Zu viele Baustellen - Stadt reagiert auf Kritik

Pufferzeiten in Bauplänen sollen Wirrwarr bei Umleitungen vermeiden

Angesichts wiederholter Probleme auf Umleitungsstrecken rund um Baustellen will die Stadtverwaltung nun Konsequenzen ziehen. Zuletzt war unter anderem im Süden der Stadt die Situation entstanden, dass aufgrund mehrerer Baustellen - so auf der Annaberger Straße, dem Südring und auf der Scheffelstraße - Autofahrer unter Umständen von einer Umleitung in die nächste fuhren und es auch auf den Umleitungsstrecken selbst zu Behinderungen kam.

Ein wesentlicher Grund für die Überschneidungen waren Verzögerungen beim Aufbringen einer neuen Fahrbahndecke auf dem Südring. Die Arbeiten dort hatten länger gedauert als ursprünglich geplant. Derweil war entlang der nahegelegenen Annaberger Straße in Altchemnitz mit der Sanierung mehrerer Gleisüberfahrten der Straßenbahn begonnen worden. Und in Harthau ist die Bundesstraße 95 noch bis Ende August voll gesperrt - wegen Arbeiten für einen besseren Hochwasserschutz. "Das ist für Autofahrer mitunter schon schwierig", kritisierte Stadtrat Detlef Müller (SPD) am Dienstagabend im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss der Stadt.


Das aber hat man offenbar auch im Rathaus erkannt. Künftig wolle die Stadt Bauarbeiten innerhalb einer Gegend möglichst nicht mehr zeitlich unmittelbar aufeinanderfolgend planen, erläutert Tiefbauamtsleiter Bernd Gregorzyk. Stattdessen solle zwischen dem voraussichtlichen Abschluss der einen und dem Beginn der nächsten Baustelle eine Pufferzeit vorgesehen werden. Dies soll vermeiden helfen, dass es bei Verzögerungen in unmittelbarer Nachbarschaft zu Überschneidungen von Bauvorhaben und Umleitungsstrecken kommt. Die Kehrseite der Medaille: Womöglich werden künftig weniger Vorhaben realisiert werden können als bislang.

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