Corona-Fälle an zwei Schulen und einem Hort in Mittelsachsen

Die Anzahl der Infizierten im Augustusburger Gymnasium steigt weiter. Auch ein Schüler einer Grundschule in Penig und eine Erzieherin aus einem Hort in Roßwein wurden positiv auf das Virus getestet.

Augustusburg/Penig.

In Mittelsachsen wird die zweite Schule als Folge eines bestätigten Corona-Falls geschlossen. Wie die Stadtverwaltung Penig am Sonntagnachmittag mitteilte, ist ein Schüler der Erich-Kästner-Grundschule positiv auf das Coronavirus getestet worden. Um die anderen Kinder der betroffenen Klasse zu schützen, befinden sich diese nun laut Bürgermeister Thomas Eulenberger (CDU) in häuslicher Quarantäne.

Das Gesundheitsamt des Landkreises werde jetzt die Kinder der Klasse sowie Lehrer und Erzieherinnen einem Coronatest unterziehen. Die Stadt als Schulträger habe zudem entschieden, alle anderen Klassen der Grundschule, in der rund 170 Kinder unterrichtet werden, ab Montag bis einschließlich Freitag in häusliche Lernzeit zu schicken. Eine Notbetreuung in Schule und Hort werde aber angeboten.

Die Infektionskette lässt sich dabei vom Grundschüler in Penig zu einer Lehrerin des Augustusburger Gymnasiums zurück verfolgen. So hatte sich laut Bürgermeister Eulenberger der Peniger Junge vermutlich bei einem Geschwisterkind seiner Familie angesteckt, das bereits am Freitag positiv getestet worden sei. Dieses Geschwisterkind sei zuvor in Chemnitz an einer Schule unterrichtet worden, die ebenso wie das Regenbogengymnasium Augustusburg zum Träger DPFA gehört. An beiden Einrichtungen habe jene Lehrerin unterrichtet, bei der bereits am vergangenen Montag ein positives Corona-Testresultat bekannt wurde. Das bestätigte auch die Sprecherin des Schulträgers DPFA-Schulen Caroline Lindner: "Es trifft zu, dass jene positiv getestete DPFA-Lehrkraft, die in Augustusburg unterrichtet, auch in der beruflichen Ausbildung an unserem Chemnitzer Standort unterrichtet hat." Die Lehrerin sei aber nicht an den Chemnitzer allgemeinbildenden Regenbogen-Schulen im Einsatz gewesen. Die zehn Berufsschüler, die in Kontakt mit der Lehrerin standen, seien umgehend in Quarantäne geschickt worden.

Derweil ist die Anzahl der Corona-Fälle, die im Zusammenhang mit dem Regenbogengymnasium in Augustusburg stehen, auf 33 gestiegen. Das teilte das Landratsamt Mittelsachsen am Samstag mit. Demnach seien sieben von 300 Tests, die am Freitag bei Kontaktpersonen der bislang positiv getesteten Schüler durchgeführt wurden, positiv ausgefallen; eine weitere Person wurde vom Hausarzt getestet. Auch bei ihr liegt eine Infektion mit dem Covid-19-Virus vor. Nun werden Kontaktpersonen der Infizierten ermittelt und getestet. Alle vorsorglichen Abstriche aus einem Pflegeheim waren negativ. In Mittelsachsen wurden somit seit März 292 Menschen positiv getestet. Am Sonntag gab das Amt keine neuen Zahlen heraus.

Laut Augustusburgs Bürgermeister Dirk Neubauer gehen drei weitere Familienverbände in Quarantäne. Er äußerte die Vermutung, dass die positiv getestete Lehrerin im Gymnasium nicht die einzige Virus-Überträgerin in der Klasse war.

Nachdem bei einer Erzieherin in einem Roßweiner Hort das Coronavirus nachgewiesen worden war, sind am Samstag 16 Kinder sowie weitere Familienangehörige in Mittweida getestet worden. Ob die Einrichtung geschlossen werden muss, wird erst am Montagvormittag feststehen. Wie der Roßweiner Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) am Sonntag erklärte, liegen die Testergebnisse noch nicht vor. Die Quarantäne betreffe zwei Erwachsene und eine Hortgruppe.

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