125. Blutspendeaktion in Elterleiner Arztpraxis

Mediziner Matthias Hinkel hat in dieser Woche wieder zum Aderlass gebeten. Dabei geht er auch mit gutem Beispiel voran.

Elterlein.

Schon ab 13 Uhr herrschte am Mittwochnachmittag reger Andrang in der Arztpraxis von Matthias Hinkel in Elterlein. Und dieses Mal stand ein Jubiläum ins Haus: Zum 125. Mal hatten das Team der Praxis und der DRK-Blutspendedienst zur gemeinsamen Blutspendeaktion eingeladen. Seit Mai 1991 werden die Aktionen dort regelmäßig durchgeführt.

"Mit 66 Spendern hat damals alles angefangen. Bisher sind insgesamt 11.435 Spenderinnen und Spender hierher gekommen - darunter 400 Erstspender", berichtet Christian Wendler. Er ist Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit beim DRK-Blutspendedienst. Und Wendler weiß noch mehr wissenswerte Eckpunkte aus der Statistik zu nennen: Der größte Andrang seither habe am 3. Juni 2009 geherrscht. An diesem Tag seien 123 Spenden registriert worden. Das Gegenteil dann im nächsten Jahr: Katastrophale Witterungsverhältnisse mit Schneesturm und allem, was Frau Holle im Gepäck hatte, sorgten am 15. Dezember 2010 für einen Abbruch und somit die kleinste Spendenaktion.

Matthias Hinkel gehört selbst seit vielen Jahren zum Kreis der Spender. Der Arzt führt auch die Untersuchung der Spender vor dem Abzapfen des Blutes durch - den Gesundheitscheck. Er, wie auch viele andere der Beteiligten, betrachten das Ausfüllen des entsprechenden Fragebogens als überaus aufwändige und bürokratische Angelegenheit. "Früher war das einfacher", betont der gebürtige Annaberg-Buchholzer, der nach seinem Studium 1984 nach Elterlein gekommen ist. Schon ein Jahr später habe es mit dem Blutspenden in der Stadt begonnen - damals noch im Eisenwerk Elterlein. "In der Anfangszeit kamen zwischen 25 bis 50 Leute", erinnert sich der Arzt.

Zu den Terminen in seiner Praxis kommen fast alle Spender regelmäßig. "Ein Großteil von ihnen hat schon zwischen 70- und 100-mal gespendet", schätzt er ein. Christina Knauer hat bisher über 70-mal gespendet. Neben der Hilfe für Leute, die auf Blutpräparate angewiesen sind, ist es der 72-Jährigen auch wichtig, dass ihre eigenen Blutwerte einer Kontrolle unterliegen. Blut zu spenden ist auch für Steffen Bartl selbstverständlich. Der Elterleiner schätzt, dass er schon mehr als 80-mal dabei war. Christian Wendler spricht bei der Anzahl der Spender im Altkreis Annaberg von einer konstanten Größe - schon seit vielen Jahren. "Abgänge können noch durch Neuspender ersetzt werden. Es könnten freilich immer noch mehr davon sein", sagt er.

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