Annaberg-Buchholz kauft neuen Blitzer

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75.000 Euro investiert die Kreisstadt in ein neues Gerät für die Verkehrsüberwachung. Das bisherige Modell offenbarte bei Tests Unregelmäßigkeiten.

Annaberg-Buchholz.

An etwa 70 Tagen im Jahr kontrolliert die Stadt Annaberg-Buchholz, ob sich die Verkehrsteilnehmer an die vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. Überwacht werden laut Angaben der Verwaltung vor allem Unfallschwerpunkte, Gefahrenstellen zum Beispiel für Fußgänger oder Schüler. Auch vor Schulen, Kitas und Altenheimen wird kontrolliert. Um selbst aktiv werden können und nicht nur auf die Unterstützung von Landkreis und Polizei angewiesen zu sein, verfügt die Kommune über einen eigenen mobilen Blitzer. Das bisherige Modell wird nun durch ein neues ersetzt. Kostenpunkt: 75.000 Euro.

Das im Jahr 2016 angeschaffte Modell hatte bei Messversuchen unter Laborbedingungen Unregelmäßigkeiten in der Messwertbildung gezeigt, heißt es zur Begründung der Ersatzbeschaffung. Auch wenn Tests zum Teil "lebensfremd" waren, wie es aus der Verwaltung heißt, wollte die Stadt reagieren. Es sollte keinen Zweifel an der Genauigkeit des mobilen Blitzers geben.

Im vergangenen Jahr nahm die Kreisstadt rund 100.000 Euro aufgrund der eigenen Geschwindigkeitsmessungen ein. Von Gewinnen für die Stadtkasse könne dabei aber nicht die Rede sein. "Durch Abschreibung, Wartung und Personalkosten erzeugt die Verkehrsüberwachung in etwa eine schwarze Null", heißt es auf Nachfrage. Bleibt am Ende doch ein Plus übrig, fließe das Geld in die Verkehrssicherheit. "So konnten zuletzt 2019 aus den Mehreinnahmen drei Dialogdisplays und ein Verkehrsfluss-Zählsystem beschafft werden", erläutert Stadtsprecherin Annett Flämig weiter.

Und was passiert mit dem alten Blitzer? Der werde nicht mehr eingesetzt, auch wenn er noch eine gültige Zulassung hat. Geprüft werde noch, ob sich ein Verkauf lohnt oder das Gerät beispielsweise zu Verkehrserziehungs- und Bildungszwecken eingesetzt werden kann.

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