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  • Netflix Aktie verliert wegen schwacher Kundenzahlen

    Die generelle Regel auf Märkten lautet. Konkurrenz belebt das Geschäft. Widerlegt wird diese Einschätzung aktuell jedoch aus der Sicht von Aktionären, deren Portfolio die Aktie des Streaming-Dienstes Netflix umfasst. Dass der US-amerikanische Konzern zumindest bisher in weiten Teilen auf die Bereitstellung von Filmen und Serien vertraut, während direkte Mitbewerber wie Amazon mehrgleisig fahren, diente vielen Analysten in der Vergangenheit regelmäßig zu Warnungen. Dabei ging es darum, dass die Konkurrenz eben nicht nur auf ein Standbein setzt. Die aktuellen Zahlen aus dem Hause Netflix bestätigen nun, dass die schlechten Erwartungen am Ende nicht unberechtigt waren.

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    Harter Einschnitt beim Kurs der Netflix Aktie

    Richtig jedenfalls ist: Die aktuellen Zahlen des Unternehmens schneiden in der Analyse von Experten eher durchwachsen ab. Für das abgeschlossene Quartal musste der Streaming-Dienst so oder so schlechte Daten bekannt geben. Die Aktie fiel im vorbörslichen Handel (Stichtag: 20.04.2022) um beinahe 28 Prozent. Im Wochenverlauf büßte das Wertpapier sogar mehr als 31 Prozent ein. Der Großteil des Verlustes zeichnete sich nach den Ostertagen ab. Das Dilemma sind mit Blick auf den Kurs weniger die Entwicklungen der ersten drei Monate des Jahres 2022. Wobei: Der Rückgang der Abonnenten um etwa 6,7 Prozent ist durchaus beachtlich und unterstreicht die Erwartungshaltung vieler Beobachter.

    Bisher guter Umsatz – die Marktposition aber belastet den Dienstleister

    Im ersten Quartal 2022 lag die Zahl der Abos bei 221,64 Millionen weltweit. Die Schwelle von 200 Millionen Abonnenten hatte der Konzern erstmals im Schlussquartal des Jahres 2020 durchbrochen. Noch bewegt sich der Umsatz des Anbieters auf Rekordkurs. Der Umsatz im Q1 2022 lag mit beinahe 7,97 Milliarden US-Dollar ebenfalls auf einem historischen Hoch, was einem Plus von fast zehn Prozent zum Vorjahresquartal entspricht. Noch weiß der Streaming-Anbieter mit seinem Angebot also zu überzeugen. Zumal: Neben Serien und Filmen bietet Netflix auch einen guten Service im Bereich der Dokumentationen. Insbesondere eigene Produktionen ziehen viele Neukunden an.

    Kundenzahlen droht weiterhin ein historischer Rückgang

    Nachdem Netflix gerade in der ersten Phase der Pandemie zu den führenden Gewinnern gehört hatte, erweisen sich die letzten Wochen zunehmend als Problem. Faktisch hat das Unternehmen jetzt erstmals seit dem Jahr 2011 einen Rückgang der Nutzerzahlen bekannt geben müssen. Viele Experten sagen eine Fortsetzung dieses Trends vorher. Diese Entwicklung dürfte sich fortsetzen, gelingt es Netflix durch neue Meilensteine nicht, den Trend zu beenden. Dabei stehen dem Konzern verschiedene Optionen offen. Der Verzicht auf die erwartete Anhebung der Abo-Kosten könnte ein Ansatz sein. Neue Highlights im Programm könnten den Abwärtstrend ihrerseits wenigstens kurzfristig stoppen. Ein umstrittenes Konzept hingegen sind Überlegungen zur Überführung eines Zugangs zum Angebot auf Basis von Werbeinhalten. Dies könnte für potenzielle Neukunden zwar mit günstigeren Preisen verbunden sein. Dennoch hegen Branchenkenner berechtigte Zweifel, dass werbefinanzierte bei Interessenten auf den nötigen Zuspruch stoßen werden.

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    Innovationskraft gefragt, um erneute Netflix Kursverluste zu verhindern

    Die Reaktionen auf vergleichbare oder gar bessere Leistungen bei Mitbewerbern bestätigen, dass dies auch bei Netflix nicht den nötigen positiven Effekt haben wird. Es wird also einiger Kreativität bedürfen, damit der US-Streamingdienst seine führende Position auf Dauer bestätigen kann. Andernfalls drohen Aktionären weitere Verluste. Ganz zu schweigen von weiter fallenden Nutzerzahlen, sollten andere Anbieter schneller neue spannende Wege finden, um neue Kunden zu gewinnen. Der dramatische Absturz der Netflix Aktie nach den Feiertagen deutet an, wohin die Reise des Kurses in den kommenden Monaten gehen könnte. Sofern es dem Konzern nicht gelingt, sich mit neuen Entwicklungen eine stabilere Position auf dem Markt zu verschaffen. Allein massive Investitionen in eigene Produktionen dürften gerade vor dem Hintergrund möglicher steigender Abopreise nicht ausreichend sein, um weitere Verluste abzuwenden.

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