Denkmalschutz stimmt Balkon-Plan zu

Die ehemalige Wilhelm-Rudolph-Strumpffabrik in Thalheim soll Wohnpalast werden. Der Investor ist seinem millionenschweren Vorhaben etwa näher.

Thalheim.

Investor Dirk Panhans hat nach eigener Aussage die erste Hürde gemeistert. "Es war ein gutes Gespräch mit den Vertretern des Denkmalschutzes aus Dresden und Annaberg-Buchholz", sagt Panhans. Der Mann möchte drei Millionen Euro in einem ersten Schritt in Thalheim investieren. 15 Wohnungen sollen in der ehemaligen Wilhelm-Rudolph-Strumpffabrik entstehen - später womöglich für das gleiche Geld noch mal so viele. Oder alternativ Großraumbüros.

Um die Wohnungen attraktiv zu gestalten und so zu vermieten, sind laut Panhans vor allem Balkone entscheidend. "Diese anzubauen, ist laut Denkmalschutz zulässig. Das ist sehr wichtig, weil wir größere Wohnungen planen", sagt Dirk Panhans. Er wolle diese an die helle Südwestseite montieren. Allerdings müsse deshalb mit zwei Besitzern der Nachbargrundstücke reden und eine Genehmigung einholen. Grund: Einige der geplanten Balkone würden schon über die Grundstücksgrenze reichen.

Zudem hatten die Denkmalschützer darauf hingewiesen, dass alte Elemente wie Treppengeländer und Türen erhalten bleiben sollen. Dirk Panhans sieht darin kein Problem. Denkbar wäre sogar, den schon so lange abmontierten Strumpffabrik-Schriftzug wieder am Gebäude anzubringen.

Dirk Panhans hatte sich und sein Projekt kürzlich den Thalheimer Stadträten vorgestellt. Er wolle die Fabrik als ein Stück Kulturgut von Thalheim wiederbeleben, sagt er damals. Bis Herbst solle die Baugenehmigung vorliegen, über den Winter der Innenausbau realisiert sein, so der Investor. Er hoffe, dass in einem Jahr die ersten Mieter einziehen.

Dirk Panhans lebt in Chemnitz und im indischen Pune, wo er als Finanzvorstand eines Schweizer Textilmaschinenherstellers arbeitet. Sein zweites Standbein - zusammen mit seiner Frau und seiner Mutter - sind Immobilien-Engagements.

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