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  • 2021: Starkes Wachstum in China, aber Abschwächung zum Ende des Jahres

    Die Berichte aus der Volksrepublik China lassen sich auf unterschiedliche Weise deuten, wie die Nachrichtenlage zum Beginn der neuen Woche recht deutlich zeigt. Während einige Medien bezüglich der Wachstumsdaten aus Peking auf die ökonomische Entwicklung des gesamten Jahres 2021 verweisen, thematisieren andere Artikel eher die letzte Phase des Jahres – genauer gesagt, das vierte Quartal. Zutreffend sind beide Bewertungen. Denn in der Tat konnte Chinas Wirtschaft im vergangenen Jahr ein größeres Wachstum erreichen, als es viele Analysten vorhergesagt hatten. Zugleich aber blieb das Wachstum im Schlussquartal des zweiten Pandemie-Jahres hinter dem Trend der ersten neun Monate ab. Mit sage und schreibe 8,1 Prozent geht das Jahr 2021 ganz ohne Frage in die Geschichte Chinas ein – zumindest unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Herausforderungen, die mit den Maßnahmen zur Eindämmung des Virus auch und gerade in China verbunden waren.

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    China konnte Wirtschaftsanstieg von Anfang 2021 nicht halten

    Nach wie vor sind, denn die Regierung sah sich in den letzten Wochen mehrfach gezwungen, ganze Metropolregionen abzuriegeln, um so erneute Ausbrüche zu verhindern. Und China ging bekanntermaßen rigider als viele andere Staaten gegen die Pandemie fort, sodass phasenweise sogar komplette Häfen dichtgemacht wurden, was die globalen Lieferketten unter Druck setzte. Der Blick auf die aufgeschlüsselten Daten der chinesischen Statistikbehörde lesen sich von außen betrachtet imposant. Den größten Beitrag zum Plus des Bruttoinlandsproduktes leistete das erste Quartal. Für die Zeit von Januar bis März verzeichneten die Statistiker einen BIP-Zuwachs in Höhe von 18,3 Prozent. Im zweiten Quartal wuchs Chinas Wirtschaft um 7,9 Prozent, im dritten immerhin noch um 4,9 Prozent. Spätestens ab dem Sommer hatte sich der Rückgang des Wachstums im Grunde bereits angekündigt. Sehenswert fällt das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in 2020 gegenüber zwar dennoch aus, nur wird es durch die Folgen der „Null-Covid-Strategie“ Chinas relativiert.

    Entsprechend geringes Wachstum hatte es also im Vorjahr gegeben. Auf der anderen Seite konnte China so schneller wieder auf Kurs kommen als die große Mehrheit der Länder im Rest der Welt. Insgesamt gesehen handelt es sich beim Wachstum um das beste Ergebnis seit dem Jahr 201, die politische Führung des Landes hatte sich das Erreichen der Sechs-Prozent-Marke zum Ziel gesetzt.

    Viele Probleme aus dem vergangenen Jahr bleiben bestehen

    2022 nun, so besagen es bisherige Prognosen vieler Wirtschaftsexperten, dürfte Chinas Ökonomie dem Trend zum Jahresende wohl weiter folgen bzw. vielmehr langsamer wachsen. Argumente für diese Einschätzungen gibt es genug. Zum einen kämpft auch die Volksrepublik immer wieder mit Engpässen auf dem Energiemarkt und regionalen Stromausfällen. Dies veranlasste die Politik im letzten Jahr beispielsweise zu einem vorübergehenden Stopp der Magnesium-Produktion, was wiederum in zahlreichen Abnehmerländern (auch in Deutschland) für Probleme sorgte. Auch weitere Maßnahmen zur Eindämmung neuer Corona-Mutationen könnten dem kommenden Wachstum im Wege stehen. Die Probleme des angeschlagenen Immobilienkonzerns Evergrande dürften noch für eine ganze Weile für Krisenstimmung auf dem chinesischen Immobilienmarkt nach sich ziehen.

    2022 wird Chinas Wirtschaft nochmals fordern

    Für viele Analysten steht fest: Wie erfolgreich Chinas Wirtschaft 2022 wird in weiten Teilen vom pandemischen Verlauf abhängen. Es ist genau die mit großem Aufwand erreichte Eindämmung, die Schwierigkeiten für das riesige Land bedeuten könnte. So gab es in der Volksrepublik merklich später erste Meldungen zu nachgewiesenen Omikron-Fällen. Erst kürzlich wurden Fälle bestätigt. Ein erneuter landesweiter Lockdown der Wirtschaft würde die Wirtschaft erneut belasten und am Ende auch nochmals Lieferketten weltweit fordern und innerhalb dieser schlimmstenfalls zeitweise Unterbrechungen verursachen. Bezüglich der Auswirkungen eines weitreichenden Ausbruchs der Omikron-Variante gibt es Schätzungen zu den ökonomischen Konsequenzen. Die Analysten der US-Großbank Goldman Sachs sprachen kürzlich gar eine Warnung zu massiven konjunkturellen Folgen aus und senkte die bisherige BIP-Prognose für 2022 auf 4,3 Prozent.

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    Experten raten zu Senkung des Jahresziels für das Bruttoinlandsprodukt

    Auch in China hatten Experten frühzeitig reagiert. Die Akademie der Sozialwissenschaften (CASS) zum Beispiel hatte kürzlich ein reduziertes Wachstumsziel in Höhe von nur noch über fünf Prozent empfohlen. Chinas Statistikbehörde verwies jetzt auf einen erheblichen Druck für die heimische Wirtschaft und nannte gleich drei wesentliche Ursachen. So sei die Nachfrage spürbar rückläufig, während andererseits die allgemeinen Erwartungen schwächer ausfallen und parallel ein „Angebotsschocks“ vorliege. Außen vor bleiben in diesem Erklärungsmodell die Beeinträchtigungen des Wachstums durch Maßnahmen der Regulierungsbehörden. Die genannten Entwicklungen seit 2021 insgesamt sind Anlass für Chinas Zentralbank, die People’s Bank of China, zwei wichtige Leitzinsen zu senken.

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