Wittgensdorfer Schule feiert 130-jähriges Bestehen

Das Gebäude wurde für mehrere Millionen Euro saniert. Nun gibt es erstmals wieder einen Tag der offenen Tür.

Wittgensdorf.

Gerade erst wurde für viel Geld die Fassade auf Vordermann gebracht, da sieht die Kirchner-Grundschule im nördlichsten Stadtteil von Chemnitz schon wieder mächtig alt aus. Anlässlich ihrer Weihe im Sommer vor 130 Jahren gibt es an der Schule eine Projektwoche, die am Freitagnachmittag mit einem Tag der offenen Tür zu Ende geht. Aus diesem Anlass, so erläutert Ortschronist Ullrich Nier vom Kultur- und Heimatverein, werden auch Teile eines historischen Klassenzimmers zu sehen sein.

Für viele ehemalige Schüler dürfte der Tag der offenen Tür die erste Gelegenheit seit mehreren Jahren für ein Wiedersehen mit ihrer mittlerweile nahezu rundum sanierten früheren Bildungsstätte sein. Mehrere Millionen Euro hat die Stadt in das markante Schulhaus investiert.

"Die Schule ist wirklich toll geworden", sagt Jana Gora, die Vorsitzende des Schulfördervereins. Der Verein unterstützt die Einrichtung, indem seine Mitglieder bei Veranstaltungen wie Kino-Nachmittagen oder Faschingspartys mithelfen und Altpapiersammlungen organisieren, die Geld in die Kasse bringen sollen. Die Planungen reichen dabei bisweilen weit über das laufende Schuljahr hinaus, erläutert Jana Gora. "Derzeit verhandeln wir über ein Zirkusprojekt, das 2021 stattfinden soll."

Ortschaftsrat Kai Tietze (Linke) fände es gut, wenn die Zusammenarbeit von Schule und Dorfgemeinschaft sich in Zukunft noch etwas enger gestalten würde. "Das ist heutzutage mitunter etwas schwierig, da kaum ein Lehrer noch in dem Ort arbeitet, wo er auch zu Hause ist", verdeutlicht er. Zu DDR-Zeiten wurden in der Wittgensdorfer Schule bis zu 800 Kinder und Jugendliche unterrichtet, von der ersten bis hinauf zur zehnten Klasse.

Was Ortschaftsrat wie Schulförderverein sich gleichermaßen wünschen: Dass ein für die Schule vorgesehener An- und Einbau eines Aufzugs nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt. Dies auch, weil die Aula der Schule mehrmals im Jahr für öffentliche Veranstaltungen genutzt wird, wie Jana Gora erläutert. So etwa für die Reihe "Große Kunst im kleinen Ort", bei der zuletzt mit dem in Wittgensdorf aufgewachsenen Komponisten Theodor Kirchner (1823-1903) der Namensgeber der Schule im Mittelpunkt stand.

Zum Tag der offenen Tür am Freitag haben Schüler und Lehrer nach Angaben der Organisatoren einen kleinen Weihnachtsmarkt vorbereitet. Mit Kaffee und Kuchen, Glühwein und Kinderpunsch, Glücksrad und Dosenwerfen. Genau eine Woche später erwartet die Wittgensdorfer dann schon das nächste Ereignis - der Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz.

Tag der offenen Tür am Freitag, 30. November, 15 bis 19 Uhr, Kirchner-Grundschule Wittgensdorf, Chemnitzer Straße 2.

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