Wo mit Spaß auf dem Trampolin Spendengeld gesammelt wird

Der Sportfunpark in der Ermafa-Passage möchte der sechsköpfigen Familie Baldauf zu einem rollstuhlgerechten Auto verhelfen - mit großen Sprüngen.

Jeden Tag 12 bis 14 Stunden von Spaß umgeben sein - diesen Traum hat sich Sophia Schmidt erfüllt. Im April dieses Jahres eröffnete die 35-jährige gelernte Hotelfachfrau in der Ermafa-Passage den Sportfunpark Jump'n Play, also Springen und Spielen. Auf dem Spielplatz mit Hüpfburgen, Trampolinpark und Gastronomie unterm Dach des Einkaufszentrums bieten sie und mittlerweile insgesamt 20 Mitarbeiter nicht nur Kindern, sondern auch ganzen Familien und reinen Erwachsenen-Gruppen die Möglichkeit zu sportlichen Aktivitäten und Geselligkeit. Bis zu 400 Besucher, darunter Teilnehmer an Kindergeburtstags- und Firmenweihnachtsfeiern, lockt das Konzept pro Tag an, das laut der jungen Inhaberin bislang bundesweit einzigartig ist.

Doch Sophia Schmidt und ihre Mitarbeiter wissen auch, dass in vielen Familien Probleme den Spaß oft zu kurz kommen lassen. Deshalb wollten sie zu Weihnachten eine Spendenaktion veranstalten und fanden in der Leser-helfen-Aktion der "Freien Presse" ein passendes Projekt. Dabei wird in diesem Jahr Geld für die Chemnitzer Familie Baldauf gesammelt, die dringend ein Auto benötigt, in dem Mutter Nicole ihren Mann Benjamin, der seit einigen Jahren auf den Rollstuhl angewiesen ist, und die vier Kinder gleichzeitig mitnehmen kann. Sie benötigt es auch, um die elfjährigen Zwillingsschwestern Emily und Lilly, die wegen eines Geburtsfehlers Entwicklungsdefizite haben, zu Therapien zu bringen. Denn der 20 Jahre alte Audi der Familie mit 280.000 Kilometern auf dem Tacho hat immer wieder Pannen.

"Meine Idee ist, dass Familien mit Kindern, denen es gut geht, eine bedürftige Familie unterstützen", erklärt Sophia Schmidt. Deshalb hat sie auf dem Tresen ihres Spielparadieses eine Spendenbox aufgestellt und auf der Facebook-Seite von Jump'n Play einen Spendenaufruf gestartet. Für jede gekaufte Stunde im Trampolinpark will sie zudem selbst 50 Cent für die Familie Baldauf spenden. "Das Foto des jungen Vaters im Rollstuhl rührt mich. Ich find's toll, dass die Familie mit Spenden unterstützt werden soll", sagt Sophia Schmidts Mitarbeiterin Katrin Elstein.

www.freiepresse.de/leserhelfen

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