Der Treibhaus-Effekt: Ein linker Verein, die AfD und ein Streit um Fördermittel

Ein Kulturzentrum in Döbeln soll auf Betreiben der AfD keine öffentlichen Mittel mehr bekommen. Die Partei hält den Trägerverein für linksextremistisch, auch der CDU-Landrat hat Bedenken. Die Betroffenen sehen einen Präzedenzfall. Szenen eines Kulturkampfs in Mittelsachsen.

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88 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    5
    FromtheWastelands
    24.01.2020

    @Malleo
    Mal überlegen, ich bin kein Rassist, kein Antisemit, kein Sexist, bin nicht homophob, bin tolerant gegenüber allen Religionen selbst wenn ich sie für Blödsinn halte, leugne nicht den Holocaust, renne keinen Verschwörungstheorien nach, habe keine abartigen Gewaltphantasien (Stichwort: wohltemperierte Grausamkeit), toleriere andere Meinungen und Ansichten, finde Demokratie toll und benehme mich generell nicht wie ein Kotzbrocken.
    Sie haben also vollkommen recht, ich teile die Ansichten dieser Menschen nicht. Wie steht es denn dann mit Ihnen?
    Übrigens, versuchen Sie doch mal meine Anschuldigungen zu widerlegen, statt sie mit dem Allerweltsargument "Klischee" abzubügeln.

  • 8
    12
    cn3boj00
    23.01.2020

    @Olaf, Sie haben schon recht, wober der Zusammenhang von Entfernen und Etat erst mal von Ihnen konstruiert ist. Und leider gilt das eben nicht nur für linke Vereine, wie die AfD jetzt massiv versucht das den normalen Bürgern reinzuhämmern, wie sie es immer tun, um ihre Meinung unters Volk zu bringen.
    Die Jugend wird jedenfalls begeistert sein, wenn Sie statt gesellschaftlichem Engagement (es ist seit langem bekannt, dass Jugendliche die Gesellschaft der älteren Generation sehr oft ablehnen, haben wir auch gemacht) jetzt Volkslieder singen soll, die Mädchen in Trachtengruppen mit Kopftuch (ach nein das ist undeutsch), die Jungs in der Lederhose. Und dann werden Sie am Lagerfeuer von Gruppenführern über den Klimamob aufgeklärt...
    Tolle Vorstellung.

  • 10
    6
    OlafF
    23.01.2020

    Judith-Sophie Schilling sperrt die Tür auf, in den Räumen sind noch immer viele Plakate und Aufkleber zu sehen. "Gewaltverherrlichendes wurde entfernt", sagt sie. "Da waren auch Dinge dabei, die fanden wir nicht gut."

    Entfernt, nachdem drohte, dass der Etat gefärdet war. Darüber kann sich jeder seine eigenen Gedanken machen...

    Das die "Alternative Szene" (Linke) mit den Bürgerlichen einige gemeinsame humanistische Ziele, vordergründig gegen rechts außen hat, steht außer Frage.

    Die Distanz zu Gewalt, zur Durchsetzung ihrer Ziele, bleibt jedoch ein Lippenbekenntnis. Wer Unfreiheit und Gewaltausübung in den eigenen Reihen erst dann nicht mehr akzeptiert, wenn Sanktionen drohen, bleibt unglaubwürdig.

  • 9
    10
    Malleo
    23.01.2020

    From.
    Schreiben Sie möglichst viele Anzeigen.
    Mal schauen, was die Justiz davon nicht in den Schedder wirft.
    Ihre Anschuldigungen bedienen das in linken Kreisen beliebte Klischee.
    Dass die von Ihnen beschuldigten Personen Ihre Weltsicht lediglich nicht teilen,haben Sie nicht auf dem Schirm.oder?

  • 19
    13
    FromtheWastelands
    23.01.2020

    @Harzruessler
    Auch NSDAP und NPD wurden legal und offiziell gewählt, das ist keine Begründung es abzulehnen gegen eine derartige Partei Stellung zu beziehen.
    Das Grundproblem mit der AfD besteht darin das sie sich selbst als demokratische Partei bezeichnet und darstellt, aber das Handeln, Reden und generelle Erscheinungsbild dieser Partei dem völlig zuwider läuft. Man hat kein Problem damit Holocaustleugner und Antisemiten in der Partei zu halten; man verkehrt mit NeoNazis, Rechtsextremen und IB-Leuten; beteiligt sich an gezielter Hetze, Einschüchterung und Schikane Andersdenkender; die Diskreditierung von Vereinen, Strukturen, Personen, Medien und Organisationen indem man sie, wie im Artikel erwähnt, ohne jeden Beweis mit Straftaten in Verbindung bringt (Stichwort: Kantholz),die unablässige Selbstinszenierung als Opfer bei jeder Gelegenheit um damit das eigene Verhalten zu rechtfertigen, etc...
    Menschen wie Höcke, Brandner, Magnitz, Mayer, Storch, Gedeon wären bei einer demokratischen Partei schon längst rausgeflogen, bei der AfD hingegen ist ihr Verhalten Garant für den innerparteilichen Aufstieg, von den unzähligen "Fehltritten" und "Mißverständnissen" anderer Parteimitglieder gar nicht zu reden.

  • 14
    11
    gelöschter Nutzer
    23.01.2020

    @harzruessler1911: Sie schreiben "Aber wenn man auf eine Partei losgeht, welche legal und offiziell gewählt wurde und keinen Verboten unterliegt,..."
    Dieses Thema hatten wir hier im Forum schon öfter.
    Laut Parteiengesetz darf in Deutschland jeder eine Partei gründen, wenn er/sie genug Mitstreiter für seine Sache gewinnt. Es werden formale Anforderungen gestellt, aber eine inhaltliche Zensur findet nicht statt.
    Aus diesem Grund gibt es parteiliche Zumutungen wie die NPD oder den 3. Irrweg.
    Demokratisch gewählt bedeutet nicht gleichzeitig das Vertreten demokratischer Inhalte.
    Zudem kritisiert Treibhaus e.V. nicht die Tatsache der Existenz der afd, sondern deren Aussagen. Weiterhin sagt der Verein: >"Wir würden auch die SPD in die Broschüre aufnehmen, wenn die sich gegen Menschenwürde aussprechen würde."

  • 21
    14
    harzruessler1911
    23.01.2020

    Der erste zitierte Teil ist für mich größtenteils in Ordnung und nach vollziehbar, man sollte sich allerdings Allgemein gegen Extremismus und Terrorismus aussprechen..

    zitiere """"Zum Selbstverständnis des Treibhaus e. V. gehört eine klare Haltung gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus. Gefördert vom Landesprogramm "Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz" gibt der Verein einmal im Jahr eine Dokumentation mit dem Titel "Blickpunkt Rechts" heraus. Sie enthält eine Chronik rechter Aktivitäten in und um Döbeln,"""

    Aber wenn man auf eine Partei losgeht, welche legal und offiziell gewählt wurde und keinen Verboten unterliegt, hat die für mich einen Hauch von Wahl/Antiwahlkampagne. So etwas dann mit Steuergeldern zu fördern, wäre meiner Ansicht nach mehr als fragwürdig, egal wer nun wieder mal gerade gegen wen ist.
    Ich kann mir nicht vorstellen , dass der einzelne Wähler es gut heißt, wenn man ausgerechnet gegen die von ihm gewählte Partei wettert , was er dann auch noch bezahlen soll.

    zitiere : """"""" in den jüngsten Ausgaben beschäftigt sie sich auch intensiv mit der AfD in Mittelsachsen, die sie als "völkisch-national" einordnet, mit Verbindungen zu Pegida und Unterstützern des "Flügels" um den Rechtsaußenvertreter Björn Höcke.""""""""

  • 28
    25
    gelöschter Nutzer
    23.01.2020

    Die Streichung der finanziellen Mittel für Treibhaus e.V. ist schon seit einigen Wochen Thema auf Twitter. Das Bestreben der örtlichen afd, eine Verbindung zu konstruieren zwischen dem Anschlag auf ein parteieigenes Büro und dem Verein, entbehrt laut polizeilichen Ermittlern jeder Grundlage.
    Landrat Damm täte gut daran, sich folgenden Satz des Sprechers des (Verfassungsschutz-)Sprechers Martin Döring auf den Schreibtisch in Sichtweite zu stellen: "Nicht alles, was sich als Antifa bezeichnet, ist extremistisch."