Ein fliegender Helfer für die Feuerwehr

Die Beierfelder Wehr hat für knapp 5000 Euro eine neue Drohne gekauft. Sie soll bei Einsätzen helfen und hat besondere Technik an Bord.

Beierfeld.

Die Blicke der Männer von der Freiwilligen Feuerwehr Beierfeld waren diese Woche gen Himmel gerichtet. Denn das Objekt der Begierde schwebte am Mittwoch über ihren Köpfen: Eine neue Drohne soll die Feuerwehrleute künftig bei Einsätzen unterstützen.

Bereits vor acht Jahren waren die Beierfelder echte Vorreiter, als sie sich eine Drohne zulegten. Damals besaß kaum jemand ein solches Flugobjekt. Doch die Technik entwickelte sich schnell und so haben mittlerweile längst viele Fotografen sowie Hobbypiloten ihre Liebe für die fliegenden Spinnen entdeckt.

"Unser Feuerwehrausschuss hat der Neuanschaffung zugestimmt, auch weil sich der Einsatz sehr bewährt hat", erklärt Stadtteilwehrleiter Jörg Zimmermann. Und er fügt hinzu: "Anfangs fehlte die Akzeptanz für die neue Technik. Nicht jeder hat einen Sinn darin erkannt." Ihren ersten großen Einsatz hatte die damalige Drohne bei einer Personensuche auf einem Feld.

Die neue fliegende Hilfe ist mit zwei Kameras ausgestattet: "Sie hat eine normale Kamera und eine Wärmebildkamera", erklärt Susanne Petzold von der Firma Funk-TV-Petzold aus Rodewisch, über die die Beierfelder die Drohne kauften. Beim Vorgängermodell mussten sich die Einsatzkräfte entscheiden, welche Kamera genutzt werden soll. Bei dem neuen Modell ist auf Knopfdruck ein Wechsel zwischen Wärmebildmodus und Normalbild möglich. Damit entfalle aufwendiges Starten und Landen, das im Ernstfall wertvolle Zeit koste.

"Sie ist für uns ein Quantensprung in der Elektronik", sagt Zimmermann. Zudem sei sie deutlich kleiner und damit leichter zu transportieren. Hinzu kommt, dass der Hersteller der alten Drohne keinen Service mehr anbietet. Komfortabel sei nun das Überfliegen bestimmter Bereiche. "Jetzt ist es möglich, verschiedene Planquadrate automatisch und lückenlos abzufliegen", so Zimmermann.

Das Steuern des Flugobjektes erfordert jedoch etwas Geschick. Daher gab es durch die Firma eine Schulung für die Kameraden. Weil die Bergwacht Carlsfeld eine baugleiche Drohne erworben hat und damit schon Erfahrungen sammeln konnte, nahm sich Maximilian Sauerbaum die Zeit, sein Wissen an die Beierfelder Kameraden weiterzugeben. Er konnte so bereits einige Tipps und Tricks vermitteln.

Inklusive Kamerasystem kostet die Drohne 5000 Euro. Das Geld stammt aus Spendenmitteln und musste vom Feuerwehrausschuss freigegeben werden. Einen Teil der laufenden Kosten übernimmt das Landratsamt, weil die Drohne im Gefahrgutkonzept integriert ist. Schließlich fallen vorgeschriebene Versicherungen, bei Bedarf neue Akkus oder Wartungsarbeiten an.

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