Wie in Harthau der Weg zur Grundschule sicherer werden soll

Die Verkehrsbehörde reagiert auf die Forderung von Anwohnern und stellt an einer kritischen Stelle einen Verkehrsspiegel auf - zumindest testweise.

Harthau.

Das ging aber schnell: Gut zwei Wochen nach einem Vor-Ort-Termin mit Anwohnern, Eltern und Vertretern der nahe gelegenen Grundschule Harthau hat die Verkehrsbehörde der Stadt erste Taten folgen lassen. An einer engen, unübersichtlichen Kurve - dort, wo Kirchsteig und Stöcklstraße aufeinandertreffen - wurde ein sogenannter Verkehrsspiegel installiert. Ortskundige hatten dies gefordert. Sie erhoffen sich davon mehr Sicherheit für Autofahrer, aber auch für Fußgänger - darunter viele Schulkinder.

Vertreter der Stadtverwaltung allerdings waren von der Idee anfangs nicht wirklich begeistert. Ein Verkehrsspiegel, so hieß es zunächst, dürfte auf dem schmalen Abschnitt eher zusätzliches Ablenkungspotenzial schaffen statt mehr Sicherheit. Derlei Spiegel würden überdies in aller Regel nur da installiert, wo Autofahrer ohnehin gezwungen seien anzuhalten, um sich einen Überblick zu verschaffen. Dies aber ist dort nicht der Fall.


Und so handelt es sich bei dem Spiegel vorerst auch nur um ein transportables Provisorium. Die Aufstellung sei zunächst nur für vier Wochen vorgesehen, heißt es - also testweise. Danach solle entschieden werden, ob daraus eine Dauereinrichtung wird oder nicht. Dabei seien Erfahrungen, Rückmeldungen und Einschätzungen aus dem Stadtteil gefragt.

Die scheinen überwiegend positiv auszufallen, berichtet Anwohnerin Martina Ziegler. Die Friedensrichterin hatte im März bei Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig persönlich vorgesprochen; daraufhin gab es den Ortstermin. Nun sammele sie Unterschriften für den Erhalt des Spiegels. "Schon 60 Leute haben unterschrieben, die das gut und richtig finden", schildert sie.

Auch bei der Bürgerinitiative "Harthauer Runde" seien viele positive Einschätzungen eingegangen, sagt deren Sprecher Claus-D. Härtel. "Mit dem Spiegel ist die Kniekurve aus beiden Fahrt- oder Fußgängerrichtungen in einem sehr guten Blickwinkel vorhersehbar zu sehen", betont er. "Das bringt zusätzliche Sicherheit im Gegenverkehr."

Weniger überzeugt zeigt sich Andrea Schmidt vom Schulförderverein. "Mein Eindruck ist: Jetzt wird erst recht schneller gefahren, weil man mit dem Spiegel nun schön um die Ecke schauen kann", äußert sie. Sie hoffe, dass dem Spiegel in Bälde Tempomessungen folgen werden.

Solche sind in der Tat beabsichtigt, möglicherweise sogar noch in diesem Monat. Das geht aus einem Schreiben des Tiefbauamts hervor, in dem den Harthauern die nächsten Schritte erläutert werden. Auch ein Zeichen "Achtung, Schulweg" soll aufgestellt werden; einige Schlaglöcher wurden zudem zwischenzeitlich bereits geflickt. Nur um die ebenfalls geforderte Beseitigung des Winterdrecks auf der Straße wird man sich im Ort selbst kümmern müssen. Die Straßenreinigung sei Sache der jeweiligen Anlieger, heißt es aus dem Rathaus. Sie erhielten demnächst Post vom Stadtreinigungsbetrieb ASR.

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