Zwei neue Blitzer in Lichtenwalde

Ein Unfallschwerpunkt soll entschärft werden. Deshalb hat die Behörde die Geräte aufgebaut - und an anderer Stelle abgezogen.

Lichtenwalde/Burgstädt.

Vorsicht, Blitzer! So heißt es auf der Niederwiesaer Straße in Lichtenwalde. Der graue Kasten, der Richtung B 169 misst, ist scharf geschaltet. Das hat das Landratsamt auf Anfrage mitgeteilt. Der Zweite, der Rasern gen Niederwiesa zum Verhängnis wird, werde in Kürze in Betrieb genommen. Einen Termin nennt das Amt nicht, für die Verzögerung gibt es technische Gründe an.

Keine 300 Meter lang ist die Ortsdurchfahrt. Es musste gehandelt werden, denn für die Polizei galt dieser Streckenabschnitt seit Jahren als Unfallschwerpunkt. So begründet die Kreisverwaltung die Entscheidung für den Bau der beiden stationären Blitzer. Häufigste Unfallursache sei überhöhte Geschwindigkeit gewesen. Diskutiert wird im Ort aber nicht nur über die Radarfalle. Anwohner kritisieren, dass der Blitzer die Sicht behindere, wenn man von der August-Bebel-Straße auf die Staatsstraße abbiegen will. Das Amt sieht das anders: "Bei der Planung der Anlage wurde berücksichtigt, dass nichts die notwendige Sicht beeinträchtigen darf. Diese Vorgaben wurden eingehalten", heißt es in der Antwort von Pressereferentin Cornelia Kluge.

Anfang September waren die beiden stationären Geräte an der Chemnitzer Straße in Burgstädt abmontiert worden. In Höhe des Don-Bosco-Jugendwerkes waren die Messanlagen im März 2018 errichtet worden, weil dort zu viel gerast wurde, hieß es zur Begründung. Doch als zu wenig Verstöße festgestellt wurden, entschied das Landratsamt, die Blitzer wieder abzubauen. Allerdings war die Chemnitzer Straße wegen Brückenbauarbeiten vom Herbst 2017 bis Herbst 2019 halb- bzw. vollgesperrt. (ka/bj)

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