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Erfahrungen, Tests & Tipps / Kohle bleibt wichtigste Stromquelle in Deutschland
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Kohle bleibt wichtigste Stromquelle in Deutschland

Datum:16.12.2021
Inhaltlich geprüft durch: Christian Becker

Kohle bleibt weiterhin wichtigste Stromquelle in Deutschland.

Die neuesten Daten zum deutschen Strommarkt, die das Statistische Bundesamtes am heutigen Tag für das dritte Quartal dieses Jahres bekannt gab, sind vor allem eines: Wasser auf die Mühlen der Klimaschützer im Land. Die Bundesregierung unter Altkanzlerin Angela Merkel hatte in den letzten Jahren zwar einige Gesetze verabschiedet, um nötige Fortschritte im Bereich der erneuerbaren Energien im Sinne der Energiewende zu ermöglichen. Bisher aber greifen Förderprogramme, CO2-Abgaben und andere Maßnahmen aber in so deutlicher Form, wie es viele Studien und Experten verlangen. Stattdessen zeigen die aktuellen Daten des Bundesamtes, dass Kohlestrom im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im drittel Quartal 2021 sogar nochmals an Bedeutung bei der Versorgung gewonnen hat.

 

Anteil von Kohlestrom nochmals gestiegen

Für die Zeit von Anfang Juli bis Ende September ermittelten die Wiesbadener Statistiker eine erzeugte Strommenge in einer Größenordnung von insgesamt 118,4 Milliarden Kilowattstunden. Der mit Abstand größte Anteil des Stroms wurde auf konventionelle Art, also durch den Einsatz von Gas, Kohle und Atomenergie erzeugt. Konventionelle Energiequellen brachten es in diesem Zeitraum auf 56,9 Prozent der Gesamtmenge. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres belief sich der Anteil auf 56 Prozent. Kohle ist seit jeher der wichtige Energieträger, was auch das dritte Quartal erneut bestätigte. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum zeichneten Kohlekraftwerke laut dem Bundesamt für 31,9 Prozent des in Deutschland eingespeisten Stroms verantwortlich. Ein Plus von nochmals 2,7 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal des Jahres 2021. Die neuesten Berechnungen präsentieren jedoch durchaus auch positive Entwicklungen.

 

Extreme Erdgaspreise wirken sich auf die Einspeisungsmenge aus

Die Einspeisung von Strom aus Erdgas sank um 38,9 Prozent. Erdgasstrom erreichte im Analysezeitraum einen Anteil von nur noch 8,7 Prozent an der gesamten Stromeinspeisung. Zuletzt war ein solcher Wert 2018 ermittelt worden – ebenfalls im dritten Jahresquartal. Die Begründung des Bundesamtes liegt nahe: Die Preise für Erdgas auf dem Markt waren über Monate hinweg dramatisch gestiegen. Ein Beispiel: Der Preis für Erdgas aus britischer Produktion ist innerhalb eines Jahres um über 500 Prozent gestiegen. Selbst die hohen Preisanstiege auf dem Ölmarkt verblasst angesichts solcher Preisrekorde. Der Preis pro Barrel der Nordsee-Sorte Brent legte im selben Zeitraum lediglich um fast 48 Prozent. Der Preisboom im Gas-Sektor führte zuletzt auch zu Meldungen darüber, dass erste Gasanbieter über einen Ausstieg aus der Versorgung nachdenken oder bereits eine Entscheidung getroffen haben.

 

Windkraft und Atomstrom mit Abstand auf Rang zwei und drei

Vollkommen folgenlos blieben die staatlichen Programme zur Förderung erneuerbaren Stroms übrigens nicht, wie die Daten des Bundesamtes verdeutlichen. Windkraft etwa belegt in Deutschland inzwischen Platz zwei der wichtigsten Energiequellen. Ihren Anteil am eingespeisten Strom im dritten Quartal 2021 geben die Statistiker mit 16,6 Prozent an. Auf dem dritten Platz jedoch liegt mit einem Beitrag in Höhe von 14,2 Prozent an der Gesamtstrommenge im dritten Jahresquartal die besonders umstrittene Atomenergie. Dicht gefolgt von Strom aus Photovoltaik mit einem Anteil von 13,3 Prozent. Dabei ist es wichtig, die Zahlen auch an dieser Stelle ins rechte Licht zu rücken. Im für die Auswertung relevanten Zeitraum sank der Anteil der erneuerbaren Energiequellen von 44 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 43,1 Prozent. So gering dieser Rückgang auch ausfällt, so sehr steht er doch im Widerspruch zu den eigentlichen politischen Zielen.

Umso spannender wird vor dem Hintergrund der Verteilung sein, wie schnell sich die neue Koalition trotz unterschiedlicher Positionen bei den Themen Klimaschutz und Stromerzeugung auf eine gemeinsame Marschrichtung einigen kann. Zwischen Bündnis 90/Die Grünen und der FDP kündigten sich schon während der ersten Koalitionsverhandlungen mühsame Debatten über die Zukunft des deutschen Strommarktes an.

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