Das Gespenst von Marrakesch

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Eine internationale Vereinbarung auf Ebene der Vereinten Nationen sorgt für Unruhe. Während die meisten Länder der Welt und fast alle im Bundestag vertretenen Parteien den Erfolg verhalten loben, warnt eine kritische Minderheit vor Chaos und Untergang

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1616 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 6
    3
    gelöschter Nutzer
    14.11.2018

    @ Ellen16. Es ist traurig, was sich da für Tragödien und Schicksale im Mittelmeer abspielen. Es ist schlimm, dass dort Menschen sterben.
    Es stellt sich jedoch die Frage nach dem WARUM? Über die Fluchtursachen wurde hier schon viel geschrieben. Alles nicht so einfach!
    Man muss jedoch auch die Frage nach den direkt Verantwortlichen für dieses Leid stellen oder mal anders gefragt.
    Wenn sie aus Afrika weg möchten und von ihrem Schlepper hören, wie viele Menschen es schon über das Mittelmeer nach Europa geschafft haben, hoffen sie dann nicht auch es zu schaffen?
    Wenn sie in internationalen Medien verfolgen, wie den Ankommenden geholfen wird. Wie sie auf Länder aufgeteilt oder zu mindestens in Sizilien Schutz finden. Wollen sie dann nicht auch dort hin?
    Wenn sie Aussicht darauf haben von Schiffen (NGO) kurz hinter der 7-Meilen-Zone abgeholt zu werden, würden sie dann nicht auch das Risiko als überschaubar halten?
    In meinen Augen hat hier das internationale Management total versagt! Diesen Exitus konnte man zwar nicht zu 100 Prozent verhindern. Aber hätte ihn größtenteils verhindern können, indem man die Menschen nicht erst in ihr Verderben rennen lässt. Diese Toten kann man auch den NGO`s anlasten.

  • 6
    4
    gelöschter Nutzer
    14.11.2018

    @blackadder

    zu "Propaganda pro Migration"
    Im Pakt unter 10:
    "Wir müssen außerdem allen unseren Bürgerinnen und Bürgern objektive, faktengestützte und klare Informationen über die Vorteile und Herausforderungen der Migration vermitteln, um irreführende Narrative, die zu einer negativen Wahrnehmung von Migranten führen, auszuräumen."
    Also ausschließlich ergebnisorientierte Information bzgl. "Vorteile und Herausforderungen der Migration" und Informationen, "die zu einer negativen Wahrnehmung von Migranten führen", sind als "irreführende Narrative" zu stigmatisieren. "Irreführend" darf man hier bzgl. des Ziels und nicht bzgl. des Wahrheitsgehaltes verstehen. "Irreführende Narrative", die zu einer postiven Wahrnehmung von Migration führen, sind davon nicht betroffen. Hier wird nicht etwa ein ergebnisoffener, faktenbasierter Dialog gefordert, sondern Ziel der Informationen und Ergebnis des Dialogs sind von vornherein vorgegeben.

    Weiterhin im Pakt unter 33 c)
    "unter voller Achtung der Medienfreiheit eine unabhängige, objektive und hochwertige Berichterstattung durch die Medien, einschließlich Informationen im Internet, fördern, unter anderem durch Sensibilisierung und Aufklärung von Medienschaffenden hinsichtlich Migrationsfragen und -begriffen, durch Investitionen in ethische Standards der Berichterstattung und Werbung und durch Einstellung der öffentlichen Finanzierung oder materiellen Unterstützung von Medien, die systematisch Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und andere Formen der Diskriminierung gegenüber Migranten fördern;"
    Erst "Medienfreihet" postulieren und danach konkretisieren, was mit Medienfreiheit schwer vereinbaren ist. Man beachte, das für Sanktionen die _*Förderung*_ von "Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus ..." allein ausreicht. Das schließt auch wahrheitsgerechte Berichterstattung ein. Weiterhin besteht wie immer das Problem, wer nach welchen Kritierien genau das feststellen soll.

    zu "ausschließlich positiven Betrachtung von Migration"
    Im Pakt unter 9:
    "Migration war schon immer Teil der Menschheitsgeschichte, und wir erkennen an, dass sie in unserer globalisierten Welt eine Quelle des Wohlstands, der Innovation und der nachhaltigen Entwicklung darstellt und dass diese positiven Auswirkungen durch eine besser gesteuerte Migrationspolitik optimiert werden können."

  • 8
    1
    gelöschter Nutzer
    14.11.2018

    @ Distelblüte ich möchte ihre Frage nach dem Wunsch-Deutschland aufgreifen, auch wenn sie nicht mir galt. Ich sehe jedoch einen direkten Bezug auf das hier diskutierte Thema.
    Ganz sicher ist es kompliziert. Auch weil die heutige Welt global gemacht wurde und nicht vordergründig den produktiven Menschen nützt.
    Die Basis des Zusammenlebens ganz unterschiedlicher Menschen ist Frieden. Frieden kann es nur geben, wenn es den Ausgleich von Interessen gibt und ein Gleichgewicht beim Nutzen.
    Ich sehe es sehr problematisch, dass man meint, andere Länder bekehren zu müssen, ihnen Demokratie und Wohlstand bringen zu wollen. Egal wie ungerecht, gar unmenschlich es irgendwo auf dieser Welt zu gehen mag. Veränderungen sollten stets aus dem Land, dem Volk selbst kommen. Leider mischen sich jedoch immer wieder fremde Mächte ein, destabilisieren zu ihrem Nutzen ganze Kontinente. Da hält sich auch keiner an die UN-Charta!
    Was spricht gegen souveräne Nationalstaaten, die im friedlichen Interessenausgleich Handel und Freundschaft mit anderen Ländern betreiben?
    Wenn man die Europäische Union, das EU-Parlament, den EuGH ect. her nimmt und das alles mal weiter denkt, dann kommt man notgedrungen zu einem Weltstaat mit einer UN-Regierung und UN-Gesetzen. Ich glaube nicht, dass das funktionieren wird. Im Umkehrschluss erleben wir gerade, dass auch eine EU an ihre Grenzen stößt (UK, Italien, Griechenland...).
    Aber zurück zu Deutschland. Deutschland wünsche ich mir als wirklich souveränes Land mit einer selbst gewollten Identität und der Erhaltung von Traditionen und Tugenden, der Hoheit über seine Grenzen und damit der Eigenbestimmung über Ein- und Ausreise, Zu- und Abwanderung. Wem nützen denn die offenen Grenzen, der gemeinsame Wirtschaftraum, die Globalisierung am allermeisten? Die Konzerne privatisieren ihre Gewinne, während der Bürger die Kosten für Kriminalität, Infrastruktur (Transit), illegale Einwanderung, Integration ect. zu bezahlen hat. Ganz nebenbei werden unsere Ressourcen verbraucht, als gäbe es kein Morgen. Wachstum um jeden Preis, aber wer zahlt letztlich dafür und wer steckt sich die Gewinne ein?
    Lasst die bezahlen, die die Welt aus den Angeln gehoben haben und damit reich werden!

  • 4
    6
    gelöschter Nutzer
    14.11.2018

    .. "die Realität ist die, dass in Marokko Leichen an den Strand gespült werden und Fischer schon Leichen an der Angel hatten" aus meiner heutigen Unterhaltung mit einem Marokkaner, der in Wiesbaden lebt...

  • 7
    2
    gelöschter Nutzer
    14.11.2018

    @ Distelblüte: "Er würde implizieren, dass die Zuwanderung mit der Auslöschung der Ureinwohner (Amerikas) gleichgesetzt wird."
    Sie meinen also, das war nicht so?

  • 8
    5
    gelöschter Nutzer
    14.11.2018

    @ Blackadder: "Der Pakt soll Menschen helfen, z.B dabei nicht fliehen zu müssen oder wenn sie fliehen müssen, mehr Hilfe weltweit zu bekommen."

    Und WIE LANGE wird schon von der "Beseitigung der Fluchtursachen" geschwafelt?

    Und WER profitiert am meisten von diesen Fluchtursachen?

    Und WER bezahlt letztlich das ganze Dilemma?

    Und WIE lange glauben sie noch an diese ganzen Politik-Phrasen?

    Wenn es gerecht zu gehen soll, dann müssten die USA, Frankreich und UK mindestens 90 Prozent aller Kriegsflüchtlinge aufnehmen. Aber fangen wir bei uns in Deutschland, bei Reihnmetall & Co. erst einmal an...

  • 6
    3
    Deluxe
    14.11.2018

    "Die indigene Bevölkerung von Amerika wird die Migration nach Amerika seit dem 15. Jahrhundert wohl differenzierter sehen..."

    Das trifft den Nagel auf den Kopf.
    Und auch sonst hat norbertfiedler völlig Recht.

  • 4
    10
    gelöschter Nutzer
    14.11.2018

    Ich gestehe, dass ich den Migrationspakt für eine gute Sache halte. Wie ich es einschätze, ist Deutschland seit Jahrzehnten ein Einwanderungsland, jedoch ohne ein Einwanderungsgesetz. Vor dieser Tatsache wurden jahrelang die Augen verschlossen. Das, was ich im Artikel und der Zusammenfassung gelesen habe, finde ich durchdacht und sinnvoll.

    @norbertfiedler: "Die indigene Bevölkerung von Amerika wird die Migration nach Amerika seit dem 15. Jahrhundert wohl differenzierter sehen..." Ich halte diesen Vergleich für unpassend und geschmacklos. Er würde implizieren, dass die Zuwanderung mit der Auslöschung der Ureinwohner gleichgesetzt wird. Lässt hier Pegida grüßen? Sie können aber sehr gerne einmal erläutern, wie das Deutschland Ihrer Wünsche aussehen soll.
    Im Artikel war zu lesen, dass Ungarn, das sich schon im Frühjahr gegen den Pakt aussprach, in der Vergangenheit mehr Auswanderer als Einwanderer zu verzeichnen hatte. Ich befürchte, Herrn Orbans strikte Ablehnung von Migration wird sich irgendwann noch viel deutlicher auswirken.

  • 16
    3
    gelöschter Nutzer
    14.11.2018

    1.) Ein so großes wichtiges Vorhaben der UNO und obwohl... "Im Februar 2018 gab es einen ersten Textentwurf, im Juli die nun zur Unterschrift stehende Endfassung." ... wird jetzt erst, leider auf Initiative der AfD, im Deutschen Bundestag und im Land darüber informiert und diskutiert.
    2.) Wenn sich nicht einmal Politikprofis sicher sind, dass dieser Pakt rechtens und in Ordnung ist, wie soll sich da, bei dieser widersprüchlichen Informationslage, der normale Bürger ein Bild machen?
    3.) Wenn etwas unsicher und unausgegoren wirkt, dann sollte man vielleicht besser NEIN sagen?
    4.) Wie leicht die Souveränität eines Staates ausgehebelt werden kann, erleben wir doch ständig. Deutsche Gesetze müssen an EU-Recht angepasst werden. Deshalb haben wir auch noch kein eigenes Einwanderungsgesetzt, weil dieses wo möglich gegen besagtes EU-Recht verstoßen würde.
    5.) Wie viele der 190 Unterzeichner sind Einwanderungsländer?

    Meiner Meinung nach brauchen wir einen solchen Migrationspakt nicht, weil wir selbst Steuern, Entscheiden und Einfluss nehmen können. Auch ohne eine Absichtserklärung à la Makulatur.
    Deutschland sollte lieber seine Scheinheiligkeit ablegen und die Fluchtursachen (Rüstungsexporte, Kolonialismus, Ausbeutung) wirklich bekämpfen, sich aus den Angelegenheiten souveräner Staaten raus halten oder ist es noch nicht aufgefallen, dass die Flüchtlingsströme genau dadurch entstanden sind?
    Wir verteidigen die Demokratie am Hindukusch und nun auch unsere Weihnachtsmärkte in Deutschland. Findet den Fehler!

  • 6
    16
    gelöschter Nutzer
    14.11.2018

    @Norbertfiedler: "welcher die Unterzeichnerstaaten zu positiver Propaganda pro Migration und zur Sanktionierung von abweichender Meinung verpflichtet."

    Das ist falsch. Er soll vor Lügen über Migration schützen. Sind Sie der Meinung, dass Lügen verbreitet werden sollten? Z.B. von der AfD?

    "Warum sich zu etwas verpflichten, was man nicht umsetzen will, weil es nicht rechtsverbindlich ist? "

    Das ist tatsächlich ein Problem, aber UN-Pakte sind nun mal so. Sicher wäre es besser, auch für Deutschland, wenn der Pakt verbindlich wäre, aber man kann sich zumindest diplomatisch darauf berufen, wenn Länder, die ihn unterzeichnet haben, z.B. bei uns abgelehnte Asylbewerber nicht zurücknehmen wollen. Dann hat man außenpolitisch etwas in der Hand.

    "der ausschließlich positiven Betrachtung von Migration und Einwanderung zu hinterfragen."

    Wo sehen Sie das denn? Und was heißt hier "positiv"? Der Pakt soll Menschen helfen, z.B dabei nicht fliehen zu müssen oder wenn sie fliehen müssen, mehr Hilfe weltweit zu bekommen. Wo das zu "positiv" ist, verstehe ich nicht. Es geht um die Einhaltung elementarer Menschenrechte weltweit.

    Haben Sie die Zusammenfassung der Freien Presse gelesen?

  • 11
    8
    gelöschter Nutzer
    14.11.2018

    Leider erweckt der Artikel den Eindruck, als sei er schon unter dem Einfluss des Migrationspakts geschrieben worden, welcher die Unterzeichnerstaaten zu positiver Propaganda pro Migration und zur Sanktionierung von abweichender Meinung verpflichtet. Der Artikel setzt sich m.E. leider nicht in dem journalistisch erforderlichen Maße mit der berechtigten Kritik auseinander. Norbert Häring kritisierte den Pakt und die Informationspolitik dazu mehrfach auf seinem Blog. Reinhard Merkel bezeichnet in einem Interview mit dem DLF die angebliche Rechtsunverbindlichkeit als "suggestive Irreführung". Boris Palmer argumentiert auf Facebook dafür, den Pakt derzeit so nicht zu unterzeichnen.

    Schon allein das Narrativ der angeblichen fehlendem Rechtsverbindlichkeit bedarf einer näheren Betrachtung. Warum sich zu etwas verpflichten, was man nicht umsetzen will, weil es nicht rechtsverbindlich ist? Wie kann eine absolut rechtsunverbindliche Vereinbarung, an die sich niemand gebunden fühlt, eine Wirkung entfalten? Wie will man den Bruch einer nicht rechtsverbindlichen Vereinbarung sanktionieren, um deren Einhaltung zu erreichen? Erst gestern gab es eine Nachricht über eine Entscheidung zur Integration von Menschen mit Behinderung, welche sich auf Bestimmungen der UNO beruft und die fehlende Umsetzung dieser in deutsches Recht bemängelt. Klar, alles rechtsunverbindlich?

    Es wäre auch das Narrativ der ausschließlich positiven Betrachtung von Migration und Einwanderung zu hinterfragen. Die indigene Bevölkerung von Amerika wird die Migration nach Amerika seit dem 15. Jahrhundert wohl differenzierter sehen...

  • 7
    16
    gelöschter Nutzer
    14.11.2018

    @Plauerin: Haben Sie auch den Text gelesen oder sich nur das Bild angesehen? Was sagen Sie denn zum Text?

  • 7
    18
    SimpleMan
    14.11.2018

    @plauerin Das heißt also, wenn man jung, männlich und aus Afrika kommt, darf man sich kein besseres Leben wünschen. Was ist gleich der Grund warum viele Ostdeutsche in Westdeutschland arbeiten, Freiheit oder doch höhere Löhne? Ist es eigentlich gerecht, dass Frauen weniger für gleiche Arbeit bekommen, als Männer?

  • 9
    5
    aussaugerges
    14.11.2018

    500 Jahre Glasperlenbezahlung werden die Kolonialstaten noch 500 Jahre zu spüren bekommen,da bin ich mir ganz sicher.
    Und sie beuten die Länder immer noch schamlos und maßlos aus.

  • 18
    8
    plauerin
    14.11.2018

    Beim Anblick des Titelbildes mit dem Kind hinterm Drahtzaun war mir klar, in welche Richtung der Artikel tendiert.
    Was hat den Autor, bzw. den Redakteur davon abgehalten eines der zahlreichen Fotos von jungen Männern in überfüllten Booten oder z.B. solche Fotos, die die Stürmung des Grenzzaunes in Ceuta durch Flüchtlinge dokumentieren, zu verwenden?
    Solcher Manipulationsversuche bin ich seit langem leid!

  • 7
    16
    gelöschter Nutzer
    14.11.2018

    Danke an die Freie Presse für die ausführlichen Informationen zum Migrationspakt. Die Zusammenfassungen über Ziele ind Prinzipien des Paktes sind die Kurzinfo für die Wenig-Leser. Ich kann die Vorbehalte der AfD immer weniger nachvollziehen.