Abstandsregel: Wenn die Straße zu eng ist

Autofahrer sollen zu Radfahrern einen größeren Abstand halten. Dabei verschätzen sich viele, zum Leidwesen der Freizeitsportler. Enge Straßen in der Region erschweren die Sache zusätzlich. Doch ein neues Schild könnte bald helfen.

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1212 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    1
    Steuerzahler
    29.07.2020

    @Mrhbit: sie schreiben auf der einen Seite, dass es nicht hilft, sich aufzuregen. Auf der anderen Seite aber ist Ihr Beitrag nichts anderes, als sich über Autofahrer aufzuregen! Also, was soll das? Wieso regen Sie sich auf, dass die Autofahrer immer größere „Kisten“ kaufen. Dabei ist es doch ganz allein deren freie Entscheidung. Ihnen schreibt doch auch keiner vor, ob Sie ein 26-ger oder 28-ger Rad fahren. Und was heißt immer schnellere „Kisten“? So wie seit jeher die Geschwindigkeitslimits gelten, wird bis auf wenige Ausnahmen bei 250 km/h abgeregelt. Und falls Sie auf die PS-Stärke abstellen: Bis auf die notorischen 120-km/h- Mittelspurfahrer und LKW-Überholer hat es noch keinem geschadet, wenn er eine Leistungsreserve hatte, um zügig aber trotzdem legal zu überholen oder einer Gefahrensituation zu entkommen. Im Grunde genommen kann kein Hass auf die Gegenseite das Problem lösen und erst recht nicht diese weltfremde, von Theoretikern verzapfte Änderung der StVO, die weder praktikabel noch kontrollierbar ist, sondern nur ein vernünftiges Miteinander. Dazu gehört aber auch die operative Verkehrskontrolle durch die Polizei, die so gut wie nicht mehr stattfindet, um Gefährdungen von Radfahrern zu ahnden, aber auch Radfahrer aus dem Verkehr zu ziehen, die eine ellenlange Autoschlange hinter sich her schleichen lassen, um ihre Macht zu demonstrieren.

  • 5
    1
    kartracer
    29.07.2020

    @Mrhbit, Sie haben nichts verstanden, hier geht es weder um Raserei, noch große PKW, sondern um Gesetze, die schlicht Irrsinn sind und demnach nicht umsetzbar.

  • 2
    5
    Mrhbit
    29.07.2020

    @kartracer
    Aufregen hilft doch nicht weiter und ändert am Problem selbst nichts.
    Mit welchem Recht glauben achso-viele "Autofahrer" das Ihnen allein die Straße und jegliche Regel darauf zusteht ?
    Genau diese "Autofahrer" kaufen sich immer größere Kisten und kommen damit nicht klar. Oder immer schnellere Kisten obwohl sich die Geschwindigkeits-Regeln der letzten 30Jahre nicht zu Rasen geändert habe. Schuld sind natürlich immer Andere! Klar.

    Was in DE wirklich fehlt, im Vergleich zu anderen Ländern, ist das Gesetzte endlich durchgesetzt werden. Dann hätte einige der "Autofahrer" schon vor Jahren den Lappen zerrissen bekommen und die geile Kiste in die Presse!

  • 2
    2
    kartracer
    28.07.2020

    @fp112, "gesunder Menschenverstand" ist ein guter Begriff, leider ist dieser bei so manchem Politiker abhanden gekommen.
    Wer dieses Problem mit einem Gesetz, was wahrscheinlich das dümmste seit Bestehen der STVO gedenkt zu regeln, dem fehlt nicht nur Menschenverstand, sondern auch jeglicher Sachverstand.
    Konkrete Maße für Überholvorgänge per Gesetz regeln zu wollen, obwohl diese von jedem Verkehrsteilnehmer mit Augenmaß geschätzt werden kann, ist wohl als Dummheit kaum zu toppen.
    Ebenso, wie sich ein Regelverstoß, damit ganz klar nicht nachweisen lässt.
    Das neu erfundene Verkehrszeichen, dürfte wohl die Lachnummer ganz Europas sein, statt einen Irrsinn zu revidieren setzen Politiker eben noch einen drauf!
    Mein Komm. zum gleichen Artikel nur ohne das Superverbotszeichen:

    "Genau das war vorherzusehen, wenn Unkundige die Erlaubnis bekommen, an Gesetzen herumzubasteln.

    Artikel vom 14.02. "Parken, Überholen, Abbiegen " So soll Radfahren sicherer werden"
    Mein Kommentar vom 15.02 dazu:
    "Der Scheuer, war ja von keinem Anderen zu erwarten, "Sicherheitsabstand beim Überholen von Fahrradfahrern durch Autofahrer Mindestens 1,5 Meter innerorts und zwei Meter außerorts würden dann im Gesetz stehen."
    Welche Toleranzen wird es geben, welche Strafen dafür festgelegt, und wer bitte soll das kontrollieren, und WIE messen, oder wird nur geschätzt?
    Wo bitte wird es möglich sein, bei Einhaltung des Abstandes außerorts, mit Sperrlinie einen Radfahrer zu überholen, also schön dahinter bleiben?
    Mit diesem Geistesblitz übertrifft der Tretroller Andi Alles, was man mit Recht als "geistlos" bezeichnen darf. Ich fasse es nicht, wo dieses Land hingeraten ist!"

    Also noch ein neues Schild, und der Hass auf Radfahrer wird noch mal verschärft,
    wie bescheuert kann man bloß sein?!
    Auch ich nutze mein Rennrad kaum noch, weil es schlichtweg lebensgefährlich wird, auf Straßen, vor Allem im ländlichen Bereich. Also MTB und ab in den Wald und auf Feldwege.
    Je größer der Regierungsballon aufgeblasen wird um so größer wird auch der Blödsinn, der davon ausgeht!"

  • 1
    1
    fp112
    28.07.2020

    Das Fahrrad ist einn Fahrzeug im Sinne der StVO. Als solche sollte wir das auch betrachten.. Deshalb gehört es als gleichberechtigtes , umweltfreundliches Verkehrsmittel auf die Straße.
    Der Fußweg ist, wie es der Name schon klar sagt, den Fußgängern vorbehalten.
    Nun haben wir in Deutschland das Dilemma, dass viele , ob am Lekrad oder Lenker da den gesunden Menschenverstand ausschalten.
    Deshalb hat sich def Gesetztgeber genötigt gesehen , das irgendwie regeln zu wollen..
    Herausgekommrn ist ein Regelwerk, wo nun beiderseits auf starre Regeln gepocht wird, was aber in der Realität so gar nicht klar zu regeln ist.
    Eine klare Entwicklung ist aber schon lsnge zu beobachten. Die Verdrängung der Radfahrer von den Straßen in den letzten beiden Jahrzehnten und der Versuch , diesen Sonderwege zuzuweisen, hat dazu geführt, dass einerseits viele Radfahrer einfachste Verkehrsregeln ( rechts fahren, links überholen, rechts vor links...) nicht mehr beachten.
    , und andererseits das Bewusstsein bei motorisierten Verkehrsteilnehmern verbreitet, ein Radfahrer habe auf der Straße nichts zu suchen .
    Das ist eine Frage der Einstellung.
    Ich beobachte, dass ich in anderen, zumindest westeuropäischen Ländern wesentlich entspannter mit dem Rad auf der Straße unterwegs sein kann, weder angehupt, vollgepöbelt oder aggressiv geschnitten werde.
    Und dass wahrscheinlich ohne diese vielleicht gut gemeinten Regelungen.

  • 6
    0
    mesiodens
    27.07.2020

    Die Abstandsregel ist die eine Seite. Autofahrer, die diese zwar einhalten, dafür aber einen Frontalcrash mit dem Gegenverkehr riskieren, sind die andere Seite der Medaille.
    So ist es uns heute zwischen Zöblitz und Ansprung beinahe ergangen. Nur weil der/die Fahrzeuglenker/in im Gegenverkehr eine Radfahrerin kurz vor einer Kurve überholen "musste". Glücklicherweise waren wir mit deutlich weniger Geschwindigkeit als den erlaubten 100km/h unterwegs, sonst hätte es ordentlich geraucht.
    Fiktive Schlagzeile in der FP: "B171 stundenlang wegen eines Unfalls zwischen zwei PKW und einem Radfahrer gesperrt"
    Möchte gerne mal wissen, welcher Plinsentiegel da vergessen hatte, dass man an unübersichtlichen Stellen einfach mal nicht überholen kann... auch, wenn es nur ein Radfahrer ist.
    Leute nehmt euch alle ein wenig zurück, wenn ihr ein paar PS unter dem Hintern habt und freut euch über die Radler. Jeder Radler ist ein Autofahrer weniger, der die Luft nicht verpestet.
    Und an die Lokalpolitik folgendes: Wacht endlich auf und lasst die längst überfälligen Radwege auch an den Hauptverkehrsstraßen bauen. Ich habe kaum eine andere Urlaubsregion erlebt, wo man in Sachen Radwegen so hinter dem Mond lebt wie hier. Und fangt bloß nicht wegen dem Geld an, Menschenleben sind unbezahlbar, dagegen sind Radwege Peanuts!!!

  • 5
    2
    Schützenfrau
    27.07.2020

    Radfahrer müssten sich erst mal an Regeln halten .In der Einbahnstraße kam mir schon mehr als einmal ein Radfahrer entgegen . Und ja, ich hatte die richtige Richtung. Ich hab übrigens das Radfahren aufgegeben weil mir das auf unseren engen Straßen wirklich zu gefährlich ist . Und wenn dann noch gesagt wird , wenn der Platz zum überholen nicht reicht , muss man hinterher fahren , egal wie lang es dauert . Ohne Worte . Die Frau fährt sicher nicht selbst Auto oder hat den ganzen Tag Zeit. Ich jedenfalls muss pünktlich auf Arbeit erscheinen .

  • 3
    5
    Steuerzahler
    27.07.2020

    „Die Zahl der Unfälle mit Radfahrern im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz ist indes vergangenes Jahr gestiegen auf 678 Vorkommnisse.“
    Wiedergutmachung die halbe Wahrheit! Wieviel davon selbst verschuldet? Wieviel ohne Fremd- oder Drittbeteiligung?

  • 4
    13
    Mrhbit
    27.07.2020

    Pragmatisch wäre auch, z.B. max.60km/h auf Landstraßen, dann überrascht ein 25 km/h nach einem Hügel/Kurve auch nicht mehr so. (dafür werde ich jetzt gelyncht)

    Die Frage ist: wer soll/darf mehr Rechte auf der Staße haben ?

  • 8
    6
    CPärchen
    27.07.2020

    Radfahren auf Bundesstraßen ist ebenso gefährlich, wie diese "25km/h Fahrzeuge". Damit rechnet man nicht, z.B. nach einer Kurve oder einem kleinen Hügel. Man sieht in den Medien die Angelegenheit sehr aus juristischer Perspektive und will damit das Problem lösen, aber das funktioniert nicht.
    Den Umstieg von Rennrad auf Mountainbike sehe ich pragmatischer und zielführender.

  • 15
    5
    mops0106
    27.07.2020

    Persönlich würde ich es nicht okay finden, wenn Radfahren auf Fußwegen erlaubt ist. Es kommen auch so schon genug Radfahrer oft genug von hinten angerast, auch dort, wo es nicht erlaubt ist und man damit nicht rechnet. Ich möchte als Fußgänger nicht ständig nach hinten schauen, wenn ich auf dem Gehweg unterwegs bin.
    In Chemnitz ist rund um das Rathaus das Radfahren erlaubt, da habe ich als Fußgänger schon brenzlige Situationen erlebt.

  • 17
    8
    Mrhbit
    27.07.2020

    Radfahren auf Straßen ist schon lang sehr gefährlich. Und diese Radspuren ohne Schutz, also nur Streifen aufgemalt, bringen auch nur was wenn der KFZ Verkehr das beachtet. Persönlich fände ich es ok wenn Radfahren auch Fußwegen erlaubt wird, natürlich max.Schrittgeschwindigkeit und jeder Fußgänger hat Vorfahrt.
    Oder eben mehr Radwege, aber auch hier muß die Geschwindigkeit begrenzt werden, denn 30km/h und mehr ist auch auf Radwegen gefährlich. Und wenn das noch ein ganzer Pulk von solchen "Sportlern" kommt ....