Freie Presse - Nachrichten aus Chemnitz, dem Erzgebirge & Vogtland
Anzeige
Ein Angebot der GrowthLeads Finance Ltd.
Jetzt Handeln
Ihr Kapital ist gefährdet
Erfahrungen, Tests & Tipps / Ökonomen halten Verlängerung von AKW Laufzeiten für alternativlos
Partner-Hinweis

Ökonomen halten Verlängerung von AKW Laufzeiten für alternativlos

Datum:22.06.2022
Inhaltlich geprüft durch: Christian Becker

Während viele Länder innerhalb Europas an Atomstrom festhalten und die Zahl ihrer Atomkraftwerke sogar weiter ausbauen, ist das Thema in Deutschland seit vielen Jahren eines der wohl meist diskutierten. Spätestens durch die Beteiligung der Grünen an der Bundesregierung schien der endgültige und planmäßige Abschied von Kernenergie hierzulande endgültig besiegelt. Dabei hatten die Befürworter eines schnellen Ausstiegs nach dem vereinbarten Fahrplan sozusagen die Rechnung ohne den Krieg in der Ukraine gemacht. Der massive Anstieg der Energiepreise führte schon vor Wochen dazu, dass sich zunehmend Experten zu Wort melden und längere Laufzeiten der Kraftwerke fordern. Ursprünglich sollten die Werke nur noch bis zum Jahresende bei der heimischen Stromerzeugung eine Rolle spielen. Wie lange genau ein Weiterbetrieb sinnvoll wäre, diesbezüglich gibt es unterschiedliche Positionen.

Abweichende Meinungen gibt es im Übrigen hinsichtlich der Umsetzung der Forderungen. Ganz so einfach, wie es sich mancher vorstellt, wäre eine Laufzeitverlängerung am Ende eben nicht. Dies wiederum könnte sich im Hinblick auf die nötigen Energiereserven für den kommenden Winter noch als Problem erweisen.

Capital.com
4.9/5
Capital.com Erfahrungen
78.1% der CFD-Kleinanlegerkonten verlieren Geld
Zum Anbieter
ActivTrades
4.8/5
ActivTrades Erfahrungen
AGB gelten, 18+
Zum Anbieter
eToro
4.7/5
eToro Erfahrungen
76% der CFD-Konten von Privatkunden verlieren Geld.
Zum Anbieter

 

Atomausstieg um jeden Preis? Kritik an Politik wächst

Die Politik sucht derzeit händeringend nach Lösungen, um bisher reduzierte Lieferungen von Gas und Öl aus Russland auszugleichen. Auch die Partnerschaft mit dem Emirat soll schnellstmöglich drohende Versorgungslücken schließen. Nun also kommen auch in stärkerem Maße Verlängerungen der AKW-Laufzeiten ins Gespräch. Unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten sei die Überlegung ebenso sinnvoll wie wirksam. Diese Position vertritt unter anderem die Wirtschaftswissenschaftlerin Veronika Grimm. Die Professorin für Volkswirtschaftslehre gehört den sogenannten Wirtschaftsweisen an. Auch Clemens Fuest, amtierender Präsident des renommierten ifo-Instituts aus München, spricht sich für eine Verschiebung des Atomausstiegs aus. Ein weiterer Experte, der das Festhalten an den bisherigen Plänen zum aktuellen Zeitpunkt für falsch hält, ist Professor Lars Peter Feld. Feld war bis zum vergangenen Jahr ebenfalls Mitglied des „Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung“ und zuletzt Vorsitzender der Wirtschaftsweisen. Inzwischen gehört er zum engen Beraterkreis des Bundesfinanzministers Christian Lindner.

Für Feld ist klar: In der jetzigen schwierigen Situation sei eine Fortsetzung des Atomausstiegs der Bevölkerung ausgesprochen schwer zu vermitteln. Schlicht und ergreifend, weil dies zwangsläufig zu weiteren Preisanstiegen auf dem Energiemarkt (insbesondere für Gas und Öl, aber auch bei anderen Energieträgern) führen würde. Veronika Grimm sieht ihrerseits in längeren Laufzeiten für Atomenergie ein wichtiges Instrument, um eine schnellere Unabhängigkeit von Russland zu erreichen.

 

Langfristige Rückkehr zu Atomstrom steht nicht zur Debatte

Wichtig ist den meisten Experten, dass der Vorschlag zur Laufzeitverlängerung keineswegs darauf abziele, den Ausstieg als solchen zurückzunehmen. Stattdessen gehe es um eine vorübergehende Überbrückung der zu erwartenden Engpässe. Es brauche jedoch Anreize für die deutsche Energiewirtschaft, damit Konzerne Kraftwerke wieder hochfahren. Für Betreiber ist eine Perspektive unverzichtbar. Oder anders formuliert: Das „kurzfristige“ Hochfahren muss sich rechnen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass eine zeitweise Rückkehr zu einem größeren Anteil von Atomenergie im deutschen Energie mit technischen Herausforderungen verbunden ist. Deutschland laufe die Zeit davon. Ifo-Präsident Fuest bezeichnet einen Verzicht auf den Weiterbetrieb von AKW derzeit gar für „fahrlässig“. Eine Verlängerung der Laufzeiten, so Fuest, würde Deutschland vor dem Hintergrund der momentanen Versorgungsrisiken mehr „Handlungsspielraum“ verschaffen. Wirtschaftswissenschaftlerin Grimm betont, ein „Streckenbetrieb“ im Zusammenhang mit Atomenergie würde bis zum Frühjahr 2022 Einsparungen im Gassektor ermöglichen.

Trade Republic
4.7/5
Trade Republic Aktien
AGB gelten, 18+
Zum Anbieter
Trade Republic Highlights
  • Über 6.500 Aktien zur Auswahl
  • Aktien-Sparpläne erhältlich
  • Keine Depotgebühren

 

Deutschland fehlen Brennstäbe für den Weiterbetrieb

Für eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten spricht nach Auffassung vieler Energieexperten zudem, dass Erneuerbare Energien in Deutschland noch immer eine zu kleine Rolle spielten, während die Politik weiterhin mit großen Mühen am Ausstieg aus dem fossilen Brennstoff Kohle arbeitet. Das hohe Preisniveau auf dem Gasmarkt dürfte deutsche Unternehmen und Haushalte wenigstens mittelfristig belasten. Einig sind sich Experten in dem Punkt, dass es zügige politische Entscheidungen braucht. Die Wirtschaftsweise Grimm zeigt sich überzeugt davon, dass ein rasch beschlossener Streckbetrieb sowie ein baldiger Kauf neuer Brennstäbe der Politik zu mehr Zeit bezüglich einer Laufzeitverlängerung verhelfen würde. Genau diese Beschaffung von Brennstäben ist dieser Tage eines der Kernprobleme.

 

Kernenergie-Verband: Politik muss zügig Entscheidungen treffen

Dass der deutsche Branchenverband Kernenergie seinerseits eine „befristete Verlängerung“ der Laufzeiten befürwortet, ist wenig überraschend. Dort heißt es, man müsse derzeit auf alle „verfügbaren Quellen“ zurückgreifen, die einen Beitrag zur Überbrückung der Energiekrise leisten können. Auch hier heißt es, für einen Weiterbetrieb sei Eile geboten. Schließlich laufe Prozess für die Abschaltung der Anlagen bereits seit längerem. Je mehr Zeit sich die Politik lässt, desto schwieriger werde das Hochfahren der Kraftwerke. Auf Zuspruch stoßen die genannten Forderungen bei der FDP. So forderte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai, die letzten drei AKW in Deutschland müssten länger betrieben werden, um einer Verschärfung der Lieferengpässe vorzubeugen.

Capital.com
4.9/5
Capital.com Erfahrungen
78.1% der CFD-Kleinanlegerkonten verlieren Geld
Zum Anbieter
ActivTrades
4.8/5
ActivTrades Erfahrungen
AGB gelten, 18+
Zum Anbieter
eToro
4.7/5
eToro Erfahrungen
76% der CFD-Konten von Privatkunden verlieren Geld.
Zum Anbieter

 

Kanzler Scholz will trotz Krise am Ende der Atomenergie festhalten

Von derlei Vorschlägen will vor allem ein führender deutscher Politiker nichts wissen: Bundeskanzler Olaf Scholz. Der SPD-Politiker hält wenig von einem Weiterbetrieb über den Jahreswechsel hinaus. Neue Brennstäbe nehme bis zu 18 Monate in Anspruch, weshalb die Verlängerung keine adäquate Option sei. Dieser Einschätzung widerspricht der Verband Kernenergie. Die nötigen technischen Schritte samt der Anschaffung von Brennstäben sei durchaus schon im laufenden Jahr möglich. Als Alternativen zu russischen Uranlieferungen nennt der Verband unter anderem die Kanada und Australien. Neben der Materialfrage gehe es jedoch auch darum, möglichst schnell geeignetes Personal für die Kraftwerke zu finden. Gegenwind erhält der Bundeskanzler ebenfalls aus Bayern.

Ministerpräsident Markus Söder etwa bezeichnete Begründung des Kanzler-Vetos in dieser Sache gar als „fachlichen Blödsinn“. Auch in der Bevölkerung stieg der Anteil der Befürworter für Atomenergie in Umfragen zuletzt deutlich. Das letzte Wort bei diesem Thema jedenfalls dürfte noch nicht gesprochen sein.

Ebenfalls interessant
Deutsche Börse reagiert entspannt auf neue europäische Inflationsdaten
Der letzte Freitag im Juni war an der Börse aus gleich mehreren ...
So will die EU-Kommission der Energiekrise begegnen
In Deutschland dürfte der Begriff des „Machtwortes“ im Zusammenhang mit Bundeskanzler Olaf ...
Energiepreispauschale tritt in Kraft – die Konsequenzen für deutsche Arbeitnehmer
Es gibt wohl nur wenige Themen, die in den letzten Wochen eine ...
Höhere Preise trotz Energie aus Katar? Probleme bei Gesprächen über LNG-Gas
Erst in dieser Woche betonte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock, Deutschland plane ungeachtet der ...
Bafin warnt Finanzunternehmen vor Cyber-Gefahren und Kreditausfällen
Die Angst vor Angriffen durch Hacker ist keine neue für Banken und ...
Neueste News
DIW: Erbrachte Arbeitsstunden erreichen neuen Rekordstand
Deutschland eilt seit Jahrzehnten der Ruf voraus, ein ...
DAX deutet sichere Rückkehr in den Bereich über 18.000 Punkte an
Die Signale für den Deutschen Aktienindex fielen während ...
Duolingo im Rampenlicht: Wie die Sprachlernplattform 2023 zum Gewinner wurde
Die Aktien von Duolingo (DUOL.O), einer Sprachlernplattform, verzeichneten ...
Britische Börsenaufsicht macht Weg für Krypto-ETN frei
Der Bitcoin, die älteste und bekannteste Kryptowährung der ...
Ifo Institut dämpft Wachstumshoffnung – Leitzinsen bleiben auf hohem Niveau
Bevor das renommierte Ifo-Institut am zur Mitte der ...
Kanzler nimmt Lindner und Habeck bei Steuer-Vorschlägen Wind aus den Segeln
Nach vielen Querelen innerhalb der Bundesregierung und nicht ...
Chinas Wachstumskurs durch Krise im Immobiliensektor laut IWF gefährdet
Daran, dass das kleine Wort „eigentlich“ regelmäßig in ...
Konsumklimaindex trübt sich zum Jahresbeginn unerwartet ein
Große Sprünge hatte zuletzt niemand für die deutsche ...
Angst vor Zinswende sorgt für Nachfrage-Boom bei Staatsanleihen
Mit Blick auf die Erwartung vieler Experten, dass ...
Statistisches Bundesamt weist deutliche Teuerung für 2023 aus
Seit dem Sommer des vergangenen Jahres 2023 hatten ...
Top CFD Krypto Anbieter
Capital.com
4.9/5
eToro
4.8/5
ActivTrades
4.8/5
Pepperstone
4.8/5
Skilling
4.7/5
Top Aktien Anbieter
Capital.com
4.9/5
ActivTrades
4.8/5
eToro
4.7/5
Plus500
4.7/5
Trade Republic
4.7/5
Unser Team
Werner WassicekChristian BeckerThomas FischerKrystyna TrushynaCristian Fuentes
Werner Wassicek
Werner Wassicek
Redakteur
Christian Becker
Christian Becker
Redakteur
Thomas Fischer
Thomas Fischer
Medizinischer Berater
Krystyna Trushyna
Krystyna Trushyna
Sprach- & Kulturenthusiastin
Cristian Fuentes
Cristian Fuentes
Redakteur

Rechtlicher Hinweis: Voraussetzung für die Nutzung unserer Website ist die Vollendung des 18. Lebensjahres sowie die Beachtung der für den jeweiligen Nutzer geltenden Glücksspielgesetze. Darüber hinaus sind die AGB der Wettanbieter zu beachten. Teilnahme an Glücksspiel ab 18 Jahren – Glücksspiel kann süchtig machen – Hilfe finden Sie auf www.bzga.de – 18+ | Erlaubt | AGB gelten

Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Diese Website verwendet Cloudflare und orientiert sich an den Richtlinien der Google Safe Browsing Initiative sowie Googles Richtlinien zum Schutz der Privatsphäre.

Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst.
Schließen
Pepperstone
Pepperstone Bonus
AGB gelten, 18+
Bonus Code:
Zum Anbieter
ActivTrades
ActivTrades Bonus
AGB gelten, 18+
Bonus Code:
Zum Anbieter
Capital.com
Capital.com Bonus
78.1% der CFD-Kleinanlegerkonten verlieren Geld
Bonus Code:
Zum Anbieter
×
Dein Bonus Code:
Das Bonusangebot von hat sich bereits in einem weiteren Fenster geöffnet. Falls nicht, kannst du es aber auch nochmal über den folgenden Link öffnen:
Zum Anbieter