Des Rätsels Lösung ist auf der Rochsburg

Ihr Multimediaprojekt konnten die Schüler der Lunzenauer Oberschule aufgrund von Corona bislang nicht beenden. Stattdessen haben sie sich ein Quiz ausgedacht.

Lunzenau.

Was hat es mit den Löchern im Burgtor von Schloss Rochsburg auf sich? Und wozu diente eigentlich der Brunnen im Schlosshof? Wer die Antworten auf diese und andere Fragen weiß, ist beim Quiz der Lunzenauer Oberschüler im Vorteil. Das Quiz steht jetzt im Internet allen Rätselwilligen zur Verfügung und eine Teilnahme kann sich auch richtig lohnen, verrät der Schlossleiter Andreas Quermann.

"Für jede richtige Antwort erhält man Buchstaben, die zusammengesetzt ein Lösungswort ergeben. Die Lösung kann man via Email an unser Schlossteam senden und erhält mit etwas Glück ein Überraschungsgeschenk. Natürlich nur solange der Vorrat reicht", erklärt Quermann. Das Rätsel haben sich Mädchen und Jungen der 7. und 8. Klasse der Evangelischen Oberschule in Lunzenau ausgedacht. "Wir haben den Schülern beratend zur Seite gestanden, aber entwickelt haben sie es ganz allein", so der Schlosschef.

Doch das Projekt der Schüler besteht nicht nur aus dem Entwurf eines Rätsels, sondern ist weitaus umfassender angelegt. Denn die Jugendlichen wollen die Geschichte ihres Stadtschlosses auch visuell in Szene setzen. Unterstützt werden sie dabei von der Firma 360-Grad-Team aus Oelsnitz, die mit den Jugendlichen hochwertige Panoramafotografien aufgenommen hat. Das Projekt hat der Landkreis Mittelsachsen ins Leben gerufen. Das Rochlitzer Gymnasium, die Oberschule in Leisnig und das Gymnasium in Augustusburg haben sich bereits beteiligt. Finanziell unterstützt wird das Vorhaben vom Verein Fördergesellschaft Regio Döbeln. Dessen Vorsitzender Manfred Graetz begrüßt die Vernetzung von Heimatgeschichte und modernen Technologien. "Es ist wichtig, dass Schüler neue Medien bewusst nutzen und die Geschichte ihrer Heimat kennen. Die Verbindung von Beidem nützt der ganzen Region", sagt Graetz.

Die fertigen Beiträge sollen in Kürze in der App "Mittelsächsische Entdecker" veröffentlicht werden, wie Marcel Weidlich vom 360-Grad-Team erklärt. "Das soll in den nächsten 14 Tagen passieren. Allerdings noch ohne den Part der Lunzenauer Oberschüler", sagt Weidlich.

Denn die Schüler der Evangelischen Oberschule sind als Schlusslicht in das Projekt eingestiegen und haben sich viel vorgenommen, wie Hagen Kunze, Lehrer der Oberschule, bemerkt. Die Jugendlichen haben kleine Theaterszenen geschrieben, die - verfilmt - in die 360-Grad-Bilder eingebettet werden sollen und via Mausklick abgespielt werden können. "Aber Corona hat die Arbeit daran vorerst unterbrochen", sagt Kunze. "Wir werden erst im kommenden Schuljahr weiter daran arbeiten. Doch die Projektgruppe wird sich dann auch aus neuen Schülern zusammensetzen." Ob diese die bisherigen Ideen umsetzen oder verwirklichen, will Kunze den Jugendlichen überlassen. Das Quiz habe nun die Projektgruppe nur zur "Überbrückung" geschaffen.

Der Rochsburger Schlosschef Andreas Quermann begrüßt die Entwicklung. "Wir haben es bereits auf unserer Homepage und auf unserer Seite im sozialen Netzwerk Facebook eingebunden. Es gab auch schon einige Einsendungen." Auch wenn es jedem zugänglich ist, wünscht sich Quermann besonders, dass Kinder und Jugendliche daran teilnehmen. "Das Rätsel ist für die Zielgruppe gedacht, die es auch erstellt hat", sagt Quermann. Das Schloss habe zudem wieder wie gewohnt geöffnet.

Die Sonderausstellung "Konferenz der Tiere" vom Leipziger Künstler Matthias Garff wurde bis Ende August verlängert.

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