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IfW-Experte spricht Warnung wegen 2G-Lockerungen im Handel aus

Datum: 04.02.2022
Inhaltlich geprüft durch: Christian Becker

Corona drückt die Konsumlaune in Deutschland.

Es gibt wohl nur wenige Themen, bei denen die Meinungen so weit auseinandergehen, wie bei der Frage nach sinnvollen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie im stationären Handel. Für viele war die Einführung der sogenannten 2G-Regeln, als der strikten Zugangsbeschränkung auf nachweislich geimpfte oder genesene Kundinnen und Kunden im Bereich des Handels wie auch der Gastronomie sozusagen der Königsweg. Bezüglich der Überlegungen zu ersten Lockerungen und dem Ausstiegsszenario im Vorfeld der nächsten Bund-Länder-Konferenz finden sich viele Befürworter, die eine Rückkehr zu „3G“ für dringend erforderlich halten. Doch so einhellig, wie es in Medien oftmals klingt, fallen die Meinungen am Ende nicht aus. Zum einen gibt es die Frage nach sinnvollen Wegmarken mit Blick auf die Fallzahlen. Ab wann ist die Umsetzung einer Lockerung überhaupt ratsam?

Zudem warnen einige Wirtschaftsexperten vor den möglichen Auswirkungen der 2G-Aufhebung. So äußert sich unter anderem das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) skeptisch, dass politisches Umschwenken den erhofften positiven Effekt haben wird.

Ende der Beschränkungen könnte auch Jo-Jo-Effekt auslösen

Gemeinhin versprechen sich viele Händler in Deutschland einen deutlichen Anstieg der Umsatzzahlen, sollte sich die Politik dazu durchringen, die 2G-Regeln zugunsten einer weniger strengen Richtlinie aufzugeben. Restaurants, Clubs, Bars und nicht zuletzt Geschäfte in den deutschen Fußgängerzonen versprechen sich von dieser Wende bessere Verkäufe und Einnahmen. Beim IfW teilt man diese Ansicht allerdings nicht oder nur bedingt. Der Instituts-Ökonom und Professor für Außenwirtschaft an der Kieler Christian-Albrechts-Universität, Holger Görg, vertritt diesbezüglich eine andere Position. So sei es keineswegs sicher, dass die Abkehr von der derzeit geltenden Regelung tatsächlich zu besseren Umsätzen im Handel führen werde. Zwar sein ein Umsatzplus in der Theorie denkbar. Eben deshalb, weil mehr Menschen Lokale und Geschäfte besuchen dürften.

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Im ersten Schritt lieber Tests zur Lockerung durchführen

Der IfW-Wirtschaftsexperte verweist zum Wochenende aber ebenso auf mögliche Nachteile. Es könnte durchaus sein, dass die Entscheidung zu Unsicherheit aufseiten Geimpfter/Geboosterter und Genesener führe, sollten nicht geimpfte und ungetestete Menschen zeitnah Zugang erhalten. Görg spricht hier von einer Art Abschreckungseffekt. Die drohende Zurückhaltung der bisher bevorzugten Zielgruppe könnte somit am Ende sogar den Umsatzanstieg durch zusätzliche Konsumenten verpuffen lassen. Der Wirtschaftsexperte rät aus diesem nachvollziehbaren Grund zur Durchführung von Pilotprojekten als ersten Schritt zu flächendeckenden Lockerungen. So könne getestet werden, ob der Ausstieg aus aktuellen Einschränkungen die gewünschten Folgen haben kann. Sollten diese Testläufe auf eine günstige Entwicklung deuten, könnten Beschränkungen insgesamt hinterfragt werden. Konträr zu dieser Einschätzung fordern die deutschen Branchenverbände des Einzelhandels sowie des Gastgewerbes zunehmend, die Politik solle die bestehenden Regeln endlich außer Kraft setzen.

Erstes Bundesland lässt geltende Regeln auslaufen

Vorreiter ist in diesem Punkt das Bundesland Schleswig-Holstein, dass sich ab der kommenden Woche (07.02.2022) – zumindest vorerst – von den 2G-Regel verabschiedet. Anfang dieser Woche hatte sich unter anderem der Handelsverband Deutschland (HDE) erneut zu Wort gemeldet und vor der „verhängnisvollen Rolle“ von 2G für den Einzelhandel gewarnt. Für den Verband sind die Maßnahmen als Instrument zur Bewältigung der Pandemie schlichtweg nutzlos. Ihre Abschaffung sei aus diesem Grund bundesweit schlicht überfällig, wie HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Dienstag betonte. Wenig überraschend befürworten auch die Verbände aus dem Sektor des Gastgewerbes Lockerungen.

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Rätselraten um den idealen Weg aus den Pandemie-Maßnahmen

Für Holger Görg, seines Zeichens Leiter der Forschungsgruppe „Global Division of Labour“ beim IfW könnte 2G hingegen genau der eine richtige Weg sein, um mehr Konsumenten in die Geschäfte und Lokale zu ziehen. Und zwar ausdrücklich, weil sich Verbraucher dadurch besonders sicher fühlen würden. Der Vorteil ausgewählter Pilotprojekte würde aus Görgs Sicht darin liegen, dass diese ohne Probleme beendet werden könnten. Sollten sich Bund und Länder für eine pauschale Öffnung über 2G hinaus entscheiden, würde eine Rücknahme der Lockerungen bei deutlich steigenden Infektionszahlen nach Auffassung von Psychologen und Sozialwissenschaftler zu einer Zunahme des Widerstandes in der Bevölkerung führen. Die widersprüchlichen Bewertungen der Pandemielage indes haben einen guten Grund. Denn auch im dritten Jahr der Krise fehlt es in weiten Teilen an belastbaren Vergleichsdaten.

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