Winterdienst in Taura in letzter Minute gesichert

Obwohl bald mit Schnee gerechnet werden muss, gab es bisher keinen Vertrag für die Beräumung der Straßen. Jetzt gibt es eine kurzfristige Lösung.

Taura.

Obwohl der Winter mit Schnee und Kälte vor der Tür steht, ist ein Räum- und Streuvertrag für die Gemeinde Taura noch nicht in trockenen Tüchern. Die Vergabe von Winterdienstleistungen hat die Gemeinderäte währned der jüngsten Sitzung beschäftigt. Statt eines Dienstleistungsvertrages mit einer Laufzeit von drei Jahre, wie es ursprünglich vorgesehen war, wurde aber vorerst nur eine Kompromisslösung beschlossen.

Bürgermeister Robert Haslinger (CDU) erklärte die Hintergründe: "Die 2016 mit einem Unternehmen geschlossene Vereinbarung wurde nicht verlängert. Also erfolgte von uns eine frist- und formgerechte Neuausschreibung für den Zeitraum von November 2019 bis März 2022, da wir als Gemeinde nicht über entsprechende Technik verfügen." Indes: Bis zum Stichtag 8. Oktober hatte keine Firma ihr Interesse bekundet und sich beworben. Die Gemeinde kann sich nicht erklären, weshalb die Dienstleister der Region zurückhaltend reagieren. "Liegt es am Leistungsumfang, könnte die Laufzeit ein Knackpunkt sein oder sind die Kapazitäten schon ausgeschöpft?", stellte der Bürgermeister Überlegungen in den Raum.

Erst nach mehreren Nachfragen konnte zumindest ein Unternehmen aus Mittweida gewonnen werden, ein Gebot abzugeben. Dieses jedoch liegt allerdings erheblich über den von der Gemeinde kalkulierten Kosten, die basierend auf den bisherigen Erfahrungen bei rund 10.000 Euro pro Wintersaison liegt. "In unserer reichlich elf Quadratkilometer großen Kommune mit aktuell 2373 Einwohnern sollen öffentliche Straßen, Parkflächen und Gehwege mit einer Gesamtdistanz von 9921 Metern betreut werden", so Haslinger. Er regte an, einen nochmaligen Vergabebeschluss herbeizuführen, um noch mehr Unternehmen in der Chemnitzer Region für den Auftrag zu gewinnen.

Zudem gab er zu bedenken, dass sich die Dienstleister noch zurückhielten, weil Aufträge größerer Dimensionen in Nachbarstädten bislang noch nicht vergeben seien und die Firmen erst Klarheit über diese Aufgaben erlangen wollten. Um die Dienstleistung für den beginnenden Winter aber nicht zu gefährden, werde ein Vertrag mit der Mittweidaer Firma für den Winter 2019/20 eingegangen. Gleichzeitig werde aber geprüft, ob an den Kosten etwas verhandelt werden kann, kündigte der Bürgermeister an.

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