Freie Presse - Nachrichten aus Chemnitz, dem Erzgebirge & Vogtland
Anzeige
In Zusammenarbeit mit GrowthLeads Finance Ltd.
Erfahrungen, Tests & Tipps / News / Özdemirs Kurs bei Lebensmittelpreisen wird von Greenpeace unterstützt

Özdemirs Kurs bei Lebensmittelpreisen wird von Greenpeace unterstützt

Datum: 03.01.2022
Inhaltlich geprüft durch: Cristian Fuentes

Kaum im Amt hat sich der neue deutsche Bundesagrarminister Cem Özdemir mit seiner Forderung nach höheren Lebensmittelpreisen in die sprichwörtlichen Nesseln gesetzt. Dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) gegenüber sagte der grüne Politiker, es brauche endlich faire Bedingungen für den Handel. Große Ketten dürften nicht länger die Chance zum Preisdiktat haben. Stattdessen spricht sich Özdemir in diesem Zusammenhang für eine neue starke Kartellaufsicht aus, die in Zukunft Missbrauch durch Großkonzerne und Preise unter den eigentlichen Produktionskosten von Lebensmitteln unterbinden soll. Der Bundesminister erntete für seine Äußerungen nicht nur Lob. Lobbyisten wie auch Vertreter anderer Parteien kritisierten die Pläne. Schützenhilfe gibt es hingegen von Umweltverbänden und verschiedenen NGOs. So verlangt Greenpeace pünktlich zum Jahresende die Anhebung der Mehrwertsteuer bei Produkten wie Fleisch und Milch.

Trade Republic
4.5/5
Trade Republic Aktien
AGB gelten, 18+
Zum Anbieter
Trade Republic Highlights
  • Über 6.500 Aktien zur Auswahl
  • Aktien-Sparpläne erhältlich
  • Keine Depotgebühren

Fleisch und Milchprodukte sollten teurer werden

Allgemein sollten die Steuern auf tierische Produkte möglichst bald nach oben angepasst werden, ginge es nach der Umweltorganisation. Über Fleischpreise wird in Deutschland schon länger debattiert, der Greenpeace-Vorstoß mit Blick auf tierische Erzeugnisse generell geht jedoch weiter als manch anderer Vorschlag. Höhere Steuerbelastungen auf Milchprodukte würden noch deutlich mehr Verbraucher stärker als bisher zur Kasse bitten. Bisher gilt in diesem Bereich der reduzierte Mehrwertsteuersatz. Die Organisation fordert in diesem Punkt eine Angleichung durch die neue deutsche Regierung. Zukünftig sollte für Milch- und Fleischprodukte der Steuersatz in Höhe von 19 Prozent gelten. Die Überlegungen gehen aber weit über diesen Aspekt hinaus. Verbraucher sollten am Ende eben nicht nur stärker belastet werden. Zeitgleich hält der Greenpeace-Agrarexperte Matthias Lambrecht eine Steuersenkung bei Obst und Gemüse für sinnvoll. Und mehr noch: Selbst eine grundsätzliche Abschaffung der Mehrwertsteuer bei diesen Produkten wäre denkbar.

FDP hält Steuererhöhung für den falschen Weg

Gegenwind aus der Politik folgte umgehend, nachdem Greenpeace den Vorschlag medial zur Diskussion gestellt hatte. Als Reaktion auf die Forderungen im Gespräch mit der Funke-Mediengruppe meldete sich unter anderem Gero Hocker, einer der Agrarexperten der FDP, zu Wort. Hocker bezeichnet die mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer als „Augenwischerei“. Zu besserem Klimaschutz und Tierwohl würde sich eine solche Anpassung mit hoher Wahrscheinlichkeit am Ende nicht führen. Die Mehrwertsteuer sei kein geeignetes Mittel, um die Bevölkerung im Land umzuerziehen. Vielmehr wäre ein solcher Schritt eher kontraproduktiv und könnte das schon jetzt viel zu komplizierte und komplexe System letzten Endes sogar noch undurchsichtiger werden lassen. Weiterhin sieht der FDP-Experten die Gefahr, dass die Einnahmen aus einer möglichen Steuererhebung nicht dort ankommen würden, wo sie eigentlich nötig wären. Nämlich bei den deutschen Landwirten.

Freedom24
4.6/5
Freedom24 Erfahrungen
AGB gelten, 18+
Zum Anbieter
ActivTrades
4.6/5
ActivTrades Erfahrungen
68% der CFD-Kleinanlegerkonten verlieren Geld
Zum Anbieter
Capital.com
4.6/5
Capital.com Erfahrungen
75% der CFD-Kleinanlegerkonten verlieren Geld
Zum Anbieter

Deutschland bald ohne Billigpreise für tierische Lebensmittel?

Für den Greenpeace-Spezialisten indes steht fest: Verbraucher im Land würden faktisch entlastet; auch würden die Änderungen zu einem Anreiz führen, um pflanzliche Lebensmittel interessanter zu machen. Dies wiederum wäre ein wichtiger Beitrag für mehr Umwelt- und Klimaschutz beim Lebensmittelkonsum. „Gezielte Förderung“ und eine deutlich bessere Tierhaltung hält Lambrecht für unverzichtbar. Wer in Zukunft Fleisch und Milchprodukte kauft, müsse über Steuern und Abgaben auch einen angemessenen Preis dafür zahlen. Eine Konsumvorschrift sei nicht das Ziel der eventuellen steuerlichen Anpassung. Wichtig aber sei die Umsetzung eines Verursacherprinzip. Özdemirs Vorschlag geht in dieselbe Richtung wie die Pläne seiner Vorgängerin, der CDU-Politikerin Julia Klöckner. Auch sie hatte wiederholt gefordert, tierische Produkte müssten endlich mehr wertgeschätzt werden, während Ramschpreise kein sinnvoller Weg seien, da sie deutsche Bauern zusehends in die Insolvenz treiben. Diese Meinung vertritt auch eine Expertenkommission des zuständigen Ministeriums. Bisher war eine sogenannte Tierwohlabgabe in unterschiedlicher Höhe im Gespräch.

Bei Milchprodukten gab es zuletzt Ansätze zu Preisaufschlägen von zwei Cent je Kilo. Bei Käse sowie Butter empfehlen die Experten eine Anhebung der Kilopreise um 15 Cent, bei Fleisch und Wurst um 40 Cent pro Kilo. Die Ampelkoalition wiederum setzt laut Koalitionsvertrag nicht auf genau definierte Mehrkosten, sondern möchte ein „durch Marktteilnehmer getragenes System“ fördern.

Ebenfalls interessant
Kanzler nimmt Lindner und Habeck bei Steuer-Vorschlägen Wind aus den Segeln
Nach vielen Querelen innerhalb der Bundesregierung und nicht zuletzt wegen der zunehmenden ...
Inflation weiter hoch – SPD-Chefin attestiert Unternehmen unanständige Preispraxis
Sieht man vom Krieg und der Energiewende ab, gibt es vor allem ...
So will die EU-Kommission der Energiekrise begegnen
In Deutschland dürfte der Begriff des „Machtwortes“ im Zusammenhang mit Bundeskanzler Olaf ...
Ökonomen halten Verlängerung von AKW Laufzeiten für alternativlos
Während viele Länder innerhalb Europas an Atomstrom festhalten und die Zahl ihrer ...
Höhere Preise trotz Energie aus Katar? Probleme bei Gesprächen über LNG-Gas
Erst in dieser Woche betonte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock, Deutschland plane ungeachtet der ...
Neueste News
Baufinanzierungen teurer, obwohl die Leitzinsen langsam sinken
Als die Europäische Zentralbank vor einigen Wochen schrittweise ...
Entscheidung der EU-Kommission: Strafzölle auf EU-Autos aus China sollen kommen
Dass die Auseinandersetzungen zwischen Washington und Peking rund ...
Reallöhne mit starken Plus – Inflation leicht im Aufwind
Die Wahrnehmung von Bürgerinnen und Bürger, die dieser ...
Leichtes Wirtschaftswachstum und Warnungen vor einem neuen Handelsstreit
Lange musste die deutsche Wirtschaft auf diesen Moment ...
EU-Handelskammer: Unzufriedenheit mit Chinageschäft wächst in Europa
Nicht allein die deutschen Autobauer erzielen einen großen ...
Politik und Institute: Wirtschaft zum Frühjahr im Erholungsmodus
Im Hinblick auf den derzeitigen Stand der deutschen ...
DIW: Erbrachte Arbeitsstunden erreichen neuen Rekordstand
Deutschland eilt seit Jahrzehnten der Ruf voraus, ein ...
DAX deutet sichere Rückkehr in den Bereich über 18.000 Punkte an
Die Signale für den Deutschen Aktienindex fielen während ...
Duolingo im Rampenlicht: Wie die Sprachlernplattform 2023 zum Gewinner wurde
Die Aktien von Duolingo (DUOL.O), einer Sprachlernplattform, verzeichneten ...
Britische Börsenaufsicht macht Weg für Krypto-ETN frei
Der Bitcoin, die älteste und bekannteste Kryptowährung der ...
Top CFD Krypto Anbieter
Capital.com
4.9/5
ActivTrades
4.9/5
eToro
4.8/5
Pepperstone
4.8/5
Skilling
4.7/5
Unsere Empfehlung des Monats!
Freedom24 - Zu Freedom24 jetzt Zu Freedom24 jetzt
Top Aktien Anbieter
Freedom24
4.6/5
ActivTrades
4.6/5
Capital.com
4.6/5
eToro
4.5/5
Plus500
4.5/5
Unser Team
Werner WassicekChristian BeckerThomas FischerKrystyna TrushynaCristian Fuentes
Werner Wassicek
Werner Wassicek
Redakteur
Christian Becker
Christian Becker
Redakteur
Thomas Fischer
Thomas Fischer
Medizinischer Berater
Krystyna Trushyna
Krystyna Trushyna
Sprach- & Kulturenthusiastin
Cristian Fuentes
Cristian Fuentes
Redakteur

Rechtlicher Hinweis: Voraussetzung für die Nutzung unserer Website ist die Vollendung des 18. Lebensjahres sowie die Beachtung der für den jeweiligen Nutzer geltenden Glücksspielgesetze. Darüber hinaus sind die AGB der Wettanbieter zu beachten. Teilnahme an Glücksspiel ab 18 Jahren – Glücksspiel kann süchtig machen – Hilfe finden Sie auf www.bzga.de – 18+ | Erlaubt | AGB gelten

Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Diese Website verwendet Cloudflare und orientiert sich an den Richtlinien der Google Safe Browsing Initiative sowie Googles Richtlinien zum Schutz der Privatsphäre.

18+BZgAGlücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst.Check dein SpielSSL
Schließen
Handeln Sie mit Zuversicht! Exklusive Broker-Angebote, um Ihren Handel zu verbessern.
Freedom24
Freedom24
  • über 40.000 Aktien im Angebot
  • Zugriff auf alle Börsen weltweit
  • sehr benutzerfreundlich
AGB gelten, 18+
Zum Anbieter
ActivTrades
ActivTrades
  • Geringe Gebühren
  • Demokonto vorhanden
  • Ausgezeichneter Broker
68% der CFD-Kleinanlegerkonten verlieren Geld
Zum Anbieter
Capital.com
Capital.com
  • Attraktives Aktien-CFD-Angebot
  • Transparente Gebühren
  • Kostenloses Demokonto
75% der CFD-Kleinanlegerkonten verlieren Geld
Zum Anbieter
×
Dein Bonus Code:
Das Bonusangebot von hat sich bereits in einem weiteren Fenster geöffnet. Falls nicht, kannst du es aber auch nochmal über den folgenden Link öffnen:
Zum Anbieter