Wofür sich Schüler bei der Berufswahl interessieren

Bei der 20. Ausbildungsmesse in Limbach-Oberfrohna konnten sich Jugendliche über Berufe und Studiengänge informieren. Bei der nächsten Ausgabe im kommenden Jahr soll es noch einige Änderungen geben.

Limbach-Oberfrohna.

Zur 20. Ausgabe der Ausbildungsmesse wurde im Vergleich zu den vergangenen Jahren einiges mehr geboten. Unter anderem wurden mehr Firmen angesprochen. Über 80 Aussteller waren vertreten, im Durchschnitt waren es in der Vergangenheit nur um die 60. Trotz der höheren Nachfrage konnten noch alle Aussteller untergebracht werden.

Oberbürgermeister Jesko Vogel sagt: "Die regionalen Unternehmen benötigen verstärkt gute Fachkräfte, daher die große Nachfrage." In Limbach-Oberfrohna seien die Voraussetzungen, dem Engpass entgegenzuwirken, bereits gegeben, so Vogel. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren haben sich die Schülerzahlen um bis zu acht Prozent erhöht. Rund 1600 Besucher nutzten die Angebote der Messe. Wie Vogel weiter erklärt, ist es durch Messe möglich, die jungen Menschen aus der Region dafür zu gewinnen, in ihrer Heimat zu bleiben, da sie hier genügend Zukunftschancen haben.

Auf der Ausbildungsmesse wurden insgesamt 160 verschiedene Berufsfelder vorgestellt. Sie reichten von sozialen über handwerkliche bis hin zu technischen Tätigkeiten. Zum ersten Mal war auch die Notar-kammer Sachsen vertreten, die den Beruf des Notarfachangestellten präsentierte. Zusätzlich wurden auch die Berufe wie Sattler, Feinmechaniker, Gießereimechaniker, Restaurantfachangestellter, Gärtner für Garten- und Landschaftsbau, Trockenbauer, Werkstoffprüfer und technischer Modellbauer erstmalig präsentiert.

Um den Schülern die Themen Ausbildung und Beruf noch schmackhafter zu machen, wurde von einigen Lehrlingen der Stadtverwaltung erstmals ein Preisrätsel zur Ausbildungsinitiative entwickelt, bei dem ihr Wissen rund um die Themen Ausbildungsvertrag, Probe- und Arbeitszeit testen konnten. Trotz Zufriedenheit mit der Messe soll es bei der nächsten Auflage, die für 2020 geplant ist, nach Aussage von Oberbürgermeister Vogel noch mehr Mitmach-Angebote geben.


Die Medieninteressierte

Selina Stein (14): "Ich war bereits zum zweiten Mal auf der Ausbil-dungsmesse in Limbach-Oberfrohna, von der wir in der Schule durch einen Brief vom Bürgermeister der Stadt erfahren haben." Als Schülerin wollte sie sich bei der Veranstaltung einen Überblick darüber verschaffen, was es alles für Studien-gänge gibt. "Später möchte ich gerne irgendetwas mit Medien studieren, da ich es liebe, Texte zu schreiben. Deshalb würde ich gerne in Richtung Journalismus gehen", so die 14-Jährige. Leider war, wie sie sagt, das Angebot an Ausstellern für diesen Berufszweig kaum vorhanden, weshalb sie die Chance genutzt habe, sich auch noch über andere Studiengänge zu informieren. "Der Besuch der Messe hat sich für mich also dennoch gelohnt, um meinen Horizont zu erweitern, Kontakte zu knüpfen und zu lernen, auf die Leute zuzugehen." (gudo)


Der Schülerpraktikant

Felix Daniel (14): "Ich habe in der Schule von der Ausbildungsmesse erfahren und zum ersten Mal eine solche Veranstaltung besucht. Ich wollte gern ein paar Einblicke in die unterschiedlichen Berufsbilder bekommen, da ich im Juni ein zweiwöchiges Schülerpraktikum absolvieren muss. Konkret interessiere ich mich für handwerkliche Berufe, am meisten für den des Mechatronikers. Der Job ist extrem vielseitig, da darin viele handwerkliche Berufe vereint werden. Außerdem habe ich die Aussicht, in ein paar Jahren von einem Freund die Werkstatt zu übernehmen. Am meisten hat mich der Stand von Volkswagen angesprochen. Der Betrieb hat mir Hoffnungen gemacht, dass ich bei entsprechend guten Noten einen Praktikumsplatz bekommen könnte. Der Besuch der Messe hat sich für mich auch wegen der Beratung definitiv gelohnt." (gudo)


Die Studienorientierte

Josephine Glaubitz (18): "Ich wollte mich auf der Ausbildungsmesse über ein duales Studium und die Praxispartner informieren, da ich vorhabe, Medizin-, Textil- oder Umwelttechnik zu studieren." An den technischen Berufen reizt sie, dass man jeden Tag vor eine neue Herausforderung gestellt wird und am Ende des Tages sieht, was man geschafft hat. Am meisten angesprochen hat sie der Stand der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie. Dort werden neue Textilien entwickelt und getestet. "Das wäre für mich eine spannende Aufgabe", so Glaubitz. Sie hat schon mehrere Ausbildungsmessen besucht, wobei sie zum ersten Mal in Limbach-Oberfrohna war. "Der Besuch der Ausbildungsmesse hat sich für mich gelohnt, da ich dadurch einen besseren Einblick in die konkreten Aufgaben in den Betrieben bekommen habe", so Glaubitz. (gudo)

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