750 Jahre Mildenau: Eine Linde zum Jubiläum und als Symbol

In Mildenau ist im Vorfeld der 750-Jahrfeier ein Baum gepflanzt worden. Für den Initiator ein Zeichen der Hoffnung und Demut.

Mildenau.

Der ehemalige Mildenauer Pfarrer Erdmann Paul war es, der die Idee hatte, im Kantorgarten zwischen Rathaus und Kirche eine Linde zu pflanzen. Umgesetzt wurde dieses mit Spenden finanzierte Vorhaben am Sonntag. Die Pflanzung der Winterlinde könnte als eine Art Auftakt zu den Feierlichkeiten 2020, wenn sich die Ersterwähnung des Dorfes zum 750. Mal jährt, gesehen werden. Doch sie ist viel mehr. Das zeigte schon die Rede, die der Pfarrer im Ruhestand vorbereitet hatte. Er zitierte Alexander von Humboldt, Martin Luther und Dostojewski. Bäume geben mehr Gutes ab, als sie in ihrem ganzen Leben für sich selbst verbrauchen, so Paul. Unter Linden wird getanzt, sie sind ein Zeichen des Friedens, der Hoffnung, der Demut. "Dieser Baum wird uns, so Gott will, alle überleben", sagte Erdmann Paul. Bäume waren es, die die Besiedlung erst möglich machten. Sie wurden für Hütten und Feuerholz gefällt, spendeten so Leben.

Die Wahl der Baumart kam nicht von ungefähr. Die Symbolik der Linde über viele Jahrhunderte hinweg brachte den Ausschlag. Außerdem sei eine Winterlinde robust und könne vielen Wetterkapriolen standhalten. Und es ist nicht die erste Linde, die im Umfeld der Kirche wächst, Schatten spendet, zum Nachdenken und Treffen einlädt. Die Bäume können bis zu 1000 Jahre alt werden.

Alle Infos zum Stand der Vorbereitungen zur 750-Jahrfeier teilt das Organisationsteam am heutigen Montag ab 18.30 Uhr Interessierten mit. Treffpunkt ist die evangelisch-methodistische Kirche, Königswalder Straße 3.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...