Abschied von einer Visionärin

Annaberg-Buchholz hat eine große Persönlichkeit verloren: Gestern ist der letzte Vorhang gefallen für Karin Berghäuser.

Annaberg-Buchholz.

Die große Bühne im Eduard-von-Winterstein-Theater in Annaberg-Buchholz hat gestern einer ganz besonderen Persönlichkeit gehört: In einer bewegenden Trauerfeier haben Familie, Freunde und Weggefährten Abschied genommen von Karin Berghäuser, der langjährigen Geschäftsführerin des Wohn- und Pflegezentrums Annaberg-Buchholz (WPA). Einer "leidenschaftlichen Visionärin und klugen Strategin", wie es Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch und ehemalige Annaberg-Buchholzer Oberbürgermeisterin in ihren Abschiedsworten formulierte. Eine "Wegbereiterin, Pragmatikerin und Architektin", wie sie Pfarrer Karsten Loderstädt in Anlehnung an die mittlerweile zur Marke gewordene Unternehmensbezeichnung WPA nannte. "Das Sinnbild einer Anführerin", wie sie Björn Buchold charakterisierte. Er hat vor vier Jahren ihre Nachfolge im Wohn- und Pflegezentrum angetreten - nachdem er bei ihr als "weise und vertrauensvolle Beraterin" die "beste Schule genossen" habe. Ganz in ihrem Sinne mahnte er denn auch, dass Leben als Geschenk zu begreifen und nicht als gegebene Gesetzmäßigkeit. Und auch für Oberbürgermeister Rolf Schmidt hinterlässt Karin Berghäuser ein Vermächtnis: "Das aus unserer Stadt ein Ruf zum Miteinander hinausgeht" und dass "der Mensch wieder ganz neu in den Mittelpunkt gerückt wird".

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