Annaberger zeigt Zauberhaftes aus der Natur

Karl Fritz fotografiert seit Jahrzehnten auf beiden Seiten des Erzgebirgskamms. Insgesamt 50 seiner schönsten Bilder sind nun in der Galerie der Stadtwerke Olbernhau zu sehen.

Olbernhau/Annaberg.

Schon der deutsche Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe hat gewusst, dass es, ganz allgemein formuliert, nicht unbedingt erforderlich ist, in die Ferne zu schweifen, denn das Gute liegt oft vor der eigenen Haustür. Dort, oder zumindest in der näheren Umgebung, sind die Fotos entstanden, die der Annaberg-Buchholzer Karl Fritz seit Kurzem in der Galerie der Olbernhauer Stadtwerke zeigt. Für die "Zauberhafte Momente" genannte Ausstellung hat der pensionierte Mediziner 50 seiner schönsten Naturfotos ausgewählt, die in den vergangenen Jahren auf der deutschen und tschechischen Seite des Erzgebirgskamms entstanden sind.

"Die Natur fasziniert mich schon seit meiner Kindheit", sagt der promovierte Mediziner, der bis 2016 in seiner internistischen Praxis in Annaberg-Buchholz praktizierte. "Seit der Zeit meines Medizinstudiums beschäftige ich mich zudem mit darstellender Kunst. Die Fotografie hat meine Naturliebe und die Kunst miteinander verbunden", sagt Karl Fritz. Er hat die Schönheit und auch faszinierende Details der heimischen Flora und Fauna in allen Jahreszeiten festgehalten. Da sind Becherflechten mit ihren Fruchtständen zu sehen. Oder eine Wespenspinne, die ihr Netz webt. Bohrfliegen, mit Blütenstaub überzogen, auch Eisvogel und Flussuferläufer hat der fotografierende Naturliebhaber abgelichtet. "In erster Linie ist Geduld nötig, damit das alles gelingt", sagt Karl Fritz, der sich natürlich in vielen Jahren auch entsprechendes Wissen in Bezug auf die Natur angeeignet hat und genau weiß, ob das Objekt seiner fotografischen Begierde auf kahlen Flächen, in versteckten Schilfsenken oder Auwäldern zu finden ist. Zudem verfügt er für seine digitale Spiegelreflexkamera über Objektive, die die vielen kleinen, zum Teil winzigen Dinge, erst groß erscheinen lassen. "Das gelingt mit einem Makroobjektiv. Für größere Vögel zum Beispiel habe ich ein Teleobjektiv mit bis zu 400 Millimetern Brennweite", erklärt Karl Fritz, der für seine Fotostreifzüge sehr zeitig aufstehen muss. "In der Zeit um den Sonnenaufgang hat das Licht die beste Stimmung und auch bei Pflanzen und Tieren ist da am meisten los", sagt er.

Zahlreiche Ausstellungen mit seinen Naturfotos hat der Pensionär bereits gestaltet, beispielsweise mehrfach im Annaberger "Erzhammer". Sein Anliegen ist, so auch in Olbernhau, immer gleich. "Ich sehe und erlebe unsere Heimat mit Faszination, möchte den Betrachtern die Vielfalt der Natur zeigen und dadurch zu ihrer stärkeren Wertschätzung anregen", erklärt Karl Fritz.

Die Ausstellung "Zauberhafte Momente" mit Naturfotografien von Karl Fritz ist bis zum 7. April in der Galerie der Stadtwerke Olbernhau zu sehen. Geöffnet ist von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 13 bis 18 Uhr.

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