Zu viele Tote - Krematorium in Chemnitz erreicht Kapazitätsgrenze

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Die zweite Corona-Welle bringt Mitarbeiter und Technik des Friedhofsbetriebes der Stadt ans Limit. Nun wird nach zusätzlichen Kühl- und Lagerräumen für Verstorbene gesucht.

Mit wenigen Klicks weiterlesen

Premium


  • 1 Monat kostenlos
  • Testmonat endet automatisch
  • E-Paper schon am Vorabend
  • Unbegrenzt Artikel lesen und hören
    (inkl. FP+)
Sie sind bereits registriert? 

2626 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 12
    6
    OlafF
    20.12.2020

    Es ist mit vielen Dingen so, dass sie sich nicht über das Jahr gleichmäßig verteilen. Auch Todesfälle mit nachgewiesener Übersterblichkeit nach Hitzeperioden, wie in diesem Sommer. Das gleiche passiert, wenn Kranke sich aus Angst und wegen fehlenden Möglichkeiten nicht behandeln lassen. Wahrheit ist eine subjektive Angelegenheit. Glauben und Wissen sehen einander zum Verwechseln ähnlich. Man kann mit Recht fragen, ob sie nicht dasselbe sind.
    Einige Leute beurteilen die Wahrheit in Grenzfällen deshalb nicht nach ihrer Gültigkeit, sondern nach ihrer Nützlichkeit.«

  • 2
    10
    Interessierte
    20.12.2020

    Das sind die vielen toten Erzgebirgler , die hier verbrannt werden sollen bzw. müssen und dann auf ihren Friedhöfen beigesetzt werden , denn die haben ja` nicht in jedem Ort ein Krematorium .....

  • 3
    3
    Schützenfrau
    20.12.2020

    Da fast alle Gestorbenen mit oder an Corona sterben , ist nur eine Feuerbestattung zugelassen . Also wer seine Angehörigen normal beerdigen möchte , darf das nicht .

  • 8
    5
    KTreppil
    19.12.2020

    Wer nichts weiß, muss alles glauben. Die aktuelle Realität heißt, da wir nicht wirklich viel über Corona wissen, müssen wir vieles glauben. Ich will keinesfalls in Abrede stellen, dass Corona momentan wütet und keinesfalls leugnen, dass es leider viel zu viele Tote gibt. Aber auch wenn man viel zu wenig weiß, muss man nicht alles glauben. Die Wahrheit liegt denk ich irgendwo in der Mitte, zwischen Panik, Heuchelei und Lüge. Es ist wichtiger und schwerer denn je, die Wahrheit zu finden und bei ihr zu bleiben.

  • 4
    2
    Erz65
    19.12.2020

    @TWe: Sie waren wohl in den letzen Jahren bei vielen Beerdigungen, wenn sie so genau bescheid wissen. Mein Vater ist vor einigen Jahren verstorben und im Sarg beerdigt worden, der Grabstelle sieht man dies aber nicht an, da er auf der "Grünen Wiese" beerdigt werden wollte, und bei anderen 8 Beerdigungen war es bei 4 ebenso nur zwei waren Urnenbestattungen. Soviel zu ihrer Theorie.

  • 11
    5
    Steuerzahler
    19.12.2020

    @TWe: „ Oder wollen Sie den Mitarbeitern des Krematoriums unterstellen, dass sie die Verstorbenen herbei reden und diese tatsächlich gar nicht existieren?“
    Wo bitte habe ich das nur ansatzweise behauptet? Wenn Sie richtig lesen, habe ich sogar einen Faktor für die Überlastung versucht zu finden. Ihr Kommentar ist leider der Beweis dafür, wie hier leider oft diffamiert wird. Ihre Frage hinsichtlich der Statistik ist einfach zu beantworten: Nein, mir liegt keine Statistik vor. Da ich aber nichts behaupte, was ich nicht beweisen kann, soviel zu Ihrer Frage: Meine Familie musste in letzter Zeit vor Corona von DREI lieben Menschen Abschied nehmen. Bei KEINEM des jeweils beauftragten Beerdigungsinstitutes gab es das Ansinnen, in Chemnitz einzuäschern. Es hieß stets, aus Kostengründen machen wir das in xy! Nun können Sie mir glauben oder nicht, oder möchten Sie die Belege sehen?

  • 10
    4
    Zeitungss
    19.12.2020

    @Kreppil: So vergesslich ist die Welt. Mit den verscharrten Leichen in einem Wald in Polen kann ich mich noch recht gut erinnern, nur die bisherigen roten Bewertungen nicht. Es gab damals auch Berichte über Sammeltransporte von Leichen nach Tschechien, welche die Angehörigen im Bus begleiten und den letzten Gang hautnah miterleben durften.
    Des weiteren gab es Berichte, wie man das Krematorium Meißen an die Kapazitätsgrenze brachte mittels entsprechender Preisgestaltung.

  • 3
    6
    Inke
    19.12.2020

    https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/corona-in-sachsen-wenn-der-platz-fuer-die-toten-knapp-wird-a-1e8cc892-32a4-480e-af9c-bf2f23e5659a?sara_ecid=soci_upd_wbMbjhOSvViISjc8RPU89NcCvtlFcJ

  • 10
    5
    KTreppil
    19.12.2020

    Steuerzahler und SandyB..., beide liegen nicht völlig falsch. Man erinnere sich an einen spektakulären Fall (um 2012 ), als ein Lieferwagen samt Leichen gestohlen wurde und in Polen aufgefunden wurde. In diesem Zusammenhang kann ich mich an Berichterstattung in verschiedenen Medien erinnern, wo zu Tage kam, dass es zumindest zu dem Zeitpunkt nicht unüblich war, dass Einäscherungen aus Kostengründen nicht unbedingt im nächstliegenden Krematorium und manchmal (bei grenznaher Lage) sogar im Ausland stattfinden. Dass dies auch bis in 2020 hinein üblich war, ist nicht völlig abwegig, dass die C.Vorschriften das nun einschränken u. deshalb mit zu dem beschriebenen Zuwachs führen, auch nicht völlig abwegig. Natürlich ist die Zahl der leider stetig steigenden Todesfälle in Zusammenhang mit Corona der Hauptgrund, direkt und indirekt. Dennoch würde eine Recherche der FP, inwieweit diese Praxis bis vor kurzem üblich war, zu einem objektiven Blick auf die Lage beitragen und Panik entgegen wirken.

  • 8
    8
    TWe
    19.12.2020

    @Erz65
    Mit Ihrer Vermutung liegen Sie ganz sicher falsch. Erd- (d. h. Sarg-)Bestattungen) spielen in Chemnitz schon lange keine nennenswerte Rolle mehr. In ländlichen Gemeinden war das früher anders. Aber auch das hat sich zwischenzeitlich geändert.

    Laufen Sie mal über den Friedhof und suchen Sie entsprechende Grabstellen mit Beerdigungen (d. h. Sargbestattungen) aus den letzen 20 Jahren. Diese erkennt man schon von weitem an der Größe der Grabstelle und für die zeitliche Einordnung an der Aufschrift am Grabstein.

    Es wird Ihnen kaum bis gar nicht gelingen, auch nur eine einzige dementsprechende Grabstelle zu finden.

    Der allgemeine Trend zur Einäscherung hat in unserer Gegend zumindest in den Großstädten übrigens bereits vor weit über 30 Jahren (also noch zu tiefsten DDR-Zeiten) begonnen.

  • 9
    10
    TWe
    19.12.2020

    @SandyB1980
    Ich weiß nicht, worauf Sie Ihre abwegige Vermutung vom "Großteil" gründen.

    Ich hoffe mal, dass Sie sich nicht so schnell, um einen Todesfall in der Familie kümmern müssen.

    Glauben Sie mir, der Bestatter setzt die Kosten für die Einäscherung 1 zu 1 auf seine Rechnung, so wie sie im vom Krematorium berechnet werden. Von einer "kostengünstigen" Einäscherung hat er finanziell nichts. Wenn die Einäscherung im Ausland stattfindet, dann erfolgt das nach dem Willen bzw. im Einvernehmen mit den Angehörigen. Ohne eine solche dürfte er den Leichnam nicht ins Ausland verbringen.

    Dennoch handelt es sich hier um Einzelfälle und nicht um den "Großteil".

  • 14
    10
    SandyB1980
    19.12.2020

    @TWe:

    „Steuerzahler“ hat vollkommen Recht. Ein Großteil der Einäscherungen findet sonst in Tschechien bzw Polen statt, um ein paar Euro zu sparen.
    Das fällt nun durch die Grenzschließung weg.

    Und da es in der Region nunmal nur das Krematorium in Chemnitz bzw Zwickau gibt, steigen dort zwangsläufig die Zahlen.

    Bestatter aus der Region Glauchau weichen ebenfalls schon auf Thüringen aus...

  • 5
    12
    Erz65
    18.12.2020

    @Steuerzahler: Was auch noch ein Grund sein könnte, das die Krematorien überlastet sind, ist das an/mit/durch Corona Verstorbene eingeäschert werden, die unter normalen Umständen im Sarg beerdigt worden wären.

  • 17
    14
    cn3boj00
    18.12.2020

    Nur zur Erinnerung: es geht hier um Verstorbene und nicht ums Einkaufen.
    Zu den hier genannten Zahle noch zwei:
    In Chemnitz sind 2019 im Durchschnitt pro Tag 9 Personen verstorben. Aktuell versterben zu den "normalen" Todesfällen allein 5 mit Corona.
    Und Chemnitz dürfte keine Ausnahme sein. In ganz Sachsen verstarben 2019 täglich 150 Personen, aktuell sind es täglich allein 120 mit Corona.

    In der ganzen Grippesaison 2019/20 hatte Sachsen 50 Tote mit Influenza. Wer immer noch behauptet, Corona sei ungefährlich und nicht schlimmer wie eine mittlere Grippe ist offensichtlich informationsresistent. Dass es deutschlandweit ausgerechnet in Sachsen wohl auch davon am meisten gibt macht die Sache um so schlimmer.

  • 9
    11
    TWe
    18.12.2020

    @Steuerzahler
    "wie häufig durch Chemnitzer Beerdigungsunternehmen praktiziert, in Meißen oder auch Tschechien und Polen oder anderswo aus Kostengründen eingeäschert wird"

    Worauf gründen Sie denn diese abwegige Vermutung? Liegt Ihnen eine Statistik vor, mit der die Einschätzung "häufig" untermauert wird?

    Oder wollen Sie den Mitarbeitern des Krematoriums unterstellen, dass sie die Verstorbenen herbei reden und diese tatsächlich gar nicht existieren?

    Das ist doch mal eine ganz neue Variante von Verschwörungstheorie.

  • 11
    8
    TWe
    18.12.2020

    @AliceAndreas
    "tägliche Schnelltest der Mitarbeiter wären eine Lösung gewesen"

    Mit täglichen Schnelltests halten das Virus nicht aus Pflegeheimen fern. Zum einen sind diese Tests nicht ansatzweise so zuverlässig wie PCR-Tests. Es besteht also das Risiko, dass eine Reihe von Mitarbeiter falsch positiv getestet wird und diese dann beim Dienst fehlt. Das zweite Risiko besteht darin, dass einige falsch negative durchrutschen und das Virus hineintragen.

    Das größte Risiko bringen aber die Besucher mit sich. Diese desinfizieren sich am Eingang häufig nicht mal die Hände.

    Die konsequenteste Strategie ist, überhaupt keine Besucher rein- und die Bewohner nicht mehr aus ihren Zimmern rauszulassen. Das ist dann aber gleichzusetzen mit einem Seniorenknast.
    Es ist eine Illusion daran zu glauben, dass man die Bewohner von Pflegeheimen nachhaltig schützen kann. Letztlich funktioniert auch das nur, wenn sich alle an die Regeln halten und die Pandemie damit (hoffentlich) zurückgedrängt wird.

  • 29
    12
    AliceAndreas
    18.12.2020

    Als Ergänzung eine Zahl aus Schleswig-Holstein : 89% der Verstorbenen waren Bewohner von Heimen!

  • 29
    15
    Steuerzahler
    18.12.2020

    Für eine vollständige Beurteilung der Lage wäre in dem Artikel zu recherchieren gewesen, in wie weit die bisher üblichen Einäscherungen außerhalb von Chemnitz noch möglich sind. Sollte das nicht mehr durch die Beschränkungen möglich sein, dass z. B. wie häufig durch Chemnitzer Beerdigungsunternehmen praktiziert, in Meißen oder auch Tschechien und Polen oder anderswo aus Kostengründen eingeäschert wird, dann ist es natürlich klar, dass in Verbindung mit der derzeit erhöhten Mortalität hier plötzlich ein Engpass entsteht.

  • 40
    12
    AliceAndreas
    18.12.2020

    Bei der täglichen Diskussion über Masken, Kennzeichen, Abständen, Schulen, Demos, AfD und "Leugnern" sollte man nicht vergessen wo der Großteil der Verstorbenen her kommt - nämlich aus den Pflegeheimen.

    Und genau dort hatte der Staat ein halbes Jahr Zeit Maßnahmen zu ergreifen!

    Seit dem 01.07. (weltweites Öffnen der Grenzen und entsprechend dem ansteigen der Zahlen 2 Wochen später) war klar das es die 2. Welle gibt.

    Genau so war es klar das die Heime wieder am dramatischten betroffen sein würden - tägliche Schnelltest der Mitarbeiter wären eine Lösung gewesen um das Virus aus den Einrichtungen zu halten ... getan hat man nichts!

  • 15
    7
    Haecker
    18.12.2020

    @KarlChemnitz: Wieviel große Supermärkte in Chemnitz besuchen Sie denn? Na gut, ich habe in meinem Umkreis 3 Märkte, die ich hin und wieder aufsuche. So viel fremde Kfz-Kennzeichen sehe ich da nicht. @Julk 1988 und @Gegs haben schon auf 2 Aspekte hingewiesen, die nicht zu beanstanden sind. Es gibt noch einen weiteren: Einkaufen in Supermärkten ist im Umkreis von 15 km erlaubt. Einwohner von Limbach-Oberfrohna, Hohenstein-Ernstthal, Burkhardtsdorf oder Niederwiesa dürfen ganz normal in einigen Chemnitzer Supermärkten einkaufen, soweit diese nicht am entgegengesetzten Ende der Stadt liegen. Das alles geht auch in Ordnung. Nicht in Ordnung (und möglicherweise zur Verbreitung des Virus beigetragen) war die Regelung in der bis zum 13.12. geltenden sächsischen Corona-Verordnung, im gesamten Nachbarkreis einkaufen gehen zu dürfen. Aber das ist nun korrigiert.
    Nun noch etwas: Wie wieviele solcher Gruppen in den Wäldern haben Sie denn in den letzten 2 Wochen gesehen?

  • 57
    4
    Gegs
    18.12.2020

    Ich stehe auch jeden Tag mit fremden Kennzeichen in Chemnitz, ich arbeite nämlich dort und kaufe aufgrund meines engen Zeitplans hier auch ein. Ist übrigens ausdrücklich erlaubt.

  • 52
    10
    Julk1988
    18.12.2020

    @KarlChemnitz wenn man nur nach den Kennzeichen geht dann trifft man auch viele die ihren Wohnort mittlerweile in Chemnitz haben. Jedenfalls ist es in Sachsen seit Jahren so das man sein Kennzeichen mitnehmen kann und es nicht zwangsläufig ein Ortskennzeichen sein muss.
    Geschweige den die Firmen-KFZ.
    Was helfen würde wären Kontrollen. Wie realistisch das durchgeführt wird sehen wir ja aktuell in allen anderen Bereichen wo Kontrollen nach den Verordnungen angebracht wären.

  • 67
    35
    Wika1
    18.12.2020

    Bilder aus Bergamo in Italien, die wir noch im Frühjahr mit Grauen konsumiert haben, scheinen jetzt auch bei uns Realität zu werden. Aber viele Zeitgenossen machen sich mehr Gedanken, in welcher Rossmann-Filiale sich das Shoppen von Spielzeug noch als Ersatzerlebnis lohnt. Man hat ja schließlich seine triftigen Gründe. Weihnachten lassen wir uns nicht verbieten, auch wenn der eine oder andere hinterher einen Sarg braucht.

  • 72
    29
    OmaundOpa
    18.12.2020

    Masken nicht nur als Kinnwärmer, sondern die EINWEG Masken, mittlerweile so dreckig und vollgeschnieft jeden Tag wieder im Gesicht , wieder dieselben Leute. Man ekelt sich, sagt aber nichts... Es müssen viel mehr Kontrollen gemacht werden!

  • 81
    26
    Deluxe
    18.12.2020

    "In den Läden immer noch viele Engstirnige, die Ihre Maske als Kinnwärmer tragen"

    Stimmt.
    Aber auf BEIDEN Seiten der Ladentheken! Die Verkäuferinnen scheren sich ebenfalls einen feuchten Kehricht um Regeln, nicht nur die Kunden!

  • 105
    42
    KarlChemnitz
    18.12.2020

    Wahrscheinlich müssen die Särge erst auf der Reichenhainer Straße gelagert werden, damit hier der eine oder andere aufwacht. Ich wundere mich schon lange nicht mehr darüber, warum trotz der gesetzlich vorgeschriebenen Regeln die Zahlen immer weiter steigen: Viele kümmern sich einen feuchten Kehricht darum und Kontrollen finden faktisch nicht statt. Bitte schaut Euch die KFZ-Kennzeichen auf den Parkplätzen der großen Supermärkte in Chemnitz an: ERZ, Z, V. In den Läden immer noch viele Engstirnige, die Ihre Maske als Kinnwärmer tragen, in den Wäldern größere Wandergruppen in Glühweinlaune usw. Es hilft niemandem, einen Schwibbogen als Zeichen der Herzenswärme und Solidarität ins Fenster zu stellen, sich aber tagtäglich absolut egoistisch zu verhalten!