Doch kein Fußweg an der Herolder Straße

Im Zuge eines Stützmauerbaus in Ehrenfriedersdorf sollte ein Gehweg entstehen. Von dem Plan nimmt die Stadt aber Abstand. Dennoch wird es mehr Sicherheit geben.

Ehrenfriedersdorf.

Bereits vor einem Jahr war das Thema Gehwegbau an der Herolder Straße in der Nähe des Abzweigs zur B 95 Thema im Stadtrat von Ehrenfriedersdorf. Jetzt spielte das Vorhaben erneut eine Rolle - allerdings anders als vermutet. Denn die Kommune wird das Projekt nun doch nicht umsetzen. Das entschied der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig.

Wie Bürgermeisterin Silke Franzl erklärte, habe es zuvor eine Ortsbegehung mit Anwohnern und einem Vertreter des Bauamtes gegeben. Dabei kam heraus, dass eine Umsetzung des Fußwegbaus derzeit keinen Sinn mache. Bauamtsleiterin Iris Schmidt erläuterte auf Nachfrage, dass es dennoch zu einer Verbesserung für die Sicherheit der Fußgänger in dem Bereich komme. Diese hängt direkt mit dem Ausgangspunkt für die Überlegungen zusammen. Denn das Landesamt für Straßenbau und Verkehr plant eine Stützmauer an der Wilisch zu erneuern. Dadurch entstehe quasi automatisch auch eine Art Fußweg. Der entspricht in der Breite zwar nicht den Anforderungen eines normalen Gehweges, ist aber dennoch eine Alternative, so Schmidt weiter.

Alle Probleme seien damit allerdings nicht gelöst, das räumte auch Bürgermeisterin Franzl ein. Daher soll das Projekt perspektivisch auch weiter verfolgt werden. Denn selbst mit einem Fußweg wäre ein wichtiger Aspekt noch nicht zufriedenstellend geregelt: eine sichere Überquerung der Bundesstraße in dem schwer einsehbaren Kreuzungsbereich. Daher wurde in dem Beschluss, der das Projekt Gehwegbau erst einmal auf Eis legt, auch schon weitergedacht. Denn die Stadträte beschlossen ebenfalls, dass im Haushaltsplan mittelfristig Mittel zur Verfügung stehen sollten, um eine Querung der B 95 möglich zu machen. Die einfachste und sicherste Lösung für Radfahrer und Fußgänger wäre wohl eine Ampel. Doch bisher scheiterten entsprechende Versuche der Stadt, eine solche in dem Kreuzungsbereich genehmigt zu bekommen.

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