Zweijähriger Straßenbau-Marathon startet

Ab nächste Woche ist die Hauptstraße in Neukirchen nicht mehr durchgängig befahrbar - Behörde: Halbseitige Sperrung nicht möglich

Neukirchen.

Erneut wird wegen Bauarbeiten die Hauptstraße in Neukirchen voll gesperrt. "Freie Presse" beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das größte Bauvorhaben der nächsten Jahre in der Gemeinde.

In welchem Zeitraum und in welchen Abschnitten wird die Hauptstraße gebaut?

Die Bauarbeiten beginnen am Montag. Dann werden die Schilder aufgebaut, einen Tag später gilt die Vollsperrung, erklärte Gert Bönitz, Referent des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, in einer Einwohnerversammlung. Die Behörde ist der Bauherr der Ortsdurchfahrt, da diese als Staatsstraße 239 eingeordnet ist. Ziel ist es, das 1,4 Millionen Euro teure Bauvorhaben im Herbst 2018 abzuschließen, teilte das Amt gestern mit. In dieser Zeit werden 1193 Meter Straße in fünf Abschnitten grundhaft ausgebaut. Ursprünglich waren vier Teilstücke geplant, doch um sicherzustellen, dass der erste Abschnitt dieses Jahr komplett erneuert wird, wurde er verkürzt.

Welches Teilstück wird zuerst in Angriff genommen?

Die 120 Meter zwischen der Goethestraße und der Zufahrt zu den Gebäuden 50/52 der Hauptstraße im Bereich der Oberschule kommen zuerst an die Reihe. Dieser Abschnitt erhielt während des Stützmauerbaus am parallel verlaufenden Dorfbach nur eine provisorische Decke. "Die wird den Winter nicht überstehen, deshalb muss sie noch 2016 gebaut werden", erklärte Bürgermeister Sascha Thamm. In welcher Reihenfolge danach die Abschnitte saniert werden, steht noch nicht fest. "Darüber wird die Baufirma informieren", so Gert Bönitz.

Was wird neben der Straße noch gebaut?

Es entstehen Parkbuchten, Bushaltestellen und an beiden Seiten der Straße neue Gehwege. Auch die Laternen der Straßenbeleuchtung werden versetzt und für die Nutzung mit LED-Leuchten vorbereitet, sagte Thamm gestern. Zudem beteiligt sich der Wasserversorger RZV Lugau-Glauchau an der Sanierung und nimmt Anpassungsarbeiten an den Trinkwasseranlagen vor. Die Fahrbahn selbst wird in vier Schichten 51 Zentimeter hoch gebaut und 6,50 Meter breit. Die Straße erhält zudem Anlagen für die Entwässerung.

Warum erfolgt der Straßenbau nicht halbseitig?

Um die Bauarbeiter zu schützen und die Richtlinien zur Absicherung von Baustellen einzuhalten, gilt die Vollsperrung, erläuterte Referent Bönitz. Neben der zu bauenden halben Fahrbahn von 3,25 Meter Breite sowie dem nötigen Platz für Arbeiter, Bagger und Absperrgitter würden noch 1,20 Meter Straße übrig bleiben, erklärte er. "Ein Fahrstreifen muss aber 2,75 Meter breit sein. Deshalb ist Bauen unter Verkehr nicht möglich."

Wird die Ortsdurchfahrt im Winter befahrbar sein?

Ja. Bürgermeister Thamm sagte gestern, dass die Straße sowohl während des kommenden Winters als auch in der kalten Jahreszeit 2017/18 geöffnet wird. In diesem Jahr will die Baufirma aus Chemnitz bis Anfang Dezember arbeiten. Das sei jedoch von der Witterung abhängig, so der Bauleiter zur Einwohnerversammlung.

Welche Umleitung müssen Autofahrer in Angriff nehmen?

Die Strecke führt über die Stollberger Straße, die Straße zum Gewerbepark und die Adorfer Straße. Linienbusse fahren über die Feld- und die Südstraße. Laut Busunternehmen RVE wird die Haltestelle Oberschule in die Feldstraße im Einmündungsbereich zur Hauptstraße verlegt. Für die Linie 201 tritt ein Umleitungsfahrplan in Kraft. Ab Chemnitz-Hutholz gibt es geänderte Abfahrtszeiten. Auf der Linie 200 ist mit Verspätungen zu rechnen.

Wie erhalten die Anlieger Informationen über die Arbeiten?

Die Anwohner werden mit Handwurfzetteln drei Tage vor wichtigen Bauarbeiten wie etwa dem Einbau von Asphalt informiert. "Uns ist ein fairer Umgang mit der Bevölkerung wichtig", so der Bauleiter. Mit Fragen können Einwohner auch ins Rathaus kommen. Die Mitarbeiter nehmen die Anliegen mit in die wöchentliche Bauberatung.

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