Airbaghersteller strahlt nach Übernahme Sicherheit aus

Bis auf den Namen hat sich mit der Umfirmierung von Takata zu Joyson Safety Systems für die Mitarbeiter nichts geändert. Und das ist durchaus positiv, erklärte gestern Werkleiter Albert Cucek Ministerpräsidenten Michael Kretschmer.

Elterlein.

480 Frauen und Männer sind in drei Schichten am Elterleiner Standort des Unternehmens Joyson Safety Systems tätig. Im größten Bereich Fertigung liegt ihr Durchschnittsalter bei 47 Jahren. "Da ist ganz viel Erfahrung vorhanden. Es gibt bei uns so gut wie keine Fluktuation. Jeder weiß, was er macht, was sich positiv auf die Qualität auswirkt", erklärte Werkleiter Albert Cucek dem Sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer bei dessen gestriger Stippvisite in dem Unternehmen, das bis 11. April noch Takata hieß.

Damals erfolgte die Übernahme mehrerer Standorte, darunter eben Elterlein und Freiberg, durch das weltweit agierende Unternehmen Joyson Safety Systems. Damit habe sich für die Belegschaft quasi nichts weiter geändert als das Firmenschild, so Cucek. Inzwischen seien immer wieder auch Neueinstellungen erfolgt. Zudem werde ausgebildet. "Aktuell haben wir zwölf Lehrlinge", sagte der Werkleiter.

Die Fertigung in Elterlein konzentriert sich auf Airbags für Autohersteller wie VW, Daimler, BMW Aston Martin oder Porsche. Dabei werden die Sicherheitssysteme in der Hauptsache montiert. Dafür nötige Spritzgussteile stellen die Elterleiner aber auch selbst her und lackieren diese. Laut Cucek verlassen pro Jahr acht Millionen Airbags das Werk, das sogar über eine eigene Testabteilung verfügt. Dazu stellen die Autohersteller den Elterleinern eine Art Halbschnitt einer Karosserie zur Verfügung, in die die Airbags eingebaut und dann unter Beobachtung einer hochauflösenden Kamera gezündet werden. Die Testszenarios werden bei Temperaturen zwischen minus 40 und plus 85 Grad Celsius durchgeführt. Pro Jahr erfolgen um die 32.000 dieser Tests.

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