Wo ein Mini-Marx-Kopf übers Spielfeld geschoben wird

Die Chemnitzer Ausgabe von Monopoly ist fertig. Auf dem Spielbrett erscheint nicht alles wie im Original.

Rund ein Jahr lang hat Florian Freitag mit dem Team seiner Kommunikationsagentur an einer Chemnitz-Edition des Spieleklassikers Monopoly gearbeitet. Jetzt ist das Brettspiel, in dem es darum geht, Straßen zu kaufen, Häuser zu bauen und von den Mitspielern ordentlich Miete zu kassieren, fertig. Das Original spielt in einer fiktiven Stadt.

Seit einiger Zeit sind regionalisierte Ausgaben des Spiels modern. 250 verschiedene Editionen finden sich auf dem deutschen Markt. Nun also auch eine aus Chemnitz.

Regionalisiert wurde zum Beispiel eine Spielfigur. Neben den gängigen in Form eines Hutes oder eines Autos kann jetzt eine Mini-Version des Marx-Kopfes übers Spielfeld geschoben werden. Chemnitzer waren zudem dazu aufgerufen, Straßennamen und Plätze vorzuschlagen, die im Spiel auftauchen sollen. "Über 2500 Chemnitzer haben Ideen eingereicht", sagte Freitag. 360 Straßen seien dann zur Abstimmung bereitgestellt worden, 26 finden sich im Spiel.

Von jeder Straße gibt es ein aktuelles Foto, dazu ein Luftbild von Chemnitz in der Spielfeldmitte. Die teuerste Straße im Spiel ist der Markt, der 400 Monopoly-Dollar kosten soll. Für jede Straße suchte Freitag Sponsoren. Die Firmennamen sind auf den jeweiligen Straßenfeldern abgedruckt. Manche Firmen stünden aber auch auf Straßen, an denen sie nicht ansässig sind, so Freitag. Die Lizenzgebühr, die er an den Rechte-Inhaber zahlen müsse, sei so hoch, dass sich das Spiel bei einer Auflage von 10.000 Stück ohne Partner nicht rechnen würde, so Freitag. Sponsor des Gas- und des Elektrizitätswerkes ist der Versorger Eins. An den Straßen und Plätzen sind Supermärkte, ein Pizza-Service oder die Filmnächte zu finden.

Ebenfalls spezifisch für Chemnitz sind die vier Felder gestaltet, auf denen im Original Bahnhöfe zu kaufen sind. Da diese in den meisten Städten nicht so schön seien, suche man in jeder Stadt eine Alternative, so Freitag. In Chemnitz sind es Einkaufszentren. Rathauspassagen, Altchemnitz-Center, Neefepark und Vita-Center sind auf dem Spiel abgebildet. Statt Aktions- und Ereigniskarten gibt es im Chemnitzer Monopoly Meldungen aus der "Freien Presse" und von Chemnitz-Fernsehen. Da steht zum Beispiel, dass man es auf die Titelseite der "Freien Presse" geschafft habe und sich für 15 Dollar eine Ausgabe kaufen solle.

Das Monopoly Chemnitz ist noch bis Montag exklusiv in allen Shops der "Freien Presse" erhältlich, ab Dienstag in weiteren Läden. Es kostet 49,95 Euro.

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