Züchter bereiten Alpaka-Schau in Burgstädt vor

Mehr als 100 Aussteller zeigen rund 240 Tiere auf dem Reitplatz. Das Interesse nimmt zu - aus mehreren Gründen.

Burgstädt.

Seit neun Jahren findet in Burgstädt eine Tierschau mit Alpakas auf dem Platz des Reitvereins St. Georg statt. Das Interesse der Teilnehmer und Besucher steigt stetig. Am 15. und 16. Oktober ist es wieder soweit. Veranstalter sind Jörg Hübner und Annett Hansemann, die seit 13 Jahren die kleine Kamelart mitten im Oberlausitzer Bergland züchten. Zur ersten Show mit 2800 Besuchern im Jahr 2007 zeigten 47 Aussteller 80 Alpakas. Dieses Jahr sind mehr als 100 Züchter angemeldet, die 240 Tiere vorstellen. Laut Alpaka-Zuchtverband gibt es in Deutschland 575 organisierte Züchter mit über 10.000 Tieren. Das Land ist zweitstärkster Markt für Alpakas innerhalb von Europa, heißt es.

Alpakas zählen zu den ältesten Nutztierrassen der Welt. In Südamerika werden sie seit rund 5000 Jahren domestiziert. Während ihre nächsten Verwandten, die größeren und stärkeren Lamas, in den Andenregionen als Lastentiere genutzt wurden, züchteten schon die Inkas Alpakas wegen ihrer feinen Wolle. Ein Tier kann pro Jahr etwa sechs Kilogramm Vlies - so wird die Wolle genannt - liefern. Das Alpaka ist mit 22 echten Naturfarbtönen von Champagner bis Schokolade weltweit das Tier mit der größten Farbvielfalt. In Deutschland werden Alpakas nicht nur wegen der Wolle gezüchtet. Aufgrund ihres ruhigen und friedlichen Charakters werden sie in der tiergestützten Therapie eingesetzt. "Aber auch Trekkingtouren werden immer beliebter", sagt Züchter Jörg Hübner.

In Burgstädt gibt es Vorträge beispielsweise zur artgerechten Fütterung und Schertechniken. Halter können ihre Tiere durch die britische Richterin Catherine Lloyd bewerten lassen. Punkte gibt es für den Körperbau und die Vliesqualität. Für die Schau mietet der Veranstalter eine Reithalle an und lässt Zelte aufbauen, wo die Tiere Platz finden und betreut werden. "Vor der Teilnahme müssen die Tiere auf Krankheiten untersucht werden", sagt Hübner. Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landkreises Mittelsachsen bestätigt, dass es in die Vorbereitungen mit einbezogen wird. Durch die Behörde sei für die Show ein Genehmigungsbescheid erlassen worden, der sowohl tierseuchenrechtliche als auch tierschutzrechtliche Forderungen enthält, sagt eine Sprecherin. Die Belastung für die Tiere sei gering, weil der Treff eine reine Ausstellung sei. Ein spezialisierter Tierarzt sei vor Ort.

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