Der Ministerpräsident macht keinen Bogen um Connewitz

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Sachsens Regierungschef Kretschmer analysiert die Silvesterunruhen. In Leipzig diskutiert man derweil, wer Schuld an den Zuständen hat.

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11 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Hankman
    07.01.2020

    Also ich weiß nicht. Den Begriff "Silvesterunruhen" halte ich für überzogen. Nach allem, was ich mittlerweile über die Vorfälle gelesen habe - und da denke ich vor allem an das Stück der "Zeit" und das Videoschnipsel aus der Silvesternacht -, denke ich, kann man von Ausschreitungen und Zusammenstößen sprechen, aber Unruhen ...? Es haben, soweit ich weiß, weder Mülltonnen noch Autos gebrannt, es wurden keine Geschäfte verwüstet. Solche Vorfälle gab es schon in Leipzig-Connewitz, sie gingen fast immer von Linksautonomen aus, in einem Fall von Rechtsradikalen. Aber wenn ich die Vorfälle der Silvesternacht damit vergleiche, waren die doch, mit Verlaub, deutlich weniger schlimm.

    Die Polizei hat ihre Darstellung inzwischen immer weiter abgemildert und muss einräumen, dass der eine Beamte nicht notoperiert wurde und dass nicht klar ist, ob den attackierten Beamten die Helme vom Kopf gerissen wurden. Vielleicht hatten sie die noch gar nicht aufgesetzt - diese Möglichkeit legt das Video nahe. Und es waren zwar rund 1000 Leute vor Ort, aber anscheinend nur ein kleiner Teil davon aus der gewaltbereiten Szene. Denn in Connewitz leben bei weitem nicht nur Chaoten.

    Damit wir uns recht verstehen: Drei Beamte sind körperlich angegriffen und verletzt worden, außerdem wurden Einsatzkräfte mit Steinen und Pyrotechnik beworfen - das ist nicht zu rechtfertigen, das ist auch keine Lappalie, und die Schuldigen sollten ermittelt und hart bestraft werden. Ich kann auch verstehen, dass die Polizisten die Nase voll haben, wenn sie immer mal wieder von solchen Chaoten angegriffen werden. Und ja, Leipzig hat ein Problem mit einer gewaltbereiten linksextremistischen Szene. Das muss sich ändern.

    Ich bin aber dafür, sachlich zu bleiben und die Kirche im Dorf zu lassen. Auch im OB-Wahlkampf. Was in Connewitz in der Silvesternacht passiert ist, erfüllt nicht den Tatbestand von "Unruhen" und schon gar nicht den des Linksterrorismus, wie unser Ministerpräsident in einer ersten Gefühlsaufwallung behauptet hat. Und wenn eine sachliche, faktenbasierte Darstellung jeglichen Geschehens in AfD- oder rechtsextremen Kreisen als Einknicken oder Feigheit denunziert wird, dann müssen die Behörden und die Medien da ganz einfach drüberstehen und das aushalten.