Algenplage in Seen und Talsperren bleibt aus

Cyanobakterien haben sich in Gewässern des Kreises nicht vermehrt

Erzgebirge.

In den Badegewässern im Erzgebirgskreis gibt es keine Probleme mit Blaualgen. Anders als etwa im benachbarten Landkreis Mittelsachsen, in dem die Talsperre Kriebstein seit drei Jahren im Sommer regelmäßig von Blaualgen befallen wird, wurde im Kreisgebiet noch kein erhöhtes Aufkommen der sogenannten Cyanobakterien festgestellt. Das hat das Landratsamt auf Anfrage mitgeteilt.

"Vermehrungen von Blaualgen wurden nicht offenbar", sagt Pressesprecherin Stefanie John. Im Erzgebirgskreis werden zwei EU-Badegewässer, der Greifenbachstauweiher zwischen Ehrenfriedersdorf und Geyer und der Filzteich in Schneeberg, sowie neun weitere Badegewässer vom Referat Öffentlicher Gesundheitsdienst überwacht. "Die Kontrollen erfolgen zu Beginn der Badesaison und in der Folge regelmäßig zu festgelegten Terminen. Die Badegewässerqualität entsprach den Vorgaben der Sächsischen Badegewässer-Verordnung", so Stefanie John.

Zudem unterliegen 35 Freibäder im Kreisgebiet der infektionshygienischen Überwachung durch das Gesundheitsamt. Beanstandungen mit gesundheitlicher Relevanz seien nicht festgestellt worden. John: "Lediglich das Freibad Neundorf wurde am 10. August durch ein Unwetter mit Überschwemmung stark verunreinigt. Eine Wiedereröffnung des Bades wurde von der Gemeindeverwaltung in diesem Jahr ausgeschlossen."

Für Zschopau und Flöha sowie andere Flüsse im Erzgebirge bestehe vor dem Hintergrund des Badens keine Untersuchungspflicht des Gesundheitsamtes. "Da es sich meist nicht um offizielle Badestellen ohne Aufsicht handelt, ist jedoch insbesondere Vorsicht aufgrund unklarer Bedingungen im Wasser wie nicht einsehbarer Untergrund, Strömungen oder Strudel geboten", betont die Sprecherin der Kreisbehörde.

Auch die Trinkwassertalsperren im Erzgebirgskreis sind laut Landestalsperrenverwaltung bislang von Blaualgen verschont geblieben. Hierzu zählen die Talsperren Carlsfeld, Sosa, Stollberg, Eibenstock, Saidenbach, Neuzehnhain I und II sowie Cranzahl und der Dörnthaler Teich. Die oberen Wasserschichten, in denen auch die meisten Algen vorkommen, werden ohnehin nicht für die Rohwasserbereitstellung an das Wasserwerk verwendet. Blaualgen sind eigentlich Cyanobakterien, die sich unter günstigen Bedingungen stark vermehren können.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.