Freie Presse - Nachrichten aus Chemnitz, dem Erzgebirge & Vogtland
Anzeige
Loading ...
Ein Angebot der GrowthLeads Finance Ltd.
Jetzt Handeln
Erfahrungen, Tests & Tipps / EU plant Förderungsende für Pipelines für Erdgas und Öl

EU plant Förderungsende für Pipelines für Erdgas und Öl

Datum: 02.01.2022
Inhaltlich geprüft durch: Cristian Fuentes

Für Umweltschützer und Klimaexperten waren die Pläne für die Pipelinetrasse North Stream 2 durch russische, dänische und deutsche Hoheitsgewässer von Anfang an nicht nachvollziehbar. Denn der Ausstieg aus konventioneller Energie wie Gas und Kohle war mit einem mehr oder weniger deutlichen Termin im Grunde beschlossenen Sache. In dieser Woche teilte die grüne deutsche Außenministerin Annalena Baerbock im Umfeld der Gespräche der EU-Außenminister über Sanktionen gegenüber Russland mit, die neue Gasleitung habe nach ihrer Auffassung derzeit keine Chance auf eine Genehmigung. Das Problem: Die alte Bundesregierung hatte eigentlich schon eine klare Marschrichtung definiert. Die neue Regierung aber streitet weiter über das Thema. Auch allgemein bleibt die Pipeline ein ernstes Politikum. Polens Ministerpräsident Morawiecki etwa warnte zuletzt vor den negativen Folgen des Projekts für Länder Osteuropas – vor allem aber für die Ukraine. Während die Diskussionen um North Stream 2 weiterlaufen, teilt die EU mit, keine eigenen Fördermittel für Öl- und Erdgaspipelines bereitstellen zu wollen.

Trade Republic
4.6/5
Trade Republic Aktien
AGB gelten, 18+
Zu Trade Republic
Trade Republic Highlights
  • Über 6.500 Aktien zur Auswahl
  • Aktien-Sparpläne erhältlich
  • Keine Depotgebühren

Keine Förderungen für neue Projekte durch das Reformpaket

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass sich der Stopp der Förderung auf neue Projekte beziehen soll. Das Umdenken hinsichtlich der bisherigen Förderpraxis ist das Teil der Reform der TEN-E-Verordnung zum Ausbau grenzüberschreitender Energienetze, auf die sich das Europaparlament mit den Vertretern der EU-Mitgliedsländer verständigte. Die gemeinsamen Reformvereinbarungen wurden am heutigen Morgen veröffentlicht. Deutlich wird, die Verordnung in ihrer überarbeiteten Form eine Umgewichtung zugunsten neuer Kernaspekte vorsieht. Ziel ist die Schaffung einer Umgebung, in der hohen gesteckten EU-Ziele für den Klimaschatz erreicht werden können. Statt wie bisher zu einem großen Teil fossile Projekte in den Bereichen Erdgas und Öl zu fördern, entschieden sich die Verhandler nun dazu, vor allem Stromnetze wirtschaftlich zu unterstützen. Hintergrund der Reform: Im Vergleich zum Jahr 1990 soll der CO₂-Ausstoß in der EU 2030 um wenigstens 55 Prozent geringer ausfallen. Für 2050 hat sich die EU eine vollständige Klimaneutralität auf die Fahne geschrieben.

Förderungen sind darüber hinaus für Leitungsnetze zum Anschluss von Offshore-Windparks an die Netzwerke angedacht. Weiterhin wollen die Staaten der Europäischen Union und das Europaparlament stärker Förderprogramme für Wasserstoff und andere klimafreundlichere Gase in Angriff nehmen. Für Unternehmen, die aktuell an neuen Projekten arbeiten, könnten also schwierige Zeiten anbrechen. Schlupflöcher könnte es wie so oft aber geben.

Zeitsparende Prüfverfahren als Ziel der Vereinbarungen

Grundlage für zukünftige Förderungen sind „Vorhaben von gemeinsamem Interesse“ – kurz PCIs – wie es im Fachjargon heißt. Diese zeichnen sich Experten zufolge durch kürzere und vereinfachte Genehmigungsverfahren aus, sodass Gelder der EU schneller als bisher fließen sollen. Eine erste Liste solcher Vorhaben hatte die EU-Kommission im vergangenen Monate präsentiert. Für Kritiker gibt es schon jetzt insbesondere einen offensichtlichen Schwachpunkt der Reformen.

Capital.com
4.8/5
Capital.com Erfahrungen
84% der CFD-Kleinanlegerkonten verlieren Geld
Zum Anbieter
eToro
4.7/5
eToro Erfahrungen
Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees
Zum Anbieter
Freedom Finance
4.7/5
Freedom Finance Erfahrungen
AGB gelten, 18+
Zum Anbieter

Geplante Maßnahmen gehen Klimaschützern nicht weit genug

Besagte neue Liste nämlich umfasst nach aktuellem Stand nach wie vor verschiedene Gasprojekte, die wiederum schon auf früheren Förderungslisten zu finden waren. Dazu gehören etwa Pipelines in die Länder Zypern und Malta. Entsprechend stark weht der Gegenwind für die Reformpläne aus der Richtung vieler europäischer Umweltverbände. Während Gas wegen der hohen Emissionswerte schädlicher Treibhausgase eigentlich schrittweise an Bedeutung verlieren soll, wird es weiterhin Möglichkeiten zur Förderung von Projekten in diesem Bereich mit Mitteln der EU geben. Logisch ist diese Vereinbarung aus naheliegenden Gründen nicht für jeden. Vorwürfe, die Vereinbarungen seien vor allem ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk für die Gasmarkt-Lobby, ließen nicht lange auf sich warten. Vonseiten der Organisation Global Witness hieß es denn auch frühzeitig als Reaktion auf die Veröffentlichung, es brauche endlich einen zukunftsweisenden „Umstieg auf erneuerbare Wärme und für alle bezahlbaren Strom“.

In trockenen Tüchern ist die Reform noch nicht. So braucht es für die endgültige Reform der Förderungen die Zustimmung durch den Europäischen Rat und das Europäische Parlament. Allerdings gibt es kaum jemanden, der mit einer Verweigerung dieser Bestätigung rechnet. Auch deshalb melden sich Umweltorganisationen wohl schon jetzt so lautstark zu Wort.

Ebenfalls interessant
EZB-Chefin: Leitzinsen werden im März erneut deutlich steigen
Nicht allein Börsianer in Europa hatten lange auf die nächste Entscheidung des ...
Besserer Aussichten für Sparer zum Jahreswechsel dank steigendem Zins
Momente, in denen sich deutsche Sparer über eine positive Entwicklung im Zinsumfeld ...
Optimistische Erwartung zur Rezession der deutschen Wirtschaft
Hohe Inflationsraten, Krieg in der Ukraine und fehlende Rohstoffe für die Industrie: ...
Sachverständigenrat erwartet für 2023 leichte Rezession
Der Ruf des deutschen Bundesfinanzministers Christian Lindner hat nicht nur in den ...
Energiepreispauschale tritt in Kraft – die Konsequenzen für deutsche Arbeitnehmer
Es gibt wohl nur wenige Themen, die in den letzten Wochen eine ...
Online Broker des Monats
Capital.com - Jetzt zu Capital.com Jetzt zu Capital.com
84 % der CFD-Einzelhandelskonten verlieren Geld
Neueste News
Aktuelle Umfrage zeigt: Preisanstieg dürfte zum Sommer zurückgehen
Die Angst der Verbraucher vor einem dauerhaften Anstieg ...
Erzeugerpreise geben nach – doch Experten erwarten keine Verbraucherentlastung
Wann wirken die Maßnahmen der europäischen Währungshüter endlich ...
Elon Musk gibt Twitter-Führung an Ex-Chefin von NBCUniversal ab
Sage und schreibe 44 Milliarden hat Tesla- und ...
EZB: Zunehmend klare Hinweise auf weiteren Zinsanstieg
„Nach der Ratssitzung ist vor der Ratssitzung“. Unter ...
Twitter: eToro-Partnerschaft ermöglicht Nutzern Handel mit Kryptowährungen
Der ebenso umstrittene wie umtriebige Multimilliardär Elon Musk ...
Bitkom-Umfrage: Industrie hält Digitalisierung bei Klimaschutz für unerlässlich
Die Frage, ob und wie die zunehmende Digitalisierung ...
Expansion in greifbarer Nähe? Forscher sind zunehmend positiv gestimmt
Seit Beginn der Pandemie waren viele Experten sehr ...
Die Chefetage der Merkur Gruppe in neuer Besetzung
Irina Ruf, Frank Lenger und Joachim Mohrmann bilden ...
Schufa reduziert Speicherfrist zu Privatinsolvenz
Dass die Schufa und andere Auskunfteien durch ihr ...
Top Krypto Anbieter
Capital.com
4.9/5
eToro
4.8/5
Skilling
4.7/5
Pepperstone
4.7/5
Naga
4.6/5
Online Broker des Monats
Capital.com - Jetzt zu Capital.com Jetzt zu Capital.com
84 % der CFD-Einzelhandelskonten verlieren Geld
Top Aktien Anbieter
Capital.com
4.8/5
eToro
4.7/5
Freedom Finance
Freedom Finance
Freedom Finance Erfahrungen
4.7/5
Scalable Capital
Scalable Capital
Scalable Capital Erfahrungen
4.6/5
Smartbroker
4.6/5
Unser Team
Werner WassicekChristian LeykaufThomas FischerCristian Fuentes
Werner Wassicek
Werner Wassicek
Redakteur
Christian Leykauf
Christian Leykauf
Redakteur
Thomas Fischer
Thomas Fischer
Medizinischer Berater
Cristian Fuentes
Cristian Fuentes
Redakteur

Rechtlicher Hinweis: Voraussetzung für die Nutzung unserer Website ist die Vollendung des 18. Lebensjahres sowie die Beachtung der für den jeweiligen Nutzer geltenden Glücksspielgesetze. Darüber hinaus sind die AGB der Wettanbieter zu beachten. Teilnahme an Glücksspiel ab 18 Jahren – Glücksspiel kann süchtig machen – Hilfe finden Sie auf www.bzga.de – 18+ | Erlaubt | AGB gelten

Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren.Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel.Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen Ihr Geld zu verlieren.

Diese Website verwendet Cloudflare und orientiert sich an den Richtlinien der Google Safe Browsing Initiative sowie Googles Richtlinien zum Schutz der Privatsphäre.

Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst.
Nach oben
Schließen
×
Dein Bonus Code:
Das Bonusangebot von hat sich bereits in einem weiteren Fenster geöffnet. Falls nicht, kannst du es aber auch nochmal über den folgenden Link öffnen:
Zum Anbieter