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Deutsche Börse reagiert entspannt auf neue europäische Inflationsdaten

Datum: 30.06.2023
Inhaltlich geprüft durch: Cristian Fuentes

Der letzte Freitag im Juni war an der Börse aus gleich mehreren Gründen erwartet worden. Für den Tag vor dem 35. Geburtstag des Deutschen Aktienindex standen die Veröffentlichung einer ganzen Reihe wichtiger Indikatoren ins Haus. Die neuesten Daten zur Inflation in der Eurozone und den einzelnen Mitgliedsländern spielten für die Börsianer wie üblich hoch im Kurs, ebenso publizierte die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit aktualisierte Zahlen zur deutschen Arbeitslosenquote. Die Daten insgesamt fallen durchwachsen aus. Am anhaltenden Aufwärtstrend des DAX änderte dies aber wenig. Tatsächlich verzeichnete der deutsche Leitindex im ersten Halbjahr des laufenden Jahres einen Aufwärtstrend, den in dieser Form auch viele optimistische Analysten eher nicht vorhergesagt hatten.

DAX schließt den Juni mit gutem Ergebnis ab

Im Tagesverlauf legte der Index bis Redaktionsschluss am Mittags am 30.06.2023 nochmals fast 1,20 % zu und lag damit sicher im Bereich von 16.130 Punkten. Während der Handelswoche belief sich das Plus auf gut 1,60 %, im Juni insgesamt durften sich Anleger bei den wichtigsten Aktienwerten gar über einen Gewinn von rund 3,0 % freuen. Und diese Euphorie dürfte angesichts der Berechnungen der Experten der europäischen Statistikbehörde Eurostat in naher Zukunft fortsetzen.

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Eurostat veröffentlicht Zahlen zur Juni-Teuerung in der Eurozone

Noch im Mai waren die Verbraucherpreise in der Eurozone im Vergleich zum Vormonat um 6,1 % gestiegen. Im Juni nun verkündeten die Luxemburger Statistiker binnen Jahresfrist einen geringeren Anstieg um lediglich 5,5 %. Wenngleich dieser Wert noch immer ein hohes Inflationsniveau in der Währungsgemeinschaft ausweist, ist der erneute Rückgang durchaus erfreulich. Zumal Volkswirte einen immerhin leicht deutlicheren Anstieg prognostiziert hatten. Die deutliche Abschwächung führte dazu, dass die Inflation auf den niedrigsten Stand seit Beginn des Jahres 2022 sank. Damals war es vor allem der Krieg in der Ukraine, der vorübergehend sogar für ein zweistelliges Inflationsplus gesorgt hatte.

 

Analysten: Kerninflation weiterhin eines der größten Probleme

Von einer wirklichen, konstanten Entspannung der Inflationslage spricht die Behörde nicht. Denn obwohl die eigentliche „Inflationswelle“ augenscheinlich gebrochen sein dürfte, bleibt die sogenannte Kerninflation ein Sorgenkind. Sie stieg gegenüber dem Mai im Juni um 0,1 auf jetzt 5,4 %. Der Wert lässt jene Werte unberücksichtigt, die für Schwankungen besonders anfällig sind. Als da wären die Preise für Energie, Lebensmittel sowie Genussmittel wie Tabak und Alkohol. Die Energiepreise gaben seit Jahresbeginn um 5,6 % (im Mai -1,8 %) nach. Lebens- und die genannten Genussmittel hingegen kosteten im Juni nochmals 11,7 % mehr, nachdem die Ausgaben in diesem Bereich bereits im Mai um 12,5 % gestiegen waren. Die Kernteuerung war im April und Mai zunächst rückläufig. Für zahlreiche Ökonomen stellt diese Inflation eine bessere Grundlage für die Vorhersage neuer Trends dar als die Gesamtteuerung. Ein Plus lassen laut Eurostat zudem die Preise für Dienstleistungen (+5,4 %) und Industriegüter ohne Energie (+ 5,8 %) erkennen.

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Zentralbanken werden weitere Maßnahmen zur Eindämmung vornehmen

Angesichts dieser aktuellen Daten ist es keine Überraschung, dass die Europäische Zentralbank wie ihr US-amerikanisches Pendant, die Federal Reserve (FED), für den Monat Juni eine nochmalige Anhebung der Leitzinsen in Aussicht stellen. Zeitgleich rechnen Analysten mit weiteren Abwärtskorrekturen bei der Kerninflationsrate in den kommenden Monaten des laufenden Jahres, gravierend dürfte die Bereinigung aber nicht ausfallen, unter anderem wegen der wahrscheinlichen Preiserhöhungen im Dienstleistungssektor als Folge hoher Abschlüsse bei verschiedenen Tarifverhandlungen. Eben diese Erwartung setzt die EZB wie gehabt unter Druck – zudem sind die europäischen Währungshüter weit entfernt vom generellen 2-Prozent-Ziel für die Inflation in der Eurozone. Schon jetzt liegt der Einlagensitz an den Finanzmärkten Europas nach bisher acht aufeinander folgenden Anhebungen mit 3,5 % auf dem höchsten Niveau seit nunmehr 22 Jahren.

 

Länder wie Spanien und Frankreich derzeit besser aufgestellt

Wie gewohnt lohnt sich für den Juni der Blick auf die nationalen Veränderungen der Teuerung in den Mitgliedsstaaten der Währungszone. Die deutschen Lebenshaltungskosten stiegen – gegen den allgemeinen Trend – im endenden Monat im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,4 %. Im Mai hatte das Plus noch bei 6,1 % belaufen. Länder wie Spanien oder Frankreich stehen diesbezüglich besser da. Die französischen Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat lediglich um 4,5, die spanischen Preise sogar nur um 1,9 %. Der „Erfolg“ Spanien erklärt sich hier insbesondere durch die von der Regierung reduzierte Mehrwertsteuer. Für Deutschland nennen die Analysten unter andere Sondereffekte als Auslöser der Inflationsentwicklung – gemeint sind beispielsweise der Tankrabatt und das sogenannte 9-Euro-Ticket. Diese und andere Hilfsprogramme hatten die Teuerung hierzulande 2022 in Schach gehalten.

 

Deutschlands Arbeitsmarkt leidet unter der Wachstumskrise

Ein anderes Problem zeichnete sich zum Monatsende auf dem deutschen Arbeitsmarkt ab. Einige Medien sprechen angesichts der neuen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) gar von „dunklen Wolken“, die den Markt zumindest mittelfristig überschatten könnten. BA-Chefin Andrea Nahles bestätigte dies im Zuge der Veröffentlichung bedingt. Die schwierige Wirtschaftslage habe inzwischen auch den Arbeitsmarkt erreicht. Die Folge: Das Wachstum der Beschäftigung schwäche sich ab, die Arbeitslosigkeit steige dementsprechend. Erheblich fiel der Anstieg der Arbeitslosenzahl im Juni nicht. Im Vergleich zum Mai seien 11.000 und im Vorjahresvergleich 192.000 mehr Menschen als arbeitssuchend gemeldet. Insgesamt verzeichnet die Behörde derzeit 2,555 Millionen Arbeitslose, während die Quote mit 5,5 % keine Veränderung aufwies. Die eigentliche Besonderheit ist in diesem Zusammenhang vielmehr, dass die Arbeitslosenzahl zu dieser Jahreszeit traditionell sinke, so Nahles. Eine ähnliche Entwicklung sei zu Beginn der Pandemie und in der ersten Phase des Krieges erkennbar gewesen.

Die Zahl der arbeitsuchenden Flüchtlinge aus der Ukraine sei jedoch nicht die Ursache des Anstiegs. Ließe man diesen Teil der Arbeitsuchenden außen vor, wäre die Arbeitslosigkeit in Deutschland dennoch gestiegen. Trotz der konjunkturellen Sorgen in Deutschland ist der Bedarf an Fachkräften ungebrochen. So verzeichnete das Bundesamt im Juni erneut gut 769.000 offene Stellen auf Unternehmensseite.

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