Zoll ermittelt gegen Gastwirt

Zwei Beschäftigte nicht bei Sozialkasse gemeldet

Limbach-O./Hohenstein-E..

Weil ein Gaststättenbetreiber zwei ausländische Mitarbeiter illegal beschäftigte, droht ihm jetzt Ärger mit den Behörden. Bei der Kontrolle eines Lokals in Hohenstein-Ernstthal hat der für die Bekämpfung von Schwarzarbeit zuständige Zoll gemeinsam mit der Bundespolizei vier mutmaßliche Verstöße ans Licht gebracht. Ob es sich bei dem Lokal um ein Restaurant, ein Café oder einen Imbiss handelte, sagte ein Sprecher des Erfurter Hauptzollamtes mit Verweis auf den Datenschutz nicht.

Laut dem Sprecher wurden in dem Lokal zwei Menschen beschäftigt, die zwar einen Aufenthaltstitel hatten, jedoch keine Arbeitserlaubnis besaßen. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre das sowohl vom Arbeitgeber als auch von den zwei Arbeitnehmern eine Ordnungswidrigkeit. Zudem wird gegen den Gaststättenbetreiber wegen des Verdachts des Vorenthaltens beziehungsweise Veruntreuens von Arbeitsentgelt ermittelt, weil der Betreiber seine Beschäftigten nicht bei den Sozialkassen angemeldet hatte. Das wäre ein Straftatbestand.

Wie lange die Mitarbeiter schon in der Gaststätte tätig waren und ob tatsächlich Leistungen vorenthalten oder veruntreut wurden, müssen die Ermittlungen zeigen. Bei den Kontrollen waren von insgesamt elf Einsatzkräften auch Gaststättenbetriebe in Limbach-Oberfrohna, Chemnitz und Flöha unter die Lupe genommen worden. (kru)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...