Zwei Millionen Euro für Einrichtung einer Gedenkstätte

Chemnitz.

Der Verein, der im ehemaligen Kaßberg-Gefängnis in Chemnitz einen Lern- und Gedenkort eingerichtet hat, erhält vom Freistaat zwei Millionen Euro für die Errichtung einer Gedenkstätte. Das teilte der Vereinsvorsitzende Jürgen Renz am Dienstagmorgen mit. Nach seinen Angaben handelt es sich bei der Förderung um Mittel aus dem Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der DDR. "Wir freuen uns sehr darüber, dass der Freistaat Sachsen einen essentiellen Beitrag zur Errichtung einer Gedenkstätte auf dem Areal des ehemaligen Kaßberg-Gefängnisses leistet", so Renz. Er betrachtet die Förderung auch als Wertschätzung für die Arbeit des Vereins und als Signal an die Opfer der Repressionsgeschichte auf dem Kaßberg.

Über Chemnitz und Umgebung hinaus erlangte das Kaßberg-Gefängnis im Zusammenhang mit dem Freikauf von etwa 33.000 Gefangenen der DDR durch die Bundesrepublik Deutschland Bekanntheit.

Das Projekt Gedenkort Kaßberg wurde realisiert in Form eines Einschnitts in die ehemalige Gefängnismauer, in den die Ausstellungsarchitektur zur Geschichte des Gefängnisses in Gestalt einer beidseitig hinterleuchteten Glaswand als Informationsträger eingefügt wurde. (gp/um)

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