Ein kleines Schatzkästchen

Nach der Corona-Zwangspause hat auch das Heimathaus in Clausnitz wieder geöffnet. Und erwartet die Besucher gleich mit einer neuen Ausstellung.

Clausnitz.

Das Heimathaus Clausnitz ist weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. Seit sieben Jahren kümmern sich Karin und Lothar Wunderlich mit einer neunköpfigen Interessengruppe um das 300 Jahre alte Kleinod. In den vergangenen Wochen haben sie im Haus eine neue Ausstellung mit Aquarellmalerei eingerichtet, die ab sofort zu den Öffnungszeiten betrachtet werden kann. Auch sonst gibt es für den Besucher viel zu entdecken, denn manche historische Rarität hat im Heimathaus ihren Platz gefunden. Wie viele Exponate es inzwischen sind, vermag Karin Wunderlich gar nicht zu sagen. Viele seien von den Mitstreitern in mühevoller Kleinarbeit restauriert worden. Alle verkörpern sie rund 150 Jahre des Lebens der Einwohner in der Erzgebirgsregion.

Doch zurück zur Sonderausstellung. 32 Aquarelle hängen derzeit in den Räumen: Stillleben, Landschaftsaufnahmen, Blumen, Tiere sind die Motive. Eine der Hobbykünstlerinnen ist Rita Bieber. Regelmäßig trifft sie sich mit anderen Teilnehmern der Aquarellgruppe von Zirkelleiter Volker Träger in Freiberg. Die Seniorin aus dem benachbarten Cämmerswalde ist mit fünf Bildern in der Ausstellung präsent. "Die Malerei macht unheimlichen Spaß. Dass ich meine Arbeiten in der Ausstellung zeigen darf, macht mich schon ein wenig stolz", sagt sie. Jeweils im Frühjahr und im Herbst finden im Heimathaus Ausstellungen statt, die auf die jeweilige Jahreszeiten zugeschnitten sind.

Ein kleiner Raum im Haus ist Heimstätte der Clausnitzerin Karin Wunderlich. Hier kann man ihr bei der Heu- und Strohweberei zuschauen. "Meine Frau war sehr stolz, als jüngst sogar Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ihr bei den alten Handwerkskünsten über die Schulter schaute", sagt Gatte Lothar Wunderlich.

Karin Wunderlich zeigt auf zwei Vitrinen mit Klöppelarbeiten. Die filigranen Gebilde haben drei Frauen der heimischen Klöppelgruppe geschaffen. "Die Klöppelarbeiten finden viel Anerkennung, und wenn die Möglichkeit besteht, führen unsere Frauen auch Schauklöppeln durch", erzählt Karin Wunderlich.

Obwohl die Wunderlichs bereits sechs Parzellen in ihrer Kleingartensparte betreuen, sind sie mit den Frauen und Männern ihrer Interessengruppe oft im Garten Nr. 7 direkt am Heimathaus anzutreffen. "Wir freuen uns, wenn Einwohner und Gäste am Garten stehen bleiben und ihn bewundern. Das ist Antrieb, uns hier zu engagieren", sagt Christian Günzel von der Interessengruppe.

Das Heimathaus Clausnitz an der Dorfstraße 53 ist jeweils Freitag und Sonnabend von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

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