Alvin und Buttercup - Ein Paar sucht Anschluss

In Tierheim-Geschichten stellt "Freie Presse" Bewohner der Anlage bei Neu-Amerika vor. Heute: zwei Meerschweinchen.

Für die etwa ein Jahr alten Meerschweinchen Alvin (rechts) und Buttercup wird ein neues Zuhause gesucht. Zurzeit werden sie im Tierheim "Neu-Amerika" betreut.

Für Sie berichtet: Annett Honscha

Gemeinsam mit Artgenossen ist das Leben doch am schönsten. Für Meerschweinchen gilt das allemal, sie brauchen Gesellschaft - da machen Alvin und Buttercup keine Ausnahme. Das Pärchen ist vor einigen Wochen mit vier Jungtieren im Tierheim "Neu-Amerika" abgegeben worden. Während der Nachwuchs schnell vermittelt werden konnte, wird für die Eltern noch ein neues Zuhause gesucht. Nun heißt es warten für das Duo - und das erst einmal getrennt voneinander.

Warum das so ist? "Wir mussten Alvin erst kastrieren lassen. Danach ist er aber trotzdem noch einige Zeit zeugungsfähig", erklärt Tierheimleiter Klaus Graupner. Daher dürfe der Kleine momentan nicht zu seiner Buttercup - langfristig sollen die Zwei aber wieder zusammen gehalten werden. Gesucht werden Besitzer, die den beiden Vierbeinern ein Gehege mit viel Platz bieten. "Generell fühlen sich Meerschweinchen in der Gruppe am wohlsten", so Graupner. Natürlich können die Tiere in der warmen Jahreszeit auch draußen gehalten werden, wenn es eine passende regenfeste Unterkunft gibt, die vor anderen Tieren wie Füchsen Schutz bietet. Als Einstreu würden sich Sägespäne und Stroh eignen. Zudem sollte den Tieren bei der Gestaltung des Quartiers ein Rückzugsort wie ein Häuschen geboten und für Abwechslung gesorgt werden. In puncto Ernährung gebe es Spezialfutter, das man aber auch selbst zusammenstellen könne. "Heu als Raufutter muss immer vorhanden sein", so Klaus Graupner. Und natürlich brauchen Alvin und Buttercup regelmäßig etwas Frisches wie Möhre und Salat. "Sie fressen auch gern Himbeerruten und Ähnliches", so der Leiter der Einrichtung nahe Annaberg-Buchholz.

Allerdings gelte: Alles in Maßen! Denn Meerschweinchen können bei falscher Fütterung empfindlich reagieren. Zudem verweist Klaus Graupner darauf, dass sie keine Kuscheltiere sind, die viel rausgenommen und herumgetragen werden wollen. Da gebe es oft falsche Vorstellungen. Neben Alvin und Buttercup versorgen die Mitstreiter des Tierheims, das von einem Verein betrieben wird, derzeit noch weitere Kleintiere. Darunter ist zum Beispiel der etwa vier Jahre alte Nymphensittich Chip, der in eine artgerechte Volierenhaltung vermittelt werden soll. Weitere Meerschweinchen, Mäuse und Kaninchen werden ebenso betreut - genauso wie 18 Hunde und 12 Katzen. Das seien relativ wenige, so Klaus Graupner. "Aber das kann sich ganz schnell wieder ändern", fügt er hinzu.

Wer sich selbst ein Bild vom Tierheim machen will, kann das am Samstag bei einem Tag der offenen Tür. Dann erzählen etwa Tierbesitzer Erfolgsgeschichten von ehemaligen Bewohnern der Anlage. Zudem informiert Petra Kirchner, die Vorsitzende des Tierschutzbundes Annaberg und Umgebung, über die geleistete Arbeit und neue Vorhaben. Tipps zur Haltung von Zwergkaninchen und andere Punkte gehören ebenfalls zum Programm.

Der Tag der offenen Tür im Tierheim "Neu-Amerika" nahe der Zschöppelstraße zwischen der Kreisstadt und Schlettau findet am Samstag von 11 bis 18 Uhr statt. Parkplätze gibt es am Fußballplatz "Neu-Amerika" und gegenüber dem Sägewerk.

www.tierheim-annaberg.de

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