hinsichtlich des Finanzamtes unklar: Weil die Stadt als Bauherr das Stadion als Betrieb gewerblicher Art errichten ließ, konnte die Kommune Steuervorteile in Höhe von vier Millionen Euro in Anspruch nehmen. Unklar ist derzeit, ob die Kommune diese Summe im Falle des Stadion-Leerstandes ans Finanzamt zurückzahlen müsste.

Was sagt der CFC zu den Vorgängen, wie äußert sich die GGG?

Weder CFC noch GGG wollen sich derzeit zum Thema öffentlich äußern. Vom CFC-Insolvenzverwalter Klaus Siemon heißt es lediglich, dass er zu "laufenden Verhandlungen nichts sagen möchte". Die - derzeit nicht handlungsfähige Vereinsführung des CFC - schweigt zu allen Anfragen. Und ein GGG-Sprecher erklärt lediglich, dass es sich bei dem Vorgang der Stadion-Neuverpachtung um eine nichtöffentliche Stadtratsvorlage handelt, zu der man sich nicht äußert. (su)


Kommentar: Lasst das Stadion leer

Nein, der Vorschlag ist weder Scherz noch Provokation: Lasst das Stadion vorerst leer stehen - zumindest dann, wenn der CFC eine andere geeignete Spielstätte finden sollte, und wenn der Kommune wegen des Leerstands keine Millionenforderung des Finanzamts ins Haus flattert. Zugegeben, ein leeres Stadion würde sich im Schwarzbuch des Steuerzahler-Bundes wiederfinden, und wahrscheinlich gäbe es dann auch in überregionalen Medien den einen oder anderen hämischen Beitrag. Unterm Strich aber wäre der Leerstand wohl das kleinere Übel: Die laufenden Kosten für die Kommune wären überschaubar und womöglich sogar niedriger als im Fall einer Verpachtung. Und der CFC könnte Geld sparen, wobei diese Einsparungen für sportliche Verstärkungen eingesetzt werden könnten. Die wiederum sollten es - gut, hier wird es spekulativ - wahrscheinlicher machen, dass der CFC schneller wieder drittklassig wird und an die Gellertstraße zurückkehrt. Dann wäre allen geholfen: Die Stadt hätte wieder einen Pächter, der CFC ein profiliga-taugliches Stadion und die Fußballfans könnten Ost-Derbys gegen Jena, Zwickau, Halle und Rostock erleben.

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15Kommentare
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  • 3
    3
    hotte
    08.06.2018

    Wollen Sie es nicht verstehen und spielen Sie das nur vor. Meine Ausführungen bezogen sich auf den Kommentar von cn3boj00. In dem Vergleich geht es um die Vereine der Stadt deren Zuschüsse. Des Weiteren wurde nach dem Geld der Saison gefragt und dem bezahlen der Betriebskosten. Ich denke Sie können die Antworten zuordnen. Außerdem habe ich geschrieben es kommt so rüber, wenn Sie es anders meinen ist es in Ordnung. Niemand behauptet das beim Club alles gut läuft und nur andere Schuld sind. Das habe ich nie geschrieben und werde es auch nie behaupten. Ich habe auch des Öfteren geschrieben, dass Stadt als auch Club Fehler bei der Gestaltung des Vertrages gemacht haben. Nochmals: Haben Sie die Beschlussvorlage gelesen?

  • 3
    2
    HHCL
    08.06.2018

    Bei Ihnen sind immer die anderen Schuld, oder? Die Freie Presse berichtet angeblich nicht neutral, ich reiße angeblich alles aus dem Zusammenhang, der CFC kann für seine aktuelle Lage nichts. Ist das schön, wenn man anderen alles in die Schuhe schieben kann. "Bei Ihren Ausführungen kommt es immer so rüber, dass nur die Stadiongegner mit ihren Steuern zahlen." Wo steht denn dass? Ich habe schon mehrfach geschrieben, dass alle Steuern zahlen und ich habe auch schon mehrfach geschrieben, dass ich auch als Nicht-Fußball-Fan gerne dafür zahle, wenn man mit dem Geld ordentlich umgeht. So schwer zu verstehen, kann das doch nicht sein. "Das liebe Thema Medien und deren Umgang mit dem CFC. Egal ob es die MoPo, die BILD oder die Freie Presse ist es werden nur schelchte Nachrichten weitergegeben und Hintergründe nicht recherchiert. Nur der Verein aus dem Gebirge wird von allen hofiert." Mimimi! Und schon wieder sind es die anderen. Bei CFC läuft alles super! Wie im Kindergarten! "Nicht der CFC ist mit seinen Förderern schlecht umgegangen sondern INFRONT, dass bitte ich zu unterscheiden." Wer hat mit Infront einen Vertrag abgeschlossen in seinem Namen zu arbeiten? Richtig, der CFC! "Ich habe schon unter einem anderen Artikel geschrieben, dass es schon viel früher ein Betriebskostenzuschuss hätte geben müssen, weil kein Verein außerhalb der Bundesliga die Stadien unterhalten kann." Dann muss man mit der Stadt besser verhandeln! Sie tun ja so, als sei der CFC in diesen Vertrag gezwungen worden. "kompletter Zusammenhang fällt" Vielleicht erläutern Sie mal welcher Zusammenhang da fehlt? Sie vergleichen Vereine und Städte miteinander und verbitten sich zwei Zeilen später Vergleiche. Das wird auch nicht anders, wenn man die folgenden Sätze mit zitiert: "Des Weiteren habe ich auch Beispiele anderer Städte aufgezeigt, wo dies schon Gang und Gäbe ist. Es sind z.B. Dresden, Zwickau oder auch Halle. Lt. einem Interview von Thomas Sobotzik gibt es einen Etat von 2,0 Mio. ? für diese Saison. Auch sollten wir hier keinen Vergleich der Vereine anstellen. Alle Unterscheiden sich und haben eine andere Ausgangsposition. Das Einzige was vergleichbar ist, sind die Mitgliederzahlen und da ist der CFC Mitgliedstärkster Verein der Stadt. Somit stehen dem CFC auch höhere Zuschüsse zu als anderen." Ich glaube außerdem, dass sich Zuschüsse nicht an der Mitgliederzahl orientieren sollten, sondern an der "Bedürftigkeit" und am erhofften nutzen für die Gesellschaft.

  • 2
    2
    hotte
    08.06.2018

    @HHCL: Wieder einmal schaffen Sie es alle Sätze aus dem Zusammenhang zu reißen und für Sie passend auszulegen. Ich werde ab sofort Sätze, welche zusammengehören für Sie so darzustellen, dass das Verstehen einfacher fällt. "Des Weiteren habe ich auch Beispiele anderer Städte aufgezeigt, wo dies schon Gang und Gäbe ist. Es sind z.B. Dresden, Zwickau oder auch Halle. Lt. einem Interview von Thomas Sobotzik gibt es einen Etat von 2,0 Mio. ? für diese Saison. Auch sollten wir hier keinen Vergleich der Vereine anstellen." - kompletter Zusammenhang fällt "Eventuell können Sie mir erläutern, wo Sie herauslesen wollen, dass ich gegen eine Kündigung des Pachtvertrages bin. Es ist die sinnvollste Lösung, wie es jetzt geplant ist, dass dies nicht auf Zustimmung innerhalb der Bevölkerung stößt ist klar. Ich habe schon unter einem anderen Artikel geschrieben, dass es schon viel früher ein Betriebskostenzuschuss hätte geben müssen, weil kein Verein außerhalb der Bundesliga die Stadien unterhalten kann. Des Weiteren habe ich auch Beispiele anderer Städte aufgezeigt, wo dies schon Gang und Gäbe ist. Es sind z.B. Dresden, Zwickau oder auch Halle. Lt. einem Interview von Thomas Sobotzik gibt es einen Etat von 2,0 Mio. EUR für diese Saison. Alle Unterscheiden sich und haben eine andere Ausgangsposition. Das Einzige was vergleichbar ist, sind die Mitgliederzahlen und da ist der CFC Mitgliedstärkster Verein der Stadt. Somit stehen dem CFC auch höhere Zuschüsse zu als anderen. Man hat das Gefühl der CFC wird als Insel angesehen und hat mit keinem anderen Verein was zu tun. Es gibt genügend Vereine in der Stadt die vom CFC profitieren, weil diese gutausgebildete Spieler bekommen, aber das darf ja nicht kommuniziert werden." - alles auf den Kommentar von @cn3boj00 bezogen Zum Thema Mieten sollten wir klar unterscheiden zwischen den Privatenmietern und einem eventuellem Mieter CFC. Ja ich bin der Meinung, dass nur bezogen auf das Stadion es wichtiger ist das Miete gezahlt als das es leersteht. Man muss einfach mit dem Minus leben so lange der CFC in der 4. Liga spielt. "Geld muss erwirtschaftet werden! Aber warum sollte das ein CFC-Fan wissen, wenn es auch die Vereinsspitze offenbar nicht weiß." - Manche Kommentare sollte man sich einfach sparen. Bei Ihren Ausführungen kommt es immer so rüber, dass nur die Stadiongegner mit ihren Steuern zahlen. Ich frage mich auch bei manchen Themen, warum dafür Steuermittel eingesetzt werden, aber diese Themen sind leider nicht so medienwirksam wie ein Stadionbau bzw. -betreibung. Es wurden keine Millionen nachgeschoben, es wurde ein Betrag frühzeitig ausgezahlt, welcher dem CFC erst später zustand. Das liebe Thema Medien und deren Umgang mit dem CFC. Egal ob es die MoPo, die BILD oder die Freie Presse ist es werden nur schelchte Nachrichten weitergegeben und Hintergründe nicht recherchiert. Nur der Verein aus dem Gebirge wird von allen hofiert. Nicht der CFC ist mit seinen Förderern schlecht umgegangen sondern INFRONT, dass bitte ich zu unterscheiden. Nochmals die Frage: Haben Sie deie Beschlussvorlage gelesen?

  • 3
    2
    HHCL
    08.06.2018

    "Des Weiteren habe ich auch Beispiele anderer Städte aufgezeigt, wo dies schon Gang und Gäbe ist. Es sind z.B. Dresden, Zwickau oder auch Halle. Lt. einem Interview von Thomas Sobotzik gibt es einen Etat von 2,0 Mio. ? für diese Saison. Auch sollten wir hier keinen Vergleich der Vereine anstellen." Es ist schon ulkig, wie Sie sich innerhalb zweier aufeinander folgender Sätze widersprechen. Erst wollen Sie, dass man andere Städte und Vereine zum Vorbild nimmt und dann erheben Sie den Zeigefinger und verbitten sich Vergleiche. Was denn nun? Immer nur vergleichen, wenn es für den CFC günstig ausgeht, oder wie ist das zu verstehen? "Die GGG erwirtschaftete in den letzten Jahre sehr gute Zahlen, welche auch nicht zu einer Minderung der Miete führten. Aber wenn von den Gewinnen für eine absehbare Zeit die Betriebskosten und die Pacht bezahlt wird, bezahlen das natürlich gleich die Mieter und die Mieten werden steigen." Wo soll denn das Geld herkommen, wenn nicht von Mietern oder Steuerzahlern? Sie tun hier immer so als sei Geld kein Problem und jederzeit verfügbar. Sie tun hier ständig so, als richteten sich Mietzahlungen an der Finanzkraft des Mieters und als sei es nur wichtig, dass überhaupt Miete in unbestimmter Höhe bezahlt würde. Geld muss erwirtschaftet werden! Aber warum sollte das ein CFC-Fan wissen, wenn es auch die Vereinsspitze offenbar nicht weiß. "Bitte hören Sie auf immer auf den Steuerzahler einzugehen. Der CFC als auch ich sind Steuerzahler in Deutschland. Es kommt immer rüber als zahlen Fussballvereine und deren Fans keine Steuern und bekommen nur Geschenke." Nein, ich werde nicht aufhören. Es gibt auch keinen Grund. Hier hat auch niemand behauptet, dass der CFC keine Steuern bezahlen würde; bzw. das Fußballvereine generell steuerbefreit wären. Wie kommen Sie zu dieser absurden Unterstellung? Steuern bezahlen in Deutschland alle(!) auch Hartz IV Empfänger. "Das Kind ist nun einmal in den Brunnen gefallen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Ein CFC der mit aller Macht probiert hat aus dieser Pleiteliga zu kommen,... " Genau das ist das Problem, dass in den letzten Monaten eben nicht der Eindruck entstand, dass der CFC mit aller Kraft versucht die Insolvenz noch abzuwenden. Nachdem die Stadt Millionen nachgeschoben hat, konnte man in den Medien hauptsächlich von Personalquerelen lesen und von einem unangemessenen Umgang mit Förderern. So entkommt man keinem Pleitegeier; das Problem ist aus meiner Sicht hausgemacht. Aus Sicht des CFC läuft es ja trotzdem günstig, da nun der Steuerzahler oder die GGG die Zeche zahlen oder zumindest massive Einbußen hinnehmen müssen.

  • 3
    3
    hotte
    08.06.2018

    @cn3boj00: Eventuell können Sie mir erläutern, wo Sie herauslesen wollen, dass ich gegen eine Kündigung des Pachtvertrages bin. Es ist die sinnvollste Lösung, wie es jetzt geplant ist, dass dies nicht auf Zustimmung innerhalb der Bevölkerung stößt ist klar. Ich habe schon unter einem anderen Artikel geschrieben, dass es schon viel früher ein Betriebskostenzuschuss hätte geben müssen, weil kein Verein außerhalb der Bundesliga die Stadien unterhalten kann. Des Weiteren habe ich auch Beispiele anderer Städte aufgezeigt, wo dies schon Gang und Gäbe ist. Es sind z.B. Dresden, Zwickau oder auch Halle. Lt. einem Interview von Thomas Sobotzik gibt es einen Etat von 2,0 Mio. ? für diese Saison. Auch sollten wir hier keinen Vergleich der Vereine anstellen. Alle Unterscheiden sich und haben eine andere Ausgangsposition. Das Einzige was vergleichbar ist, sind die Mitgliederzahlen und da ist der CFC Mitgliedstärkster Verein der Stadt. Somit stehen dem CFC auch höhere Zuschüsse zu als anderen. Man hat das Gefühl der CFC wird als Insel angesehen und hat mit keinem anderen Verein was zu tun. Es gibt genügend Vereine in der Stadt die vom CFC profitieren, weil diese gutausgebildete Spieler bekommen, aber das darf ja nicht kommuniziert werden. Die GGG erwirtschaftete in den letzten Jahre sehr gute Zahlen, welche auch nicht zu einer Minderung der Miete führten. Aber wenn von den Gewinnen für eine absehbare Zeit die Betriebskosten und die Pacht bezahlt wird, bezahlen das natürlich gleich die Mieter und die Mieten werden steigen. Ich habe nichts gegen eine Erhöhung der Mitgliederbeiträge oder einer Sonderumlage, aber was bringt das, wenn dann die Mitglieder kündigen, weil Sie es nicht mehr zahlen können? Dann geht das Dilemma von vorne los. Bitte hören Sie auf immer auf den Steuerzahler einzugehen. Der CFC als auch ich sind Steuerzahler in Deutschland. Es kommt immer rüber als zahlen Fussballvereine und deren Fans keine Steuern und bekommen nur Geschenke. Das Kind ist nun einmal in den Brunnen gefallen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Ein CFC der mit aller Macht probiert hat aus dieser Pleiteliga zu kommen, ein DFB mit immer steigenden Anforderung und eine Stadt die schön eher hätte gegen steuern können. Man sollte versuchen nun noch das "Beste" daraus zu machen, aber dafür gibt es keinen Königsweg. Ich denke die Stadträte wären aufgeschlossen gegenüber Ideen, solcher engagierten Bürger wie Ihnen. Haben Sie und auch @HHCL den Beschluss überhaupt durchgelesen oder nehmen Sie alle Ihre informationen aus der sehr "neutralen" Berichterstattung der Freien Presse?

  • 2
    3
    cn3boj00
    07.06.2018

    @hotte: so wie Sie hier reden meinen Sie wohl, es wäre besser, die Stadt würde den Pachtvertrag NICHT kündigen? Also soll der CFC auch als Regionalligist jährlich 180000 Pacht zahlen und die Betriebskosten von 500000 Euro stemmen? Ihnen ist doch vollkommen klar, dass er das nicht kann! Was also tun? DEr Vorschlag der Stadt ist ja nun das beste, was dem CFC passieren kann (Frau Ludwig steht zu ihm!). Aber vielleicht ist es auch notwendig, dass es noch billiger wein muss? Wieviel Euro kann der Club denn als Regionalligist überhaupt locker machen? Sie tun so, als wüssten sie es! Ist Ihnen klar, dass allein 500000 Euro Betriebskosten anfallen? Wer soll das bezahlen? Der Steuerzahler? Ist Ihnen bewusst, dass viele Vereine mit 5000 Euro kommunalem Zuschuss im Jahr auskommen müssen? Stellen Sie sich vor, diese 500000 stünden den Vereinen zur Verfügung? Egal wie man es dreht: entweder zahlt der Steuerzahler (der das Stadion schon einmal bezahlt hat) weiter, oder man findet einen anderen, der das Minus übernimmt. Eine Privatinvestor wird man nicht finden. Fußballvereine scheiden aus, weil von den Milliarden des Fußballgeschäfts nur wenige profitieren. Sollen GGG-Mieter es zahlen? Aber da sie so vereinstreu sind: was wäre, wenn die Vereinsbeiträge so erhöht würden, dass die 500000 im Jahr reinkommen? Würden Sie da mitmachen?

  • 4
    3
    HHCL
    07.06.2018

    Eine Hetzkampagne? - mir kommen die Tränen. Außerdem ist es auch noch grober Unsinn. Unter Hetze versteht man unsachliche, gehässige, verleumderische, verunglimpfende Äußerungen. Hier werden von der Freien Presse Fakten(!) dargestellt. Wie soll die Freie Presse positiv über den CFC berichten, wenn es dort seit Monaten massiv im Gebälk knirscht? Empfehlen Sie den Redakteuren hier tatsächlich die Verbreitung von Fake News? Was Sie in Ihrer Empörung auch dauernd übersehen: Ein Großteil der Kritik trifft den Stadtrat und deren Handlungen. "Die Stadt will dem CFC kündigen, weil dieser Insolvent ist und gegenüber der Stadt ganz transparent gesagt hat wir könnnen das Geld im nächsten Jahr nicht aufbringen." Ja und? Wenn ich meinen Job verliere und meine Miete für meine viel zu große Wohnung nicht mehr zahlen kann, bezahlt die für mich auch keiner. Sie tun hier dauernd so, als sei es das normalste der Welt was wir hier gerade abgeht. "Es ist das gute Recht der Stadt einen neuen Vertrag mit einem anderen Pächter zu machen. Ebenso vom außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch zu machen bei Insolvenz des Pächters." Wer bestreitet das denn? Warum erläutern Sie das dauernd, das ist gar nicht strittig! Das Problem ist, dass die Stadt keinen adäquaten Vertrag mit einem anderen Verein schließen kann und nun Mieteinnahmen von mehreren hunderttausend Euro fehlen werden. "Wo sehen Sie jetzt Vertragspflichten verletzt?" Die verabredete Miete wurde bereits einmal gesenkt und nun fällt der Verein für den das Stadion gebaut wurde, wohl ganz aus. Der Vertrag wird also so wie es ursprünglich geplant war also nicht erfüllt. Das mag juristisch in Ordnung sein, aber es werden trotzdem Steuergelder verschwendet und das geht mir gehörig gegen den Strich. "Entsprechend Ihrer Meinung dürfte dann kein Verein mehr Zuschüsse bekommen und es müssen sich Alle selbsttragen." Das habe ich nun auch schon mehrfach erklärt, wie ich dazu stehe: Ich habe nichts gegen Subventionen, aber ich verlange einen verantwortungsvollen Umgang damit. Nach dem letzten Millionenzuschuss hat man die geschenkte Zeit damit vergeudet Personalkabbeleien abzuhalten und es versäumt die Karre aus dem Dreck zu ziehen. Gegen Subventionen für solchen Mist habe ich etwas. "Und wenn ich Sie beruhigen darf der Stadtrat muss dem auch erst einmal zustimmen." Was soll der Stadtrat denn jetzt noch anderes beschließen? Der CFC ist Pleite und der Steuerzahler muss(!) beim Stadion auf die eine oder andere Weise einspringen. Sie tun ja gerade so, als gäbe es hier zahlreiche Varianten, die alle keine Geld kosten.

  • 4
    4
    hotte
    07.06.2018

    Über was will ich den Mantel des Schweigens ausbreiten? Ja es ist Vieles schief gelaufen, aber das nun Sie und auch die Freie Presse hier ein Hetzkampagne sondergleichen starten ist zu viel das Guten. Die Stadt will dem CFC kündigen, weil dieser Insolvent ist und gegenüber der Stadt ganz transparent gesagt hat wir könnnen das Geld im nächsten Jahr nicht aufbringen. Es ist das gute Recht der Stadt einen neuen Vertrag mit einem anderen Pächter zu machen. Ebenso vom außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch zu machen bei Insolvenz des Pächters. Wo sehen Sie jetzt Vertragspflichten verletzt? Entsprechend Ihrer Meinung dürfte dann kein Verein mehr Zuschüsse bekommen und es müssen sich Alle selbsttragen. Ihre Grundunzufriedenheit wäre auch bei anderen Themen der Stadt angebracht. Und wenn ich Sie beruhigen darf der Stadtrat muss dem auch erst einmal zustimmen. Außerdem ist nächstes Jahr Stadtratswahl in dem ich Sie gerne als Kandidaten sehen würde, weil Sie die wichtigen Themen der Stadt ansprechen, kritisch Nachfragen können und aus der Mitte der Bevölkerung sprechen.

  • 3
    4
    HHCL
    07.06.2018

    "Es wäre angebracht, wenn Sie nicht alle Sätze aus dem Zusammenhang reißen." An welcher Stelle habe ich das gemacht? Das Sie als CFC-Fan darüber nicht reden wollen und lieber den Mantel des Schweigens ausbreiten wollen, ist mir klar. Das läuft so aber nicht; oder der CFC hält seine Vertragsverpflichtungen ein und finanziert sich ohne Extra-Zuschüsse. Dann unterlasse ich auch jeden Kommentar.

  • 4
    4
    hotte
    07.06.2018

    Es wäre angebracht, wenn Sie nicht alle Sätze aus dem Zusammenhang reißen. Es ist alles erklärt. Auch wenn ich Clubanhänger und Mitglied bin sehe ich sehr wohl die Realität und die zeigt, dass es einen harten Kern von ca. 3,5 bis 4 Tausend Zuschauer gibt die kommen egal in welchen Liga der Club spielt.

  • 6
    1
    HHCL
    07.06.2018

    "Der Abstieg hat nichts mit dem Kündigen des Pachtvertrages zu tun." Wer hat das behauptet? "Ich habe keine Ahnung wo Sie alle Risiken bei der Stadt sehen. Warum sollte der CFC, wenn finanziell alles glatt wäre, das Stadion wechseln?" Es ist aber nicht alles glatt und genau in diesem Fall muss ich feststellen, dass die Hauptsummen nun bei der GGG und der Stadt liegen blieben.

  • 4
    3
    HHCL
    07.06.2018

    "Dann müsste sich der Verein eine neue Heimspielstätte suchen. Ein Angebot des BSC Rapid liegt bereits vor: Der CFC könnte das Stadion an der Irkutsker Straße nutzen, BSC-Präsident Christian Scharf kündigt an, dass dies zu deutlich geringeren Konditionen möglich wäre. In das Stadion passen insgesamt 3000 Zuschauer." Dann sollten Sie das der Freien Presse mal mitteilen, dass die Unsinn schreiben. Ich glaube aber eher Ihre Sicht durch die Fanboy-Brille gibt die Realität verzerrt wieder.

  • 9
    3
    hotte
    07.06.2018

    Wir hatten ja schon unter einem anderen Artikel diskutiert, aber es kommt einem so vor, dass Ihnen einiges an Hintergrund wissen fehlt. Obwohl Sie behaupten Sie wären informiert. Es gibt keine andere Spielstätte, welchen im Betracht kommt. Es geht nicht nur allein um Zuschauerzahlen auch die Polizei zum Beispiel muss die Spiele genehmigen. Es müssen Sicherheitskonzepte vorgelegt werden und vieles andere. Außerdem werden auch in der 4. Liga mehr als 3.000 Zuschauer kommen somit kommt nichts anderes als das Stadion in Betracht. Der Abstieg hat nichts mit dem Kündigen des Pachtvertrages zu tun. Die Stadt nutzt das außerordentliche Kündigungsrecht bei Insolvenz. Bei einem Abstieg ohne Insolvenz wäre der Pachtvertrag mit allen Pflichten des Pächters, also dem CFC, weitergegangen. Ich habe keine Ahnung wo Sie alle Risiken bei der Stadt sehen. Warum sollte der CFC, wenn finanziell alles glatt wäre, das Stadion wechseln?

  • 8
    7
    HHCL
    07.06.2018

    "Die laufenden Kosten für die Kommune wären überschaubar und womöglich sogar niedriger als im Fall einer Verpachtung." Wenn man es denn überhaupt verpachten kann. Sollte der CFC sich für den Ersatzplatz entscheiden - und aus wirtschaftlicher Sicht wird er das wohl tun müssen -, verringert sich die Zahl der Interessenten schlagartig auf Null. Ich wüsste nicht, an wen man das Stadion verpachten soll. Blieben irgendwelche Events, die aber wohl nicht kostendeckend wären, bzw. wegen der zu erwartenden geringen Häufigkeit wahrscheinlich eher Zuschußgeschäfte wären. Ich frage mich die ganze Zeit, wie es sein kann, dass die Verträge offenbar so geschlossen wurden, dass sämtliche Risiken die Stadt trägt und der Verein einfach irgendwo anders spielen kann, wenn er das will. So unwahrscheinlich war beim CFC der Abstieg nicht. Die Leistungen waren immer schon sehr wechselhaft.

  • 11
    5
    bürgerenergie
    07.06.2018

    Was bitte antwortet der GGG-Sprecher? Dass es eine "nichtöffentliche Stadtratsvorlage" wäre"? Dass diese Vorlage vor der ÖFFENTLICHEN Befassung im Stadtrat noch NICHTÖFFENTLICH im Verwaltungs- und Finanzausschuss diskutiert werden soll, heißt doch nicht, dass deren Inhalte nicht öffentlich wären und dass sich betroffene, kommunale Unternehmen nicht zu den öffentlich einsehbaren Inhalten äußern dürfen! ... und ja vielleicht im Sinne der Meinungsbildung sogar unbedingt sollten? Wie viel Vertrauen in die Stadt und ihre Institutionen soll denn - bspw. hier durch übertriebene Nichtöffentlichkeit - noch verspielt werden? Also: Die Vorlage ist unter dem Stichwort "Stadion" im öffentlichen Sitzungsnetz der Stadt Chemnitz sofort ÖFFENTLCIH zu finden - für Jede und Jeden. Und wenigstens das ist auch gut so.



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