Wo sich Weihrauch mit Sandelholz vermischt

Ein Hauch Exotik bei Weihnachtsfest auf dem Kaßberg

Mehr als 5000 Besucher trotzten der Kälte, feierten das traditionelle "100Meter Weihnachten" auf dem Kaßberg mit. Zum sechsten Mal traf sich da der Kiez zum Klönen.

Entlang der Franz-Mehring-Straße, eigentlich auf dem gesamten Kaßberg, roch es nach Glühwein, Keksen und Weihrauch. Auf dem gesamten Kaßberg? Fast. An einer Ecke duftete es nämlich viel exotischer: Sandelholz mischte sich da mit Jasmin, Patchouli mit Bergamotte. Vor dem Szeneladen "Paisa Paisa" roch es danach. Grund waren Räucherkerzchen zum Selbstbasteln - einer der Renner beim diesjährigen Kaßbergmarkt. Inhaberin Andrea Beutler hatte den duftenden Bausatz extra für die Veranstaltung bestellt. Auf kleine Porzellanschälchen in Muschel- oder Elefantenform stellte sie bunte Räucherkerzen, die nach ätherischen Ölen und anderen pflanzlichen Extrakten rochen. "Ich fand, das ist eine schöne Kleinigkeit, die man mit unter den Baum legen kann", so Andrea Beutler.

Seit dreieinhalb Jahren betreibt sie den Laden für Geschenkartikel und Bekleidung aus Ländern wie Nepal, Indien und Thailand. Sie selbst reist regelmäßig in die Region, hat dort auch schon Weihnachten verbracht: "Die vielen Gläubigen des Hinduismus, die besonders in Indien leben, feiern das Fest natürlich gar nicht." Allerdings wolle man in den Touristenhochburgen den aus aller Welt anreisenden Christen huldigen. "Das machen die Gastgeber mit unvorstellbar kitschigen Weihnachtsbäumen und Figuren", erinnerte sich die Händlerin. (pefr)

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