Amtsinhaberin unterliegt bei Bürgermeisterwahl

Thomas Mey wird neuer Bürgermeister in Thermalbad Wiesenbad. Er holte bei der Wahl am Sonntag 63,1 Prozent der Stimmen. In Königswalde überzeugte Ronny Wähner erneut.

Thermalbad Wiesenbad/Königswalde.

Am Sonntag wurde in zwei Orten des Altkreises Annaberg gewählt. In Thermalbad Wiesenbad traten Berit Schiefer (parteilos) und Thomas Mey (CDU) an. Das Votum der Wähler war eindeutig: Herausforderer Mey konnte mehr überzeugen. Er erhielt 63,1 Prozent der Stimmen. Damit ist die Amtsinhaberin abgewählt. Berit Schiefer konnte 36,9 Prozent der Stimmen holen. Die Wahlbeteiligung lag bei 72 Prozent. In einer ersten Reaktion nach Bekanntwerden des Ergebnisses sagte Thomas Mey: "Mit einem so klaren Ergebnis habe ich nicht gerechnet. Es ist einfach nur fantastisch." Es sei ein sehr intensiver Wahlkampf gewesen, der sich aufgrund von Corona auch noch verlängert habe. "Ich möchte allen meinen Wahlhelfern und natürlich vor allem allen meinen Wählern danken", so Mey. In den vergangenen Wochen habe er mit jedem Bürger, den er getroffen hat, das Gespräch gesucht. Das wolle er als Bürgermeister beibehalten, so Thomas Mey, der seinen Erfolg bei einer Wahlparty feierte.

"Ich habe es kommen sehen", kommentierte Berit Schiefer das Ergebnis. Sie sei sehr enttäuscht, zumal sie ihre Arbeit der vergangenen sieben Jahre aufgrund des Wahlergebnisses wenig geschätzt sieht. "Ich habe wirklich alles gegeben." Es sei ein harter Wahlkampf gewesen, der in ihren Augen auch hart an der Grenze zur Fairness verlaufen sei. In den kommenden Wochen will sie sich neu sortieren und entscheiden, wohin der Weg gehen wird. "Ich brauche einen neuen Job."

Ortswechsel: Die Bürgermeisterwahl in Königswalde hat ein eindeutiges Ergebnis gebracht. Amtsinhaber Ronny Wähner (CDU) wurde mit 97,77 Prozent der gültigen Stimmen wiedergewählt. Er war der einzige Kandidat. Die Wahlbeteiligung lag laut Hauptamtsleiterin Petra Dittrich bei 46,9 Prozent. 2013, als Ronny Wähner zum ersten Mal in das Amt des Bürgermeisters gewählt wurde, lag die Beteiligung noch bei deutlich über 70 Prozent. Damals fand aber zeitgleich die Bundestagswahl statt. Insgesamt seien 808 gültige Stimmen abgegeben worden, wovon 790 auf Wähner entfielen. 24 Stimmen waren ungültig. Der Anteil an Briefwählern sei im Vergleich zu vorangegangenen Wahlen nicht höher gewesen. Auf 18 Wahlzetteln wurden zudem insgesamt zehn weitere Namen notiert. Ronny Wähner: "Das Ergebnis macht mich stolz und dankbar." Es sei ein schönes Gefühl, erneut das Vertrauen der Bürger bekommen zu haben. Und Wähner hatte gleich zwei Gründe am Sonntag anzustoßen: auf die Wiederwahl und seinen Hochzeitstag.

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